Unsere Reise nach Madagaskar

Tag 1 – Ankunft in Antalaha: Im Herzen des Vanille-Distrikts Sava

Nestlé Mitarbeiter im Gespräch mit Vanillelieferanten

Nach 8500 Kilometern, 36 Stunden und zwei Flügen sind wir an unserem ersten Ziel angekommen: Der Distrikt Sava im Nordosten Madagaskars ist die Hauptanbauregion für Vanille. In Antalaha sitzt einer unserer Vanillelieferanten – hier wird die Vanille kontrolliert, sortiert und verpackt, bevor sie nach Europa verschifft wird. Hinter uns liegt die genau entgegengesetzte Reise: Von Paris nach Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, und von dort mit einer kleinen Cessna nach Antalaha.

Vanille ist Handarbeit

Landeanflug auf Madagaskar
Landeanflug auf Antalaha – die grüne Küste im Nordosten.

Der Lieferant, den wir besuchen – eigentlich einer unserer direkten Zubringer - ist bereits seit 1919 im Vanillegeschäft – französische Brüder, die von insgesamt rund 3000 Bauern in der Region Vanille beziehen. Etwa 50 Mitarbeiter sind hier fest angestellt – während der Saison unterstützt durch bis zu 300 weitere Arbeiter. Vanille ist Handarbeit: Die Kontrolle der reifen und getrockneten Schoten erfolgt per Hand. Dabei ist ein guter Riecher gefragt: Der Geruch der Schoten und der Feuchtigkeitsgehalt sind entscheidend für die Qualität. Wir schauen den Arbeitern über die Schulter und lassen uns erläutern, worauf es bei der Kontrolle und dem Sortieren ankommt. Die Schoten werden nach Qualität und Länge gebündelt und sorgfältig in kleine Metallkisten verpackt oder in Schutzatmosphäre in Kunststoffbeutel eingeschweißt.

Arbeiter riechen an Vanilleschoten
Ein guter Riecher zählt – der Geruch zeigt, ob die Vanille reif ist und richtig getrocknet wurde. Nur die beste Vanille kommt für uns in Frage.

Wie ist der Weg der Vanille von den Bauern bis zur Kontrolle? Und wie arbeitet unser Lieferant mit den Bauern zusammen? Die Lieferkette für Vanille ist komplex – wie bei anderen Rohstoffen kommt Vanille normalerweise über Zwischenhändler und „Trader“ zum Verkäufer. Wobei auch einiges schiefgehen kann, teilweise wird die Vanille zu früh geerntet und entwickelt dann nicht die vollen Aromen. Daher arbeitet unser Lieferant in Antalaha mit einer großen Anzahl an Bauern in 27 Dörfern direkt zusammen – so kann er den Anbau kontrollieren und die Qualität schon von Beginn an verbessern.

Unterstützung für Bauern im Vanilleanbau

Madagaskar Küstenstreifen mit Blick aufs Meer
Küstenstreifen mit Blick aufs Meer.

Er unterstützt die Bauern aber auch darüber hinaus – etwa durch den Bau von Schulen, Prämien und nicht zuletzt durch ein Programm für besseren Reisanbau. Reis spielt beim Vanilleanbau eine zentrale Rolle für die Menschen: Er ist die Hauptnahrungsquelle. Vanille wird nur angebaut, um den Reis für die Familie zu bezahlen. Für uns ist diese direkte Zusammenarbeit auch wichtig: Wir wollen schließlich genau wissen, woher Nestlés Vanille stammt. Und genau das schauen wir uns morgen an: Um sechs Uhr in der Frühe geht es los in eines der Vanille-Dörfer. In diesem Dorf steht auch eine der Schulen, die wir gemeinsam mit unserem Lieferanten bezahlt haben.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Arbeiter riechen an Vanilleschoten

Eine emotionale Erfahrung

Wir sind im Herzen des Vanille-Landes angekommen, in einem kleinen Dorf bei Sambava. Dort treffen wir Mitarbeiter einer Partnerorganisation, Vanillebauern und viele Kinder, die sich sehr über unseren Besuch freuen. Sie machen den Besuch zu unserer emotionalsten Erfahrung in Madagaskar.

Reise nach Madagaskar

Die Reise nach Madagaskar

Wenn ein Team von Nestlé 8.500 Kilometer nach Madagaskar reist, hat das mit Abenteuerlust nichts zu tun. Vielmehr geht es darum, eigene Eindrücke zu gewinnen von der Qualität der Vanille, ihrer Herkunft und der Art des Anbaus. Der Auftakt einer großen Reise.