So feiert Nestlé ihren Gründer

Zum 200. Jubiläum ist Heinrich Nestlé in seinem Geburtsort präsenter denn je

Gerhard Berssenbrügge und Peter Hadasch zeigen den Nestlé Campus

2014 wäre der Unternehmensgründer Heinrich Nestlé 200 Jahre alt geworden. Dazu plant Nestlé Deutschland im Jubiläumsjahr vor allem in seiner Geburtsstadt Frankfurt einiges: Im Städel Museum wird gefeiert, aber auch an der Goethe Universität und mit der Erweiterung des Nestlé-Campus‘ würdigt der Lebensmittelkonzern seinen Gründer.

Ein rundes Jubiläum feiert man im besten Fall mit vielen Menschen am Geburtstort. Kein Wunder also, dass die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Heinrich Nestlé (1848 – 1890) in Frankfurt stattfinden. Hier wurde der Firmengründer am 10. August 1814 geboren, um später in die Schweiz auszuwandern und den Grundstein für den heute größten Lebensmittelkonzern der Welt zu legen.

Qualität und innovatives Denken als DNA

Video zur Multi-Marken-Kampagne

Auch  Nestlé Deutschland hat ihren Hauptsitz in Frankfurt. An verschiedenen Orten in der Mainmetropole plant das Unternehmen seinen Gründer zum Geburtstag zu würdigen. Dabei ist Heinrich Nestlé im Jubiläumsjahr bereits präsenter denn je. Denn ob im Fernsehen, in Zeitungen oder im Internet, mit nostalgischen Schwarzweißaufnahmen erweckt eine Multi-Marken-Kampagne seit Anfang Mai den Unternehmer und Pionier „zum Leben“. „Wir sind stolz, dass Heinrich Nestlé ein geborener Frankfurter ist“, freut sich Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG. „Seine Werte und seine Haltung leiten uns noch heute: Leidenschaftlicher Unternehmer- und Erfindergeist mit höchstem Qualitätsanspruch zum Wohle der Menschen sind unsere DNA.“

Wie der Firmengründer mit seinem Kindermehl den Grundstein für das heute führende Unternehmen für Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden legte, erläutert Albert Pfiffner, Leiter des Historischen Archivs von Nestlé in Vevey: „Heinrich Nestlé war eine neugierige und sympathischen Person, die sich immer um das Wohlbefinden seiner Mitmenschen sorgte.“ Sein Pioniergeist habe ihn schon früh geleitet, etwa bei der Entwicklung und Herstellung von Mineralwasser, Likör, Essig, Dünger, Flüssiggas oder Portlandzement. Den Durchbruch erzielte er im Alter von 52 Jahren mit seiner Ersatznahrung für Säuglinge, dem „Nestlé Kindermehl“. „Damit gelang es Heinrich Nestlé Mitte des 19. Jahrhunderts die Kindersterblichkeit weltweit maßgeblich zu senken“, berichtet Pfiffner.

Museum, Expertenrunde und Wissenschaftspreis

Albert Pfiffner zeigt eine Dose Nestlé KindermehlDas  Thema Ernährung – über das Säuglingsalter hinaus - wird auch Inhalt der Führungen sein, zu denen Nestlé an einer „Geburtstagsfeier“ einlädt. Dieses Fest feiert das Unternehmen im renommierten Städel Kunstmuseum, auch wenn Heinrich Nestlé längst noch kein Fall fürs Museum ist. Doch die deutsche Tochter des weltweit agierenden Nestlé Konzerns hätte keinen besseren Ort finden können, schließlich verbindet dieser die Geburtsstadt, die Historie, aber auch den Anspruch, zu informieren und aufzuklären. Nestlé lädt am 24. August alle Frankfurter und Interessierten ein, neben historischen Exponaten aus der Schaffenszeit Heinrich Nestlés auch themenspezifische Führungen zu besuchen. Das alles zu freiem Eintritt den ganzen Tag lang.

Mitte Oktober veranstaltet Nestlé für rund 400 Fachbesucher ein wissenschaftliches Kolloquium zur Bedeutung von Gründerpersönlichkeiten für den Unternehmenserfolg. Das Ökonomieforum an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt bietet dafür den Rahmen.

Die Einführung eines Heinrich-Nestlé-Wissenschaftspreiseshttp://infothek.thieme.de/thieme-heinrich-nestle-wissenschaftspreis/ passt ins Jubiläumsjahr. Sind doch Forschung und Entwicklung bereits seit der Zeit von Heinrich Nestlé eine wichtige Grundlage für die Lebensmittelindustrie. Um die Expertise auf diesem Gebiet voranzubringen, forscht Nestlé nicht nur im eigenen Netzwerk, sondern möchte auch externe Arbeiten fördern. „Der mit dreimal 10.000 Euro dotierte Preis soll besondere Leistungen in Forschung und Praxis der Säuglingsernährung würdigen“, erläutert Berssenbrügge. 

  • 330.000 Mitarbeiter arbeiten aktuell weltweit für Nestlé, knapp 13.000 davon an 25 Standorten im fünftgrößten Ländermarkt Deutschland. Am Hauptsitz Frankfurt arbeiten derzeit 1.700 Menschen.

Neue Gebäude auf dem Nestlé-Campus

Auch  der Standort der Deutschlandzentrale in Frankfurt profitiert vom Jubiläum. Denn in Niederrad entstehen derzeit auf dem Nestlé-Campus zwei neue Gebäude, die Anfang 2015 eingeweiht werden. Sowohl für Mitarbeiter als auch für Gäste und Nestlé-Fans wird es mehrere Angebote geben. Unter anderem eine Kindertagesstätte mit 50 Plätzen, ein Fitnessstudio und ein Shop mit Produkten der Nestlé-Familie als auch ein Tagungs- sowie Kompetenzzentrum. „Wir möchten mit unseren Nachbarn sowie Interessierten ins Gespräch kommen und uns noch mehr für unsere Umgebung öffnen“, begründet Personalvorstand Peter Hadasch die Entscheidung für die Neubauten. Mit der digitalen Social Commerce Plattform, dem Nestlé Marktplatz, ist das im Internet längst gelungen. Nun wird es also bald auch einen physischen Marktplatz zwischen Nestlé Zentrale und den Nachbargebäuden geben. „Wir wünschen uns einen lebendigen Campus und sind offen für unsere Umgebung“, hält Hadasch fest und ergänzt schmunzelnd: „Unsere Herkunft soll sich nicht nur im schweizer Granitboden  wiederfinden.“

Weitere Informationen:

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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