Kinder, die selbst kochen, essen mehr Gemüse

Nestlé-Untersuchung zeigt: Positive Auswirkungen, wenn Kinder beim Kochen helfen

Kinder helfen ihren Eltern beim Kochen in der Küche 

Gemüse gehört meistens nicht zu den Lieblingslebensmitteln von Kindern. Sie mögen lieber Pizza, Spaghetti oder Pfannkuchen. Eine Untersuchung von Nestlé zeigt nun, dass Kinder, die ihren Eltern beim Kochen helfen, mehr Gemüse essen – und mehr Freude am Verzehr ihrer eigenen Mahlzeiten haben.

47 Elternteile nahmen mit ihren Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren an der Studie teil. Die Hälfte von ihnen bereitete die Mahlzeiten gemeinsam mit ihren Kindern aus mehreren Zutaten wie paniertem Hühnchen, Salat, Blumenkohl und Pasta zu. Ein Ergebnis: Ihre Kinder aßen fast 76 Prozent mehr Salat.

„Wir haben herausgefunden, dass Kinder, die einem Elternteil beim Kochen in der Küche halfen, insgesamt mehr ihrer Mahlzeit und dabei eine wesentlich größere Menge an Gemüse aßen“, sagt Ernährungsberaterin Dr. Klazine van der Horst, die das Wissenschaftlerteam für diese Studie am Nestlé Research Center in Lausanne leitete. „Die Ergebnisse legen nahe, dass die Einbindung von Kindern in die Speisenzubereitung einen positiven Effekt auf die Entwicklung von gesunden Ernährungsgewohnheiten hat und den Verzehr von Gemüse erhöht.“

Das gemeinsame Kochen mit den Eltern wirkt sich auch auf das Wohlbefinden der Kinder aus: Sie waren nach der Zubereitung nicht nur stolz, sondern auch fröhlicher und zufriedener als diejenigen, die ihren Eltern nicht geholfen haben. Doch was ist, wenn Kinder alles Grüne auf ihrem Teller prinzipiell ablehnen?

„Minibäume“ statt „Brokkoli“

Marianne Nilles leitet das Maggi Kochstudio in Frankfurt
Marianne Nilles leitet das Maggi Kochstudio in Frankfurt.

„Man muss sich manchmal ein paar Tricks einfallen lassen, um Kindern Gemüse schmackhaft zu machen“, weiß Marianne Nilles. Sie ist Leiterin des Maggi Kochstudios in Frankfurt und beschäftigt sich täglich mit Essgewohnheiten, der Kreation von neuen Rezepten und der Organisation von Kochkursen. Ein Weg, um Kinder an Salat und Gemüse heranzuführen, sei es, sich Geschichten um die Lebensmittel auszudenken und ihnen fantasievolle Namen zu geben. „‚Minibäume‘ klingt für Kinder viel spannender als ‚Brokkoli‘“, erklärt Nilles. Gemüse wird so ein Teil der kindlichen Erlebniswelt.

Schwierig wird es in Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind. Hier werden die Hauptmahlzeiten meistens nur am Wochenende gemeinsam eingenommen. „Nehmen Sie sich an den Wochenenden die Zeit, Ihre Kinder mit den Vorgängen in der Küche vertraut zu machen“, rät Nilles. Durch den Umgang mit Küchengeräten lernten Kinder, Verantwortung zu übernehmen. Und nicht zuletzt habe das gemeinsame Kochen eine hohe soziale Komponente. „Nur Weniges“, so Nilles, „stärkt das Familienleben so wie die Zeit, die man zusammen beim Kochen und Essen verbringt.“

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG, GettyImages
Mutter füttert ihr Kind

Die ersten 1.000 Tage

Die Ernährung von Babys in den ersten 1.000 Tagen hat großen Einfluss auf die spätere Entwicklung. Erfahren Sie wichtige Details über geeignete Lebensmittel, von der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr.

Enkelin und Oma schauen in die Kamera

Forschen für Ernährung der Zukunft

Nestlé kooperiert mit dem EpiGen Consortium, das an gesunden Lebensmitteln für Schwangere und Babys forscht. Durch das Investment wird der Zusammenschluss internationaler Wissenschaftler zu einem der größten der Welt.