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Initiativen – Wärmerückgewinnung in Frankfurt  

Wärmerückgewinnung in Frankfurt

Rechenzentrum Frankfurt: Wie aus Kilobytes Kilowatt werden

Rechenzentren sind häufig unterschätzte Energiefresser. Neben dem Stromverbrauch erfordern die Anlagen eine konstante Raumtemperatur von ca. 23 °C, damit sie nicht überhitzen. Hierzu ist eine Umluft-Klimaanlage erforderlich, die konstant mit einer Kälteanlage gekühlt werden muss.

Anstatt, wie üblich, die Abwärme der Kälteanlage über Kühltürme an die Atmosphäre abzugeben, wird durch Erweiterung des Kältekreislaufs um eine neuartige Ammoniak Hochdruck-Wärmepumpe nutzbare Wärme von 70 °C erzeugt. Diese kann ohne Weiteres im vorhandenen Heizungsnetz des Verwaltungsgebäudes genutzt werden. Statt die Abwärme wie bisher ungenutzt an die Luft abzugeben, deckt sie jetzt zu ca. 40 % den Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung für rund 1200 Mitarbeiter in Frankfurt. Und das auch noch auf sehr wirtschaftliche und umweltschonende Art: Die Installation der Wärmepumpe finanziert sich innerhalb von weniger als zwei Jahren durch eingesparte Heizkosten selber.

Gleichzeitig ersetzt die 450 kW Wärmepumpe eine konventionelle Gasfeuerung im Fernwärmenetz und spart ca. 400 t CO2 pro Jahr, soviel wie 220 PKW bei 15.000 km im Jahr und 120 g CO2 pro km ausstoßen. Nestlé setzt Wärmepumpen bereits erfolgreich in mehreren Werken ein. Die Nutzung der Abwärme eines Rechenzentrums stellt in dieser Form eine Innovation dar, die ohne weiteres auch bei anderen Verwaltungsgebäuden mit Rechenzentrum umgesetzt werden kann.

 
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