Die Kakao-Botschafterin

Lisa Giesbrecht setzt sich als Qualitäts-Champion für nachhaltigen Kakaoanbau ein

Lisa Giesbrecht steht mit zwei Kakaobauern auf einer Kakaoplantage und zeigt einen Kitkat-Riegel. 

Von KitKat über Smarties bis zu After Eight – Lisa Giesbrecht wacht darüber, dass die ambitionierten Ziele des Cocoa Plans bei Nestlé Süßwaren eingehalten werden. Als einer von 30 Qualitäts-Champions hat sie insbesondere die sozialen Bedingungen im Kakaoanbau im Blick. Ihr größter Wunsch ist es, dass alle Kinder in den Partnerkooperativen Zugang zu Schulbildung haben.

Über Qualität kann man trefflich streiten, keine Frage. Doch Lisa Giesbrecht hat da klare Vorstellungen: „Qualität – das ist, wenn wir den geschmacklichen Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig die sozialen Standards im Kakaoanbau langfristig verbessern können“, erläutert die Senior Brand Managerin der Marke KitKat bei Nestlé ihr Handlungsfeld, das sie als eine von 30 Qualitäts-Champions bei Nestlé Deutschland bewegt. Ihr Engagement gilt den vier Dimensionen der Initiative „Qualität bedeutet mehr“: Sicherheit, Ernährung, Gesellschaft und Umwelt – und das über die gesamte Wertschöpfungskette, von den Lieferanten über die Produktion bis hin zur Distribution.

Lisa Giesbrechts Motivation, sich als Botschafterin für die Qualität des Kakaos zu engagieren, geht zurück auf das Jahr 2010. Die Situation im Kakaoanbau war damals stark in der Diskussion – auch getrieben durch einen dänischen Dokumentarfilm, der die öffentliche Aufmerksamkeit insbesondere auf das Thema Kinderarbeit lenken wollte. Ein Jahr zuvor hatte Nestlé den Cocoa Plan ins Leben gerufen, um die Lebensbedingungen der Kakaobauern zu verbessern. Als es darum ging, wie der Cocoa Plan für Deutschland umgesetzt werden kann, war Giesbrecht von vorneherein mit dabei. „Ich habe mein Weltbild: Kinderarbeit und hochwertige Süßwaren gehören einfach nicht zusammen“, erinnert sich die 31-Jährige. Und genau deshalb ist sie auch stolz, als Qualitäts-Champion für ein Unternehmen wie Nestlé zu arbeiten, das sich stark im Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau engagiert. Sie kennt nicht nur die Berichte aus den Medien, sie war auch selbst schon in Elfenbeinküste und hat mit Kakaobauern und ihren Kindern gesprochen.

Einsatz für eine Welt ohne Kinderarbeit

Lisa Giesbrecht spricht mit Kindern von Kakaobauern
Lisa Giesbrecht verschaffte sich einen Eindruck vom Schulunterricht der Kinder in Elfenbeinküste.

Kinderarbeit zu eliminieren, ist jedoch leichter gesagt als getan. „Wir haben die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort gesehen und mit ihnen gesprochen. Es ist in Elfenbeinküste vollkommen üblich, dass die Kinder in den Familien mithelfen – ob beim Tragen von Brennholz oder bei der Ernte. Häufig fehlt in den Gemeinschaften das Verständnis dafür, was den Kindern schaden kann“, weiß Giesbrecht. In vielen ländlichen Regionen gibt es keine Schulen in Reichweite – also gehen die Kinder nicht in die Schule, sondern helfen bei der Arbeit auf der Plantage mit.

Um diese Entwicklung umzukehren, hat Nestlé 2009 den Cocoa Plan ins Leben gerufen. Und der zeigt Wirkung: In Elfenbeinküste, von wo ein großer Teil des von Nestlé verarbeiteten Kakaos stammen, hat das Unternehmen bis zum Jahr 2014 rund 40 Schulen gebaut oder instand gesetzt. Über 200 Kindern hat Nestlé vor Ort außerdem dabei geholfen, Geburtsurkunden zu bekommen – denn diese brauchen sie für die Anmeldung zur Schule. Und das ist nur ein kleiner Teil der Verbesserungen durch den Cocoa Plan.

Kakao aus dem Cocoa Plan für das Chocoladenwerk Hamburg

Lisa Giesbrecht und ein Team im Chocoladenwerk in Hamburg und in Frankfurt haben im Dezember 2014 einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit Ende 2014 werden 100 Prozent des Kakaos im Chocoladenwerk Hamburg aus dem Cocoa Plan beschafft. Etwa 14.000 Tonnen – das entspricht ungefähr 1.000 LKW-Ladungen – werden dort jedes Jahr etwa für die Herstellung von KitKat, Smarties, Choco Crossies und After Eight verarbeitet. Dieser Kakao stammt zu einem großen Teil von Partner-Kooperativen und ist von UTZ Certified zertifiziert, einem der führenden Siegel für nachhaltigen Anbau. Der Cocoa Plan geht aber weit über eine Zertifizierung hinaus – so ist Nestlé bislang der einzige Süßwarenhersteller, der ein flächendeckendes Kontrollsystem im Kakaoanbau aufbaut und die Fortschritte durch die Fair Labor Association überprüfen lässt.

Prägende Erfahrungen aus Elfenbeinküste

Lisa Giesbrecht konnte sich selbst ein Bild vom Kakaoanbau in Elfenbeinküste machen.
Lisa Giesbrecht: "Der Cocoa Plan lebt nicht nur auf dem Papier".

Noch beeindruckender war für Giesbrecht jedoch die Reise nach Elfenbeinküste, die sie im Februar 2014 mit einer kleinen Gruppe von NGO-Vertretern und Journalisten unternahm, um sich einen Eindruck vom Kakaoanbau zu verschaffen. „Dabei konnte ich selbst sehen: Der Cocoa Plan lebt nicht nur auf dem Papier“, erinnert sich Giesbrecht. Immer wieder denkt sie gerne zurück an die Erfahrungen. Besonders beeindruckt hat sie der Besuch der Farm von Agathe: Die von Frauen geführte Farm mit einer von Nestlé unterstützten Baumschule ist Einkommensquelle, Treffpunkt und Inspiration für Frauen, die auf eigenen Füßen stehen wollen. „Agathe kann weder lesen noch schreiben. Und doch hat sie sich mit viel Energie und Mut für ihre Vision über unzählige Grenzen hinweg gesetzt.“ Und das hat abgefärbt. „Wenn man sich nur genügend einsetzt, ist eben doch viel mehr möglich als man zunächst denkt“, ist Giesbrecht überzeugt.

Die intensive Auseinandersetzung mit der Qualität macht sich bei Giesbrecht auch im Privaten bemerkbar. In den Einkaufskorb kommt nur, was hohen Standards entspricht: Wo kommen Kakao und Nüsse her? Setzt sich der Hersteller auch für Tierwohl ein? Diese Fragen stellt sich die 31-Jährige auch im Supermarkt.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Jolanda Schwirtz ist Programm-Managerin der Qualitätsinitiative bei Nestlé Deutschland.

„Qualität ist mein innerer Antrieb“

Vertrauen zu schaffen, ist Jolanda Schwirtz ein besonderes Anliegen. Die Programm-Managerin der Qualitätsinitiative bei Nestlé setzt deshalb auf Transparenz und Nachhaltigkeit - in allen Bereichen. Im Interview spricht sie darüber, warum ihr Qualitätsanspruch auch über den Feierabend hinaus geht.

Nestlé-Manager Jose Lopez im Gespräch mit afrikanischen Kakaobauern

Kakaoanbau in Elfenbeinküste

Der CNN-Reporter Richard Quest hat Jose Lopez, Executive Vice President Nestlé S.A., auf einer Geschäftsreise durch Elfenbeinküste begleitet - und Fortschritte beim Kakaoanbau beobachtet.

Lisa Giesbrecht diskutiert mit einem Kakaobauern.

Den Cocoa Plan vor Ort erlebt

Wo kommt unser Kakao her? Dieser Frage sind Lisa Giesbrecht und ihre Kollegen in Elfenbeinküste nachgegangen. Sie haben sich selbst einen Eindruck von den Anbaumethoden und den Lebensbedingungen vor Ort gemacht. In ihrem Reisetagebuch gibt es zahlreiche Einblicke.

Zwei Afrikaner ernten Kakao.

Einsatz für mehr Lebensqualität

Mehr Qualität, mehr Ertrag, bessere Lebensbedingungen: Nestlé engagiert sich für Kakaobauern in Elfenbeinküste und den Kampf gegen Kinderarbeit.