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Nestlé Deutschland AG, 17. Dez. 2012

Stellungnahme zum Film "Schmutzige Schokolade II"

Am Montag, den 17. Dezember um 22:45 Uhr strahlt die ARD die Fortsetzung des Dokumentarfilms ”Schmutzige Schokolade” aus. Der dänische Journalist Miki Mistrati überprüft darin die Ergebnisse des bisherigen Engagements der Schokoladenbranche gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau in Westafrika. Er zeigt, dass Kinderarbeit weiter eine Realität im Kakaoanbau ist und Zertifizierung keine Garantie für die zuverlässige Einhaltung von Sozialstandards bietet.

Kinderarbeit hat in Nestlés Versorgungskette keinen Platz. Wir sind fest entschlossen, diese Praxis aus der Lieferkette für Kakao zu entfernen. Dies entspricht auch unseren Verpflichtungen in den Nestlé Unternehmensgrundsätzen und im Nestlé Lieferantenkodex. Wir befürworten einen offenen Dialog über unsere Massnahmen gegen Kinderarbeit in der Kakao Lieferkette, deshalb hat José Lopez, Generaldirektor Operations der Nestlé Gruppe, Miki Mistrati ein umfangreiches Interview für „Schmutzige Schokolade II“ gegeben. Leider gelingt es dem Film weder die komplexe Realität des Kakaoanbaus noch die erreichten Fortschritte angemessen darzustellen.

Nestlé ist als erstes Lebensmittelunternehmen eine Zusammenarbeit mit der Fair Labor Association (FLA) eingegangen. Die FLA hat in unserem Auftrag die Anbaubedingungen in der Elfenbeinküste eingehend untersucht und im Juni 2012 einen Bericht mit Empfehlungen vorgelegt. Auf dieser Grundlage haben wir einen Aktionsplan entwickelt und veröffentlicht. Auch über die Fortschritte werden wir jährlich berichten.

Wir konzentrieren unsere Anstrengungen auf Bereiche, auf die wir direkt Einfluss nehmen können. Zu den wichtigsten konkreten Maßnahmen gehört die Einführung solider und umfassender Mechanismen zur Erhöhung der Transparenz innerhalb der Versorgungskette. Dazu gehören Monitoring und Behebung der Probleme rund um das Thema Kinderarbeit, die Verbreitung unseres Lieferantenkodexes, insbesondere auch unter Kakaobauern, und die Erweiterung des Nestlé Cocoa Plans. Diese Systeme befinden sich zur Zeit in der Pilotphase und werden bis 2016 in allen Partnerkooperativen implementiert. Der Prozess wird durch die FLA evaluiert und begleitet.

Um effektive und nachhaltige Lösungen voranzutreiben, müssen sich alle Akteure beteiligen, von der Industrie über Regierungen und NGOs bis zur Zivilgesellschaft, sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. In diesem Sinne haben wir im November 2012 in Abidjan, Elfenbeinküste die Erklärung der ICCO World Cocoa Conference unterzeichnet und eine Versammlung zu unserem FLA Aktionsplan abgehalten.  

Nestlé Cocoa Plan

Unser Ziel ist es, langfristig eine transparente, nachhaltige und verantwortungsvolle Lieferkette für qualitativ hochwertigen Kakao sicherzustellen. Der Nestlé Cocoa Plan bündelt seit Oktober 2009 unsere Maßnahmen und bindet unsere Partner der verschiedenen Zertifizierungsorganisationen, die World Cocoa Foundation (WCF), die International Cocoa Initiative (ICI) sowie die Fair Labor Association (FLA) ein.

Das Programm soll zur Bewältigung der zentralen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Probleme in den Nestlé Kooperativen beitragen. Die wichtigsten Maßnahmen sind der Aufbau transparenter Lieferketten, die Schulung der Kakaoproduzenten – einschließlich Sensibilisierung hinsichtlich Kinderarbeit –, die kostenlose Bereitstellung leistungsfähiger Pflanzen für höhere Erträge sowie Qualitätsprämien für die Partnerkooperativen. Wir investieren in die Wasserversorgung, Sanitäranlagen und Schulen.

Mit dem Cocoa Plan befinden wir uns auf einem Weg, den wir konsequent weiter gehen werden. Mittlerweile sind 35 Kooperativen unmittelbar in den Cocoa Plan eingebunden und profitieren von unseren Unterstützungsmaßnahmen. Erste Erfolge zeigen sich auch in der steigenden Menge an zertifiziertem Kakao. Unser erstes, umsatzstärkstes Produkt in der Kategorie Süßwaren, den Kit Kat Riegel, produzieren wir bereits vollständig mit Kakao aus dem Cocoa Plan. Seit dem Start des Cocoa Plan haben wir mit unseren Partnern bereits zehn Schulen und achtzehn Wasserprojekte in den Dorfgemeinschaften finanziert.

Aktuelle Informationen über den Sachstand beim Cocoa Plan finden Sie hier: http://www.nestle.de/Gemeinsame-Wertschoepfung/Rohstoffe/Cocoa-Plan/Pages/default.aspx

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Achim Drewes
achim.drewes@de.nestle.com

 
 

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