Zurück zur Liste 04. Feb 2017

Wie Nestlé das Klima schützt

Wie schützt Nestlé das Klima? Schauen wir uns ganz konkret drei Projekte in der Schweiz an, dem Land, in dem Nestlé seinen Sitz hat: Die größte landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz bei den Abfüllanlagen von Henniez, die Plus-Energie-Fabrik der Mineralwasserquelle Cristalp in Saxon sowie die neue Biogasanlage bei Konolfingen.

Biogasanlage in Konolfingen

 
Wie können Produktionsrückstände sinnvoll genutzt werden? Beim Nestlé-Werk im schweizerischen Konolfingen wird diese Frage derzeit mit einer Biogasanlage beantwortet: Abfall, der im Werk entsteht, wird in dieser Biogasanlage zu Wärme – anstatt mit Lastkraftwagen aufwändig zur nächsten Deponie gefahren zu werden. Statt CO2 zu produzieren, wird CO2 gesenkt. Denn die Wärme, die die Biogasanlage erzeugt, wird in der Fabrik als Prozesswärme verwendet und ersetzt fossiles Erdgas. Nestlé rechnet mit einer Energiemenge von zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr, dem Bedarf von 200 Haushalten.

Doch das ist nicht alles: Die Biogasanlage erzeugt durch eine neuartige Prozessführung ein Fünftel mehr Energie als herkömmliche Anlagen, und durch die Nutzung des Biogases vor Ort steigt der Wirkungsgrad noch einmal. «Wir erwarten einen reduzierten CO2-Ausstoß von 400 Tonnen pro Jahr, was dem Durchschnitt von 180 Autos entspricht», sagt Guido Sutter, Chefingenieur von Nestlé Suisse. «Damit machen wir einen weiteren Schritt in Richtung unserer Vision einer Reduktion der CO2-Emissionen um fünfzig Prozent.»

Biogasanlage bei Henniez

 
Nestlé nutzt im Ort Treize-Cantons (Kanton Waadt) die größte landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz – unmittelbar bei den Abfüllanlagen von Henniez. Jährlich kommen 23.000 Tonnen Dünger aus knapp dreißig Bauernhöfen der Umgebung zusammen, die dort zu Biogas veredelt werden. Bei der Produktion von Nespresso und Nescafé entstehen weitere 3.800 Tonnen organische Abfälle, die ebenfalls zu Biogas werden. Ein Blockheizkraftwerk wandelt das Gas dann umweltfreundlich in Strom und Wärme um: Aus Gülle und Mist sowie den Abfällen aus der Kaffeeproduktion entstehen so vier Millionen Kilowattstunden Strom und 4,5 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr. Einen Teil dieser Wärme nutzt Nestlé in ihren Abfüllanlagen; der Anteil erneuerbarer Wärmeenergie im Werk steigt so auf über vierzig Prozent. Insgesamt erspart die Biogasanlage unserer Atmosphäre 1.750 Tonnen CO2 jährlich.

Aber das ist noch nicht alles: Die Anlage produziert zudem hochwertigen geruchlosen Bio-Dünger, den die Landwirte abnehmen.

Plus-Energie-Standort

 
Quellwasser ist nicht immer kalt, wenn es gefördert wird. Das Wasser der Quelle im schweizerischen Saxon beispielsweise ist 25 Grad Celsius warm. Warum diese "frei Haus" gelieferte Energie nicht nutzen? Das passiert hier: Über ein Wärmepumpensystem wird dem Quellwasser Wärme entzogen und diese Energie für die Produktion des Mineralwassers der Marke Cristalp verwendet: eine buchstäblich zu einhundert Prozent erneuerbare "Energiequelle". Zudem sorgt eine Pellet-Heizanlage für weitere nachhaltig erzeugte Wärme. Mehrere Gebäude der Gemeinde, die Abfüllanlage für Cristalp sowie ein Hotel und ein Pflegeheim werden damit über ein Fernwärmenetz beheizt: 130 Tonnen Kohlenstoffdioxid spart dies pro Jahr ein. Und der Strom kommt vollständig aus Wasserkraft, was weitere 25 Tonnen Klimagas obsolet macht. Insgesamt spart das Werk 155 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich ein.

Aber auch das ist nicht alles: Auf 7.600 Quadratmetern erzeugen Solarpaneele auf dem Dach des Werks Jahr für Jahr 1,15 Millionen Kilowattstunden Energie - der Strombedarf von rund dreihundert Haushalten. Saxon ist damit ein Plus-Energie-Standort: Das Werk produziert mehr Energie aus erneuerbaren Quellen, als es selber verbraucht.