Zellstoff aus verantwortungsvollem Anbau

Transparenz fängt schon bei der Herstellung von Verpackungen an

Sie muss nicht nur gut aussehen, sondern auch zahlreiche Funktionen erfüllen – die Verpackung. Wie anspruchsvoll ihre Herstellung ist, ist jedoch eher unbekannt. Dabei stellt Nestlé höchste Ansprüche bezüglich Herkunft der Rohstoffe, Anbaumethoden sowie Recycling-Fähigkeit an sich und ihre Lieferanten.

Wenn Verpackungen im Müll landen, denken viele Menschen gar nicht darüber nach, dass sie eigentlich einen Rohstoff wegwerfen. Denn egal ob Choco-Crossies-Schachtel, Caro-Landkaffee-Dose oder Senf-Tube – den meisten kommt es nur auf das Innere an. Doch nicht nur die enthaltenen Lebensmittel, sondern auch die Verpackungen unterliegen aufwändigen Herstellungsprozessen: Sie müssen nämlich nicht nur das Produkt optimal schützen, portionieren und frisch halten – auch ihre Anfertigung soll so umweltschonend wie möglich von statten gehen.

Die Maxime lautet: Kein Raubbau an der Natur

Die Grundlage der meisten Verpackungen ist der nachwachsende Rohstoff Holz – er bildet gemeinsam mit Zellstoff die Basis der Papiergewinnung. Seit über vier Jahren verfolgt Nestlé Deutschland die Herkunft der verwendeten Rohstoffe zurück bis zum Ursprung. Kein geringer Aufwand, denn pro Jahr benötigt Nestlé global rund 1,6 Millionen Tonnen Papier und Zellstoff. „Für uns steht im Vordergrund, dass für unsere Zwecke kein Raubbau an der Natur betrieben wird“, sagt Martina Janssen, Supply Chain Sustainability Specialist bei Nestlé Deutschland. „Wir wissen, wo etwas herkommt.“

Das bedeutet: Die Einkäufer bei Nestlé stehen in engem Kontakt mit Herstellern, Lieferanten und Papiermühlen. Unabhängige Nichtregierungsorganisationen sorgen für weitere Transparenz in der Lieferkette. Der „The Forest Trust“ (TFT) etwa ist so ein Partner, der die Einhaltung der Konzernvorgaben für Wälder und Mühlen überprüft: Gemeinsam mit ihm hat Nestlé so genannte Responsible Sourcing Guidelines formuliert – eine Richtlinie zur verantwortungsvollen Beschaffung welche Mindestanforderungen definiert. Die Übereinstimmung mit den Responsible Sourcing Guidelines und dem Nestlé Lieferantenkodex (PDF, 1,5 MB) wird durch die Überprüfung der Lieferanten durch den TFT gewährleistet. „Wir identifizieren systematisch Firmen, die eine risikoreiche Bewirtschaftung betreiben oder mit Waldabholzung in Verbindung gebracht werden, und schließen sie auch notfalls aus unserem Lieferantenkreis aus“, erklärt Janssen.

Europa ist Hauptquelle für Papier und Zellstoff

Je nach Herkunftsland gibt es höhere oder geringere Risikostufen. Papier und Zellstoff für die Verpackungen der Nestlé Deutschland kommen vorrangig aus Europa, insbesondere aus Österreich, den skandinavischen Ländern und Russland. Nur ein kleiner Prozentsatz stammt aus Lateinamerika. Doch die Herkunft einer fertigen Verpackung lässt sich kaum nur einem Land zuordnen – es sind oft Rohstoffe aus mehreren Ländern darin vereint. Das gilt übrigens nicht nur für das Papier, sondern auch für den enthaltenen Zellstoff: „Darin können zehn verschiedene Komponenten aus fünf Ländern enthalten sein“, erläutert Beschaffungs-Expertin Janssen.

Darüber hinaus verarbeitet Nestlé auch recyclierte Fasern aus Zeitungen, Magazinen und Verpackungen. So entstehen beispielsweise die Verpackungen der Wagner-Pizzen komplett aus Recyclingmaterial. Der Energie- und Wasseraufwand bei der Produktion von Recyclingpapier ist in der Regel geringer als bei der Herstellung von Papier aus Primärfasern.

Bei der Konzeption und Entwicklung von Verpackungen steht für Nestlé auch der Recycling-Gedanke im Vordergrund: 88 Prozent der Produkthüllen sind effektiv für ein werkstoffliches Recycling geeignet. Im vergangenen Jahr wurden 131 Tonnen Papier und Karton durch eine gezielte Überarbeitung von Verpackungen eingespart.

Verpackungen sind durchaus kleine Wunderwerke der Technik: Die eingangs erwähnte Choco-Crossies-Schachtel etwa wird als platte Faltschachtel im Nestlé-Werk angeliefert und dort „in Form“ gebracht. Oder der Caro-Kaffee: Die so genannte Wickelrumpfdose besteht aus einem in Dosenform gedrehten Karton, der auf der Innenseite mit schützender Alufolie aufkaschiert ist. Das sorgt für optimalen Schutz, denn Luftfeuchtigkeit wird von der Kartonage aufgesaugt und wieder nach außen abgegeben – die Aluminiumbarriere sorgt zusätzlich dafür, dass keine Feuchtigkeit ins Innere dringt.

Auch für die leuchtend bedruckten Farben auf den Verpackungen gelten Vorschriften: Sie dürfen beispielsweise keine Mineralöle enthalten und müssen „migrationsarm“ sein. Das bedeutet, dass die Lösemittel selbst bei längerer Lagerung nicht auf das Lebensmittel übergehen können. Und um diese Sicherheit zu gewährleisten, lohnt sich auch der hohe Aufwand bei der Herstellung.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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