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Lecker muss sie sein, nahrhaft und in hoher Stückzahl produzierbar: Wenn Joachim Plein sich daran macht, eine neue Tiefkühlpizza zu entwickeln, hat er diese drei Faktoren stets im Hinterkopf. Als Leiter der Operativen Produktentwicklung bei Nestlé Wagner in Nonnweiler kreiert er neue Trends fürs Kühlregal. Immer wichtig: ein guter Geschmack und ein prüfender Blick auf die Nährwerte des Produkts.

Nestlé Wagner gehört zu den größten europäischen Herstellern von Tiefkühlpizzen, produziert am Standort Nonnweiler attraktive Produkte für den halben Kontinent. Als ausgebildeter Bäckermeister und Leiter der Operativen Produktentwicklung ist Joachim Plein dafür zuständig, die Wünsche der Pizza-Liebhaber in Produkte zu übersetzen und in Zusammenarbeit mit den Marktforschern des Unternehmens neue Bestseller zu erschaffen.

Handwerkliche Qualität industriell umgesetzt

„An meinem Job liebe ich die Kreativität“, sagt Joachim Plein. Darüber hinaus reize ihn die Herausforderung, „handwerkliche Qualität industriell umzusetzen“. Keine leichte Aufgabe – vor allem, wenn man bedenkt, dass Tiefkühlprodukte von Nestlé Wagner nicht nur in Bezug auf Frische und Geschmack Spitze sein sollen, sondern auch möglichst die Nährwerte den Anforderungen des Unternehmens entsprechen sollen.

„Die Erwartungen von Konsumenten steigen, sagt Bäckermeister Plein. Fett, speziell gesättigte Fettsäuren, und Salz möglichst reduzieren und dabei den Geschmack optimieren – diese Faktoren hat Joachim Plein immer im Hinterkopf, wenn er mit seinen Kollegen neue Teigmischungen anrührt, mit Belagsmischungen experimentiert oder bestehenden Produkten eine Überarbeitung verpasst.

Mit ihrer engagierten Arbeit zahlen Plein und sein Team auf das Ziel von Nestlé ein, gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag zur Lebensqualität der Menschen und zu einer gesünderen Zukunft zu leisten. Mit dem Nestlé Nutritional Profiling System (NNPS) hat das Unternehmen eine Methode entwickelt, die Nährwerte aller Produkte einer kritischen Prüfung zu unterziehen und, wo erforderlich, zu überarbeiten. Die Kriterien des Systems beruhen hierbei auf den Empfehlungen anerkannter Institutionen zur Nährstoffzufuhr und Nahrungsmittelauswahl.

 

In den vergangenen fünf Jahren haben wir gute Fortschritte in unseren Bemühungen gemacht und viele wichtige Ziele erreicht. Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland

 

Ziel ist es, dass möglichst viele Produkte die im NNPS festgelegten Höchstwerte für Kalorien, Natrium (Salz), zugesetzten Zucker, gesättigte Fette sowie weitere Nährstoffe nicht überschreiten. Gleichzeitig sollen Minimalwerte für positive Stoffe wie Calcium oder Protein erreicht werden.

Den guten Geschmack erhalten

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Seit 2012 hat Nestlé zahlreiche Produkte verschiedener Produktbereiche unter Ernährungsaspekten überarbeitet. Die Rezepturen für bestehende Produkte werden hierbei immer schrittweise reformuliert, damit der gute Geschmack und damit die Akzeptanz der Konsumenten nicht verloren geht. Auch bei der Entwicklung neuer Produkte wird darauf geachtet, dass diese die Nährwertkriterien nach Möglichkeit einhalten.

Auf Basis dieser Optimierungen konnte das Unternehmen von 2014 bis Ende 2016 den Gehalt an gesättigten Fettsäuren in Nestlé Produkten in Deutschland um durchschnittlich 8,4 Prozent senken. Die zugesetzte Zuckermenge wurde durchschnittlich um 6,6 Prozent verringert. Beim Kochsalz sank die verarbeitete Menge um 10,2 Prozent.

Besonders im Blick: Produkte für Kinder

Ein besonderer Fokus bei der Überarbeitung liegt auf Produkten für Kinder. Ende 2016 entsprechen 96 Prozent des mit Kinderprodukten erzielten Umsatzes den Kriterien des Nestlé NNPS. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir gute Fortschritte in unseren Bemühungen gemacht und viele wichtige Ziele erreicht“, sagt Béatrice Guillaume-Grabisch, die Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland.

Nestlé wird auch zukünftig weiter an der Optimierung der Produktrezepturen arbeiten. Zu den weiteren Zielen von Nestlé zählen die Reduktion von Zucker bis 2020 um durchschnittlich weitere 5 Prozent, und Natrium um durchschnittlich weitere 10 Prozent. Außerdem sollen alle künstlichen Farbstoffe aus den Produkten des Unternehmens bis 2020 entfernt werden.

Auch Joachim Plein und sein Team werden neben neuen Trends und einem guten Geschmack auch weiterhin die Nährwerte der Produkte im Blick haben.

Joachim Plein aus der Produktentwicklung