Unternehmensgeschichte

Nestlé Deutschland: Meilensteine seit 1867


1867

Der Apothekergehilfe Henri Nestlé entwickelt mit "Henri Nestlés Kindermehl" die erste Nahrung für Säuglinge, die nicht gestillt werden können. Überraschend rettet die Erfindung einem zwei Wochen alten Frühgeborenen das Leben, das weder Muttermilch noch sonstige Ersatznahrungen verträgt. Nestlé konzentriert sich auf die Großproduktion seines Kindermehls und gründet die Firma "Farine Lactée Henri Nestlé".


1874

Henri Nestlé zieht sich im Alter von 60 Jahren aus dem Geschäftsleben zurück und tritt seinen Namen an das Unternehmen ab. Im selben Jahr steigt die Farine Lactée Nestlé in den deutschen Markt ein. Die Anglo-Swiss Condensed Milk Company, ein Hauptkonkurrent, beginnt in Rickenbach am Bodensee mit der Herstellung einer gesüßten Kondensmilch unter dem Namen "Milchmädchen".


1875

Daniel Peter, ein Freund und Nachbar Henri Nestlés in Vevey, kombiniert Milch und Kakaopulver und erfindet so die Milchschokolade. Er gründet eine eigene Firma, die später mit Nestlé fusioniert.


1882

Der Schweizer Müller Julius Maggi entwickelt die ersten Fertigsuppen und gründet ein eigenes Unternehmen. Bis zur Jahrhundertwende produziert er neben Suppen auch Brühwürfel und Soßen.


1902

Die Farine Lactée Nestlé etabliert sich als deutsche Nestlé-Niederlassung in Berlin.


1905

Farine Lactée Nestlé fusioniert mit der Anglo-Swiss Condensed Milk Company. Aus der Vereinigung geht in Deutschland die Linda GmbH für kondensierte Milch und Kindermehl mit Sitz in Lindau am Bodensee hervor.


1928

Die Linda GmbH fusioniert mit der Schokoladenfabrik Otto & Quanz AG aus Hattersheim zur Deutschen AG für Nestlé Erzeugnisse.


1938

Nestlé entwickelt in Vevey den ersten löslichen Kaffee der Welt: Nescafé.


1943

Nescafé kommt auf den deutschen Markt.


1947

Die Stammfirmen von Nestlé und Maggi fusionieren in der Schweiz zur Nestlé Alimentana AG. Damit gehört fortan auch die seit 1877 in Singen entstandene deutsche Maggi Gesellschaft zu Nestlé.


1960

Das Nescafé-Werk Mainz nimmt seinen Betrieb auf.


1970

Fertigstellung und Bezug des Nestlé-Hauses in Frankfurt am Main, der Zentrale aller deutschen Nestlé Gesellschaften. Nach dem Kauf der Libby McNeill & Libby durch die Nestlé Alimentana AG kommt die Tochter Deutsche Libby GmbH zur deutschen Nestlé.


1971

Die Fusion der Nestlé Alimentana AG mit der Ursina-Franck AG führt zur Erweiterung von Nestlé in Deutschland um die Firmen Allgäuer Alpenmilch AG aus München und die Unifranck Lebensmittelwerke GmbH aus Ludwigsburg.


1974

Die Nestlé Alimentana AG erwirbt die Mehrheit an der Blauen Quellen, Fritz & Meyer+Co. AG in Rhens. Nestlé tritt dadurch auch in Deutschland in das Mineralwassergeschäft ein, das ab 1984 unter "Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen AG" firmiert.


1983

Die Nestlé Gruppe Deutschland vergrößert sich durch den Erwerb der Hans-Heinrich Auer GmbH & Co. Köln um Aponti Kindernahrungsmittel, Bübchen Kinderpflegeprodukte, Dr. Ritter Diätische Produkte sowie Gebrüder Jung Backmittel.


1984

Die Beteiligung an der Münchener Kaffeerösterei Alois Dallmayr OHG ermöglicht Nestlé den Einstieg in den deutschen Röstkaffee-Markt. Außerdem übernimmt Nestlé Anteile der Herta-Artland-Dörffler-Gruppe, die zu den führenden deutschen Anbietern von Fleisch- und Wurstwaren zählt


1986

Nestlé erwirbt alle Anteile der Herta-Artland-Dörffler-Gruppe.


1987

Der bisherige Gleichordnungskonzern Nestlé Gruppe Deutschland GmbH wird in die Nestlé Deutschland AG umgewandelt.


1988

Die Nestlé Deutschland AG übernimmt den Tiernahrungshersteller Matzinger in Gersthofen bei Augsburg.


1989

Das Geschäft der Rowntree Mackintosh GmbH Hamburg wird voll übernommen, nachdem bereits 1988 die englische Rowntree Gruppe zum Mutterkonzern, Vevey, kam.


1990

Mit der Marke Buitoni steigt Nestlé in den deutschen Pasta-Markt ein.


1998

Das Tiernahrungsgeschäft vergrößert sich durch den Erwerb der Spillers Deutschland GmbH und wird unter Friskies Deutschland GmbH, der späteren Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH weitergeführt.


2002

Mit der Übernahme der Schöller Holding-Gesellschaften wird Nestlé die Nummer zwei im deutschen Eiskremmarkt.


2005

Nestlé Deutschland beteiligt sich an der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH in Nonnweiler-Saarbrücken und stärkt fortan seine Stellung im Markt für Tiefkühlprodukte.


2007

Nestlé übernimmt Novartis Medical Nutrition. Die Aktivitäten von Novartis Medical Nutrition ergänzen den Sektor HealthCare Nutrition (Gesundheitsernährung) bei Nestlé.

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