„Qualität ist für mich ein innerer Antrieb“

Jolanda Schwirtz will Vertrauen durch Transparenz und Nachhaltigkeit schaffen

Jolanda Schwirtz ist Programm-Managerin der Qualitätsinitiative bei Nestlé. Ihr Anspruch ist, dass sich Verbraucher zu 100 Prozent auf die Güte der Produkte verlassen und sie mit gutem Gewissen genießen können. 

Frau Schwirtz, wozu braucht ein Konzern wie Nestlé Deutschland Qualitäts-Champions? Hat nicht jeder in seiner alltäglichen Arbeit Verantwortung für Qualität?

„Ja, diese Verantwortung hat im Grunde jeder. Aber wir wollen in puncto Qualität Vorreiter sein und neue Maßstäbe setzen. Deshalb haben wir zusätzlich ein Netz von über 30 Qualitäts-Champions aufgespannt, die für Transparenz sorgen und über die Einhaltung unserer ambitionierten Ziele wachen. Für jeden Geschäftsbereich von Nestlé haben wir einen Champion benannt, für Maggi genauso wie für Wagner und Nespresso. Und auch jede Unternehmensfunktion hat einen – vom Einkauf über das Personalwesen bis hin zum Vertrieb. Dass wir die Verantwortlichkeiten in einer dezentralen Matrix quer über den Konzern hinweg verwoben haben, hebt unser Qualitätsstreben auf eine vollkommen neue Ebene.“

Jolanda Schwirtz sitzt am Schreibtisch.
Jolanda Schwirtz: „Wir wollen in puncto Qualität Vorreiter sein.“

Was genau hat sich verändert?

„Es ist nicht mehr nur eine zentrale Stelle, die über die Erreichung der Qualitätsziele wacht. Das Monitoring ist dort angesiedelt, wo es auch hingehört, nämlich dezentral bei je einer Person aus den verschiedenen Abteilungen. So bekommen die Qualitätsziele ein höheres Gewicht für jeden einzelnen Mitarbeiter. Es geht ja nicht nur darum, schöne Maßnahmenpläne auszuarbeiten. Wir wollen unsere Ziele auch erreichen. Und die Kaskadierung der Verantwortlichkeiten in einem konzernumspannenden Netz ist der zentrale Erfolgsfaktor dafür, dass uns das gelingen wird.“

Nach welchen Kriterien haben Sie die Qualitäts-Champions ausgewählt?

„All unsere Qualitäts-Champions haben ihren Posten freiwillig übernommen. Die Vorschläge kamen aus den jeweiligen Bereichen. Ausschlaggebend war eine Mischung aus persönlichem Interesse und inhaltlicher Kompetenz.“

Was bedeutet Qualität für Sie persönlich?

„Qualität ist für mich ein innerer Antrieb. Lebensqualität, das heißt für mich ganz grundsätzlich eine gute Balance zwischen der Zeit im Job und der Zeit mit meiner Familie zu finden. In meinem Job ist es mir schon immer wichtig gewesen, einen echten Mehrwert zu schaffen und etwas von mir einzubringen. Qualität umsetzen zu können, macht mir große Freude und deshalb steckt in allem, was ich anpacke, auch viel Herzblut.“

Was genau wollen Sie in ihrem Job erreichen?

„Qualität und Nachhaltigkeit sind Begriffe, die viel genutzt und dadurch verwässert werden. Mein Anspruch ist es, Konsumenten, Mitarbeiter und andere Stakeholder mit unseren Produkten davon zu überzeugen, dass wir es ernst meinen und Qualität leben. In diesem Punkt sollen sie sich zu 100 Prozent auf uns verlassen können.“

Wo stehen Sie jetzt?

„In den vergangenen Jahren ist es uns schon bei vielen Produkten gelungen, neue Qualitätsstandards zu setzen – wie beim Bum Bum Eis von Schöller. Meine Söhne lieben es und durch die kalorienoptimierte Rezeptur kann ich es ihnen jetzt öfter kaufen, ohne dabei zu denken, warum hast du nicht ein Wassereis genommen. Wir haben schon jetzt viel Gutes bewirkt. Aber das ist in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig bekannt. Deswegen sollten wir in Zukunft viel mehr darüber reden. Dazu gehört auch, einige unserer Qualitäts-Champions und ihr Engagement hier in den folgenden Wochen persönlich vorzustellen.“

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Lisa Giesbrecht steht auf einer Kakaoplantage.

Die Kakao-Botschafterin

Von KitKat über Smarties bis zu After Eight – Lisa Giesbrecht wacht darüber, dass die Ziele des Cocoa Plans bei Nestlé Süßwaren eingehalten werden. Als Qualitäts-Champion hat sie insbesondere die sozialen Bedingungen im Kakaoanbau im Blick. Ihr größter Wunsch ist es, dass alle Kinder in den Partnerkooperativen Zugang zu Schulbildung haben.