Heinrich Nestlé-Jubiläumsfeier in Frankfurt

Wie der Pionier mit der Main-Metropole verwurzelt war und noch heute die Arbeit und Werte von Nestlé beeinflusst

Helmut Maucher, Gerhard Berssenbrügge und weitere Männer schneiden die Heinrich Nestlé Geburtstagstorte an. 

Heinrich Nestlé legte in der Schweiz mit der Entwicklung des „Kindermehls“ die Grundlage für das heute größte Lebensmittelunternehmen der Welt. Häufig gerät jedoch in Vergessenheit, dass er seine Wurzeln in Deutschland hat. Anlässlich seines 200. Geburtstags hat Nestlé ihren Gründer in seinem Geburtsort Frankfurt gefeiert.

Streicherklänge durchziehen den Metzler-Saal im Städel Museum. Kraftvoll, energiegeladen und vorgetragen von zwei der talentiertesten Nachwuchskünstler Europas. Die Musiker, die für die festliche Stimmung sorgen, sind Niklas Liepe und Georgy Kovalev von der international renommierten Kronberg Academy. Sie eröffnen die Feier zum 200. Geburtstag von Heinrich Nestlé in Frankfurt. Eine Veranstaltung mit mehr als 100 prominenten Gästen, darunter die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, die den Gründer des größten Lebensmittelherstellers der Welt würdigen. Hinzu kommen rund 1.200 Mitarbeiter mit ihren Familien, die Heinrich Nestlé bei einem Gartenfest  feiern, sowie etwa 3.000 Museumsbesucher, die an diesem sonnigen Tag dank Nestlé bei freiem Eintritt den Weg ins Städel finden.

Verwurzelt in der Region

Nestlé Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge freute sich über die zahlreichen Gäste und betonte: „Das Städel war und ist für uns die erste Wahl, um diesen besonderen Anlass gemeinsam mit der Region zu feiern. Wie kaum ein anderer zentraler Ort in Frankfurt symbolisiert es zugleich Weltoffenheit und Internationalität als auch Bürgersinn und Verwurzelung in der Region.“

Nestlé Deutschland Chef Gerhard Berssenbrügge hält eine Rede im Städel Museum
Rede von Nestlé Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge vor den Gästen im Metzler-Saal.

Eine Verwurzelung, die auch Heinrich Nestlé sein Leben lang spürte. Der Pionier und Erfinder wurde am 10. August 1814 um 15.30 Uhr als elftes von 14 Geschwistern in der Töngesgasse 33 in Frankfurt geboren. Und auch wenn er in die Schweiz auswanderte, bemühte er sich 1860 über einen Anwalt, seine „bürgerrechtlichen Verhältnisse zur freien Stadt Frankfurt zu ordnen“ und beim hohen Senat den Bürgereid „auf Treue und Gehorsam“ zu leisten. Zudem wählte Nestlé im selben Jahr eine Frankfurterin zur Frau – Anna Clementine Therese Ehemant. Sie hatte maßgeblichen Einfluss auf die Arbeit ihres Mannes und somit auch auf die wichtigste Produktentwicklung seines Lebens: das „Kindermehl“, das den Grundstein für das Unternehmen Nestlé bildete.

Werte von gestern ins Heute übertragen

Die Verbindung des Gestern und Heute machte dann auch Nestlé-Ehrenpräsident Dr. Helmut Maucher zum Kernthema seiner Rede. „Heinrich Nestlés Begeisterung für Fortschritt und Innovation leiten uns noch heute. Als Maxime der gemeinsamen Wertschöpfung schreiben die Nestlé-Unternehmensprinzipien ganz in der Tradition unseres Gründers seit jeher klar fest: Wir können als Unternehmen nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn wir einen Mehrwert für das Unternehmen und seine Mitarbeiter wie auch für die Gesellschaft schaffen.“

Seit mehr als 140 Jahren hält der Erfolg des Unternehmens bereits an. Das Ergebnis: „Jedes Frankfurter Kind kennt das Logo von Heinrich Nestlé.“ Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) würdigte in seiner Rede den Gründer und bezeichnete es als „eine Ehre“, dass der Geburtstag in der Heimatstadt gefeiert wird. „Als eines der größten Industrieunternehmen und durch ihr gesellschaftliches Engagement prägt Nestlé die Identität der Stadt.“

Auch Städel-Direktor Max Hollein freute sich, dass Nestlé das Museum als Veranstaltungsort für die Geburtstagsfeier ihres Gründers ausgewählt hatte. „Es ist ein besonderer Sonntag im Städel, den wir sehr gerne mit Nestlé feiern.“ Durch den freien Eintritt, von dem alle Besucher des Städels am Sonntag dank Nestlé profitierten, kamen überdurchschnittlich viele Interessierte ins Museum, das unter dem von Nestlé ausgegebenen Motto „Good Art. Good Food. Good Life.“ zum Verweilen einlud.

Der inoffizielle Höhepunkt

Im Anschluss an die Reden sorgte das Nestlé Schöller-Team für ein besonderes Highlight. Zu Ehren Heinrich Nestlés hatten die Eisexperten eine Geburtstagstorte der Superlative kreiert: dreistöckig, bestehend aus Eisspezialitäten, reichhaltig verziert und mit dem Konterfei des Jubilars auf ihrer Spitze. Gerhard Berssenbrügge präsentierte feierlich die Eistorte und schnitt sie gemeinsam mit Dr. Helmut Maucher, Peter Feldmann und Max Hollein an.

Nestlé Im Nest steht eine Dose von Heinrich Nestlés Kindermehl.
Besonderes Ausstellungsstück: Im „Nest“ steht eine Originaldose von Heinrich Nestlés „Kindermehl“.

Nach dem Festakt und dem kleinen Gaumenschmaus konnten sich die Besucher die Sammlung des Städels ansehen oder an Führungen zum Thema „Frankfurter Geschichte“, „Von der Schokoladenseite“ und „Obst und Gemüse im Stilleben“ teilnehmen. Darüber hinaus stand den Ehrengästen das „Nest“ offen – eine aufwändig gestaltete exklusive Ausstellung mit Fotos und Erläuterungen zu den wichtigsten Ereignissen und Stationen im Leben von Heinrich Nestlé sowie einem ganz besonderen Exponat: eine Originaldose von Heinrich Nestlés berühmten „Kindermehl“ aus dem 19. Jahrhundert.

Picknick für Mitarbeiter

Bei sonnigem Wetter und fröhlicher Stimmung feierten Nestlé-Mitarbeiter und ihre Familien aus der Zentrale, dem Nestlé-Werk Mainz, erlenbacher aus Groß-Gerau und weiteren Standorten das Jubiläum des Gründers mit einem ausgiebigen Picknick im Garten des Museums. Dafür gab es eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken von Maggi, Herta, erlenbacher, Nestlé Professional, Wagner, Nestlé Nutrition und Schöller. Neben den angebotenen Themenführungen rundeten verschiedene Kreativworkshops für Kinder und eine Fotoaktion, bei der sich Mitarbeiter vor historischen Motiven, zum Beispiel Heinrich Nestlés Fabrik in Vevey, fotografieren lassen konnten, das Rahmenprogramm ab.

Nestlé Mitarbeiter feiern im Garten des Städel Museums den 200. Geburtstag von Heinrich Nestlé
Nestlé-Mitarbeiter feiern im Garten des Städel Museums den 200. Geburtstag von Heinrich Nestlé.

„Es ist super, dass man hier gemütlich in einem tollen Garten zusammensitzen kann und es auch so viele kreative Angebote für Kinder gibt“, freute sich Vertriebsmitarbeiterin Simone Rezendes, die mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern ins Städel gekommen war. Helge Köhlbrandt aus der Frankfurter Zentrale lobte zudem die Führungen: „Interessant aufbereitet und von echten Experten spannend erläutert – so macht Kunst Spaß!“

Mit Aktionen wie diesen will Nestlé es auch weiterhin schaffen, die Werte Heinrich Nestlés vom Gestern ins Heute zu übertragen. So veranstaltet das Unternehmen noch im Herbst eine Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Gründerpersönlichkeiten für den Unternehmenserfolg, schreibt einen Wissenschaftspreis aus, der mit drei Mal 10.000 Euro dotiert ist, und errichtet zwei neue Gebäude auf seinem Campus in Frankfurt mit Kindertagesstätte, Fitnessstudio und öffentlichem Shop.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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