Eine bunte, runde Sache

50 Jahre Smarties Produktion in Deutschland: ein Einblick

Smarties laufen über das Fließband 

Sie schmecken, regen die Kreativität an und bieten großen Spielspaß: Smarties Schokolinsen. Zum 50. Jubiläum der Produktion im Chocoladen-Werk Hamburg gewährt Nestlé Einblicke in die Herstellung und zeigt, was sich verändert hat.

Generationen sind mit der Melodie zu „Viele viele bunte Smarties!“ heute noch genauso vertraut wie vor Jahrzehnten. Die kleinen bunten Schokolinsen kennt jedes Kind – und jeder Erwachsene. Nun feiert die Produktion in Deutschland ihr 50. Jubiläum, denn am 18. Mai 1965 fiel im Hamburger Stadtteil Wandsbek der Startschuss. Seit diesem historischen Datum ist die Herstellung im Nestlé Chocoladen-Werk stetig gestiegen: Aktuell sind es 80 Tonnen pro Tag – im Jahr ergibt das rund 16 Milliarden Schokolinsen. Natürlich sind diese nicht alle nur für den deutschen Markt bestimmt: Nestlé exportiert das beliebte Naschwerk auch in Nachbarländer wie Frankreich, die Niederlande oder Italien.

Eine historische Anzeige von Smarties
Eine historische Smarties Anzeige.

„In der Smarties Abteilung arbeiten 150 Personen“, erzählt Jens Kassel, Leiter der Produktion im Hamburger Werk. „800 sind es im gesamten Werk, denn hier entstehen auch andere Produkte wie KitKat, Choco Crossies oder After Eight“. Smarties gibt es in verschiedenen Größen: in der Riesenrolle, in der Hexagon-Rolle und als Mini im Beutel. Die Farbpalette ist über die Jahre gleich geblieben: In den Verpackungen finden sich rote, grüne, gelbe, blaue, violette, pinke, braune und orange Linsen.

Nachhaltig und frei von künstlichen Stoffen

Verändert hat sich jedoch die Rezeptur. So enthalten Smarties keine künstlichen Farb- und Aromastoffe. Bereits seit 2007 werden die Schokolinsen ausschließlich mit Lebensmitteln (Frucht- und Pflanzenkonzentraten) wie etwa Hibiskus, Zitrone und schwarzer Karotte und mit dem Spirulina-Konzentrat gefärbt, das aus einer Alge gewonnen wird. „Die beliebten Farben aus diesen natürlichen Rohstoffen zu erzeugen, war eine echte Innovation“, sagt Produktionsleiter Jens Kassel. „Im Übrigen heißt auch bei uns der Trend ‚zurück zur Natur‘: Wir verwenden ausschließlich Lecithin aus Sonnenblumen. In den letzten Jahren hat sich der Schoko-Kern um 60 Prozent vergrößert.“

Seit 2013 stammt die verwendete Schokolade aus nachhaltigem Anbau im Rahmen des Cocoa Plans. Dadurch stellt das Unternehmen eine gleichbleibend hohe Produktqualität für Smarties und die anderen Schokoladenprodukte sicher. „Wir haben uns der Zeit angepasst. Da Smarties gerne von Kindern gegessen werden, sind die Anforderung hinsichtlich natürlicher Inhaltsstoffe in den letzten Jahren enorm gestiegen“, erläutert der Produktionsleiter.

Die Produktion der bunten Schokolinsen ist hochkomplex: Das Chocoladen-Werk bekommt von seinen Lieferanten geröstete und zermahlene Kakaobohnen. Anschließend fügen die Experten Milchpulver und Zucker dazu, die Masse wird fein zerrieben und schonend erwärmt. „Nach diesem Arbeitsschritt fließt die Schokolade zwischen zwei gegeneinander laufenden, eisgekühlten Prägewalzen hindurch. Dadurch erstarrt sie und die typische Smarties Form entsteht“, so Kassel.

  • Am Anfang stand eine Bohne. Denn als Henry Isaac Rowntree vor 78 Jahren in Großbritannien die Schokolinsen erfand, taufte er sie zunächst „Chocolate Beans“. 1938 wurden dann aus den Schokoladenbohnen die bis heute legendären Smarties, die bereits 1962 ihren Weg nach Deutschlandfanden. Am 18. Mai 1965 fiel der Startschuss für die deutsche Produktion – seitdem werden die beliebten Schokolinsen im Hamburger Chocoladen-Werk hergestellt. Der britische Hersteller Rowntree's wurde 1988 von Nestlé aufgekauft, die deutsche Rowntree MackIntosh GmbH mit ihrem Werk in Hamburg-Wandsbek ein Jahr später. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Produkt als „Nestlé Smarties“ vertrieben.

     

Anschließend werden die Linsen in acht Trommeln verteilt. Feine Düsen überziehen sie mit flüssiger Zuckerlösung, Stärke und Mehl. Dadurch entsteht eine weiße Hülle, die in jeder Trommel mit einer der natürlich hergestellten Farben besprüht wird. „Eine Mischung von Bienen- und Carnaubawachs sorgt für schönen Glanz, bevor zum Schluss wieder alle acht verschiedenfarbigen Schokolinsen durcheinander gemischt werden“, erläutert der Produktionschef.

Riesige Produktionskapazitäten, großes Know-how

Der Schokoladenkern der Smarties Linsen hat sich um 60 Prozent vergrößert
Die Smarties Schokolinsen vor dem Besprühen mit natürlicher Lebensmittelfarbe.

„All dies erfordert gut ausgebildete Mitarbeiter“, sagt Jens Kassel. Sechs Tage pro Woche wird produziert, ein riesiger Maschinenpark läuft ständig auf Hochtouren. Auch die Dragier-Anlagen, in denen die kleinen Schokolinsen ihren farblichen Feinschliff erhalten, sind in der Größe beeindruckend. „Die Einhaltung hoher Sicherheits-, Hygiene- und Qualitätsstandards spielt hierbei eine entscheidende Rolle.“ Produktionsleiter Jens Kassel ist stolz, diese hohen Standards erreicht zu haben: „Jeden Morgen um 8.15 Uhr findet der Qualitäts-Check statt. Dann testet eine große Runde von Mitarbeitern, ob die Schokolinsen genauso schmecken, wie sie sollten und ob unsere Smarties die genau richtige Farbe haben.“ Nur dann verlassen sie das Werk in Hamburg, um Kindern und Erwachsenen den Alltag zu versüßen – und das seit 50 Jahren.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Mann sortiert Kakaobohnen

Mehrwert im Kakaoanbau

Als einer der weltweit größten Einkäufer von Kakao will Nestlé gewährleisten, dass Rohstoffe nachhaltig produziert werden und die Lebensgrundlage der Bauern verbessern.

Pedro erreicht Hamburg

Pedros erster Tagebucheintrag

Im Zuge der Youth Employment Initiative hat Pedro ein Praktikum beim Nestlé Chocoladenwerk in Hamburg begonnen. In seinem ersten Tagebucheintrag erzählt er von seinem Bewerbungsverfahren, seinem Umzug von Portugal nach Deutschland und seinen ersten Tagen bei Nestlé. Erfahren Sie mehr über Pedros persönliches Abenteuer.

Zwei Afrikaner ernten Kakao.

Einsatz für mehr Lebensqualität

Mehr Qualität, mehr Ertrag, bessere Lebensbedingungen: Nestlé engagiert sich für Kakaobauern in Elfenbeinküste und den Kampf gegen Kinderarbeit.

Lisa Giesbrecht ist Nestlés Kakaobotschafterin für Süßwaren.

Engagement im Kakaoanbau

Von KitKat über Smarties bis zu After Eight – Lisa Giesbrecht wacht darüber, dass die ambitionierten Ziele des Cocoa Plans bei Nestlé Süßwaren eingehalten werden. Als Qualitäts-Champion liegen ihr die sozialen Bedingungen im Kakaoanbau besonders am Herzen.