Zurück zur Liste 19. Apr 2017

Fakt oder Fake: Stimmt es, dass Kaffeekapseln nicht recycelbar sind?

Kaffekapsel-Herstellung

„Riesige Müllberge durch Nespresso & Co.“ – das beschwören Kritiker. Dabei können Kaffeekapseln von Nestlé sehr gut recycelt werden – die befürchteten Müllberge gibt es in der Wirklichkeit nicht. Da die Kapseln von Nestlé gut recyclingfähig und beim Dualen System lizenziert sind, gehören sie in den Gelben Sack.

Kaffeekapseln sind praktisch, halten den Kaffee frisch, sorgen für eine perfekte Zubereitung und sind daher bei vielen Verbrauchern beliebt. Die Kapseln von Nestlé sind so gestaltet, dass das verwendete Material wiederverwertet werden kann. Daher sollten die Getränkekapseln nicht einfach in den Restmüll geworfen werden, sondern in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne.

Gerade die Nespresso-Kaffeekapseln aus Aluminium sind hervorragend recyclingfähig – dies bestätigt auch eine Studie von des Instituts Cyclos, das für die Dualen Systeme die Recyclingfähigkeit von Verpackungen bewertet. Das Aluminium kann nahezu verlustfrei und auch mehrfach wiederverwertet werden. Auch die Kapseln von Nescafé Dolce Gusto und Special.T. sind gut recycelbar – denn dies wurde bereits bei der Entwicklung der Systeme mit bedacht.

Verwirrung bei der gesetzlichen Regelung


Was bei vielen Verbrauchern für einige Verwirrung gesorgt hat, ist die gesetzliche Regelung zum Thema. Diese ist unter ökologischen Gesichtspunkten schwer nachvollziehbar. Der Begriff „Verpackung“ ist in der Verpackungsverordnung definiert. Kapseln, die noch Reste von Kaffeesatz enthalten, gehören seit 2015 formal nicht mehr dazu – trotz ihrer Recyclingfähigkeit. Daher sind sie auch nicht durch die verpflichtende Entsorgung über das Duale System erfasst. Anders sieht es bei restentleerten Kapseln aus: Diese gelten als Verpackung, die Entsorgung per Gelbem Sack ist Pflicht.

Zusätzlich für Verwirrung sorgen Kapseln aus so genanntem Bio-Kunststoff (der aus Pflanzen wie Zuckerrohr oder Mais hergestellt wird) oder aus „biologisch abbaubaren“ Kunststoff (der aus Mineralöl hergestellt wird und, so die Theorie, in Kompostierungsanlagen abgebaut werden soll). Bei beiden Alternativen gibt es aber auch Fragezeichen: Ob sie ökologisch besser sind, ist strittig.

Was Anbieter von Kapselsystemen tun können: Sie können sie so gestalten, dass das Material gut recycelt werden kann. Und mit Genehmigung der zuständigen Behörden können sie ihre Kapseln freiwillig bei einem der Anbieter des Dualen Systems lizenzieren lassen. Dies hat Nestlé gemacht, da die Verwertung über die Dualen Systeme die umweltschonendste Lösung ist.

Weitere Infos zum Thema: