Gesucht: Hochwertige Speisen to go

Nestlé präsentiert ihr Out-of-Home-Portfolio auf der Internorga



Unsere Tagesabläufe werden immer flexibler. Das verändert, wann, wo und was wir essen: Snacks ersetzen Hauptmahlzeiten, Out-of-Home-Angebote den heimischen Küchentisch. Trotzdem stehen Geschmack und Qualität hoch im Kurs. Wie sich diese Anforderungen vereinen lassen, präsentieren die Nestlé Out of Home-Geschäfte an einem gemeinsamen Stand auf der Fachmesse Internorga.

Der Kaffee im Pappbecher ist für den Soziologen Rudolf Stichweh Symbol der Entwicklung zur mobilen Gesellschaft. „Verbraucher trinken nicht mehr Kaffee und brechen dann auf, sondern sie bewegen sich fort und trinken den Kaffee dabei“, beschreibt der Direktor des Forums Internationale Wissenschaft der Universität Bonn den Wandel. „Sie schieben, wenn man so will, Zeitsegmente, die früher getrennt waren, ineinander.“ Im Mittelpunkt des Kundeninteresses steht aber nicht, schnell und günstig zu essen, sondern die Zeit effizienter und flexibler zu nutzen und dabei spielt auch die Qualität der Speisen eine immer größere Rolle.

Am Stand von Nestlé auf der Internorga 2015 ist viel los.
Der neue Gemeinschaftsstand von Nestlé auf der Internorga 2015.

Um diese Entwicklung geht es auch vom 13. bis 18. März auf der Internorga 2015 in Hamburg. Erstmals präsentieren sich Nestlé Schöller, Erlenbacher, Nestlé Professional, Nespresso und Nestlé Waters auf der Fachmesse für den Außer-Haus-Markt mit einem gemeinsamen Stand. So finden Messebesucher von Backwaren, über hochwertiges Mineralwasser und Kaffeelösungen, Desserts, Eis bis hin zu Suppen- und Soßenprodukte das gesamte Nestlé Angebot für das Außer-Haus-Geschäft an einer zentralen Anlaufstelle. Dabei sind die Produkte und Konzepte immer auf die besonderen Bedürfnisse der Verbraucher und Großkunden ausgerichtet, die sie in Hotels, Gaststätten, Kantinen, auf Messen, Kongressen und vielen anderen Bereichen einsetzen. „Unser Ziel ist es, übergreifende Konzepte, ganzheitliche Lösungen und neue Perspektiven für unsere Kunden zu schaffen“, erklärt Hubert Stücke, Mitglied des Vorstands und zuständig für die Koordination der Außer-Haus-Aktivitäten der Nestlé Deutschland.

Der „Mobile Eater“ wird zum Standard

Eine Frau kauft einen Kaffee in einer Bäckerei.
Kaffee gehört zu den beliebtesten Out of Home-Getränken.

In Deutschland wird rund 40 Prozent des Kaffees inzwischen außer Haus getrunken. Und Kaffee ist nur eines von unzähligen Produkten, die in der mobilen Gesellschaft Anklang finden: Beim Essen werden die Deutschen zunehmend zu „Mobile Eatern“. Wie die Nestlé-Studie 2011 „So is(s)t Deutschland“ zeigt, steigt die Zahl der Menschen, die sich außer Haus ernähren, stetig an. Dass die Entwicklung zu Single-Haushalten geht und immer mehr Frauen voll berufstätig sind, stützt diesen Trend. Rund ein Drittel der Berufstätigen frühstückt nicht mehr zuhause, sondern unterwegs und häufig erst im Laufe des Vormittags. Mittags verpflegen sich sogar 80 Prozent der Vollzeit-Berufstätigen „Out of Home“. Und wenn dieses Mittagessen nur eine Kleinigkeit ist, wird die Zeit zum Abendessen gerne durch eine weitere Zwischenmahlzeit überbrückt. Man spricht von einer Entwicklung zu „Heavy Snackern“.

Ihnen eine große Auswahl anbieten zu können, ist wichtig für die Kunden. „Vielfalt erhöht den Konsum“, weiß Dr. Thomas Ellrott, Arzt und Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie an der Göttinger Universitätsmedizin. Je vielfältiger ein Produktsortiment und die Wahlmöglichkeiten sind, desto lieber greifen Verbraucher zu – und desto besser kommt das Angebot in der Regel auch an. Aus diesem Grund haben die Hersteller ihr Portfolio massiv ausgebaut: Mehr als 750 Produkte hat allein Nestlé Schöller t im Außer-Haus-Angebot, darunter Wraps, Minipizzen, kleine Salate, Muffins, Frozen Yogurt und Fruchteisspezialitäten.

Out-of-Home-Markt ist über 69 Milliarden Euro groß

Das Außer-Haus-Geschäft ist für die Ernährungsindustrie in Deutschland neben dem Lebensmitteleinzelhandel mittlerweile der zweitwichtigste Absatzkanal. Dem CREST-Verbraucherpanel des Marktforschungsunternehmens NPDGroup (National Purchase Diary) zufolge gaben die Konsumenten 2013 rund 69,4 Milliarden Euro für Out-of-Home-Produkte aus – Tendenz steigend. Mit knapp 40 Prozent entfällt auf die klassische Bedienungsgastronomie der größte Anteil am Umsatz, gefolgt von Quick-Service-Restaurants mit rund 31 Prozent, der Erlebnisgastronomie mit knapp 17 Prozent sowie der Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung mit gut zehn Prozent. Sonstige Vertriebsformate wie Verkaufs-Automaten an Bahnhöfen sowie Flugzeug- und Zugcatering kommen auf rund zwei Prozent.

Männer und Frauen essen in einer Kantine.
In Kantinen geht es meistens schnell und die Preise sind relativ niedrig.

„Wenn die Gastronomie genutzt wird, stehen immer häufiger emotionale Motive hinter dem Besuch“, sagt Jochen Pinsker von NPDGroup. Es gehe vor allem um das Erlebnis sowie darum, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, und weniger um die reine Convenience- oder Versorger-Funktion der Gastronomie. Bei der Entscheidung, welcher Betrieb besucht wird, gewönnen die Qualität der Speisen und Getränke sowie der Preis an Bedeutung. Pinsker zufolge hat das die klassische Dreiteilung von Bediengastronomie, Schnellgastronomie und Arbeitsplatzverpflegung verändert. „Es haben sich neue Segmente entwickelt, beispielsweise Bäcker und Metzger, Tankstellen und Supermärkte, wo sich die Verbraucher mit Snacks versorgen.“ Außerdem sei eine zusätzliche Stufe zwischen Schnell- und Bediengastronomie entstanden: „Fast Casual – höhere Qualität und schöneres Ambiente als Quick Service, niedrigere Preise als Full Service, gepaart mit frischen und gesunden Produkten.“

Gesundheit to go

Den Heavy Snackern könnte ein ausgewogeneres Angebot entgegen kommen. „Mit Blick auf die erforderliche Eigenverantwortung und vor dem Hintergrund der deutschen Überalterung steht Essen nicht mehr nur für Genuss, Gemeinschaft und Unterhaltung, sondern muss stärker Gesundheits- und Leistungskriterien genügen“, meint die Hamburger Trendexpertin Birgit Gebhardt. Zu deutlich darf der Gesundheitsaspekt jedoch nicht betont werden, warnt Thomas Ellrott. „Die wichtigsten Motive hinter Essentscheidungen sind noch immer Genuss und Geschmack.“

„Gefragt ist gesunde Ernährung, die schmeckt“, erklärt Helga Riksman, Leiterin der Marktforschung bei Nestlé Schöller. Langsam setze sich die Erkenntnis durch, dass gesunde Ernährung nicht über Nährwert- oder Kalorientabellen führe, sondern über Geschmack, Vielfalt, Qualität und bewussten Genuss – zuhause ebenso wie unterwegs.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG, GettyImages, Sven Jakobsen

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