Gesundheitsprobleme früh erkennen: Nestlé-Wissenschaftler helfen bei der Identifizierung von Biomarkern bei Fettleibigkeit

Alle Presseinformationen23. Okt. 2013

Nestlé Deutschland AG,
Innovation und Wissenschaft

Eine neue Studie gibt Grund zur Annahme, dass Menschen mit viszeraler Adipositas einzigartige Biomarker in sich tragen. Diese könnten möglicherweise eines Tages dazu dienen, Personen frühzeitig zu erkennen, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Probleme durch Fettleibigkeit bekommen könnten.

Wissenschaftler des Nestlé Research Center in der Schweiz untersuchten eine Gruppe von Frauen mit viszeraler Adipositas, einer Krankheit, bei der sich überschüssiges Fett an den inneren Organen ablagert. Sie entdeckten, dass alle Frauen über eine bestimmte „metabolische Signatur“ der Lipide und Aminosäuren verfügen und außerdem spezifische Veränderungen in der mikrobiellen Produktion des Darms aufweisen. 

Die Erkenntnisse, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0073445 veröffentlicht wurden, sind Teil einer andauernden wissenschaftlichen Zusammenarbeit von Nestlé und General Electric http://ge.geglobalresearch.com/. Dabei sollen effiziente und kostengünstige Methoden zur Untersuchung und Überwachung der Körperzusammensetzung erarbeitet werden.

Höheres Risiko

„Menschen mit viszeraler Adipositas tragen ein höheres Risiko in sich, bestimmte zusammenhängende Krankheitsbilder zu entwickeln“, sagte François-Pierre Martin, führender Wissenschaftler der Nestlé-Studie. 

„Das schnelle und minimal-invasive Auffinden von eindeutigen Biomarkern zur Untersuchung von Personen mit viszeraler Adipositas könnte helfen, die Effektivität von unterschiedlichen Therapien zu überwachen“, fügte er hinzu. 

„Zukünftig könnte es einen effizienten und leicht zugänglichen Weg geben, die durch Fettleibigkeit bedingten Probleme wie Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen zu behandeln.“

Bildgebungsverfahren

In der Studie überwachten Wissenschaftler an der Ambulanzklinik für Adipositas des Universitätsklinikums Lausanne http://www.chuv.ch/ (Schweiz) 40 fettleibige, aber ansonsten gesunde Frauen über einen Zeitraum von zwei Wochen. 

Sie maßen die Körperzusammensetzung und Verteilung der Fettgewebe der Frauen mithilfe moderner Verfahren wie der Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) und Computertomografie (CT) unter Verwendung von Technologie von General Electric. 

Außerdem untersuchten sie regelmäßig Blut- und Urinproben, um die Metabolismen der Frauen zu überwachen.

Weitreichendere Forschung

Die Studie ist Teil eines weitaus größeren Forschungsprogramms von Nestlé zum menschlichen Metabolismus sowie der Fettleibigkeit und damit verbundenen gesundheitlichen Problemen. 

Die wissenschaftliche Arbeit des Unternehmens in diesen Bereichen beinhaltet Studien zur Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Proteinquellen auf den Energiestoffwechsel, die Sättigung, die Blutzuckerkontrolle und die komplexen Signale vom Darm zum Gehirn sowie der Verbesserung der Blutzuckerkontrolle für Typ-2-Diabetes und der Auswirkung des Kauens auf die Sättigung.

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Alexander Antonoff
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