Kleiner Würfel mit großer Wirkung

Wie Maggi Brühwürfel Jod-Mangel in Afrika bekämpfen

Maggi ist bei afrikanischen Frauen sehr beliebt 

Rund 100 Millionen „Maggi Cubes“ verkauft Nestlé in Westafrika – täglich. Damit hat sich die Region zu einem wichtigen Markt entwickelt. Die Maggi Brühwürfel sind fester Bestandteil der Alltagsküche und leisten aufgrund ihres Jod-, Eisen- und Vitamin-A-Gehaltes einen Beitrag gegen Mangelernährung.

Wer sich in Elfenbeinküste von der Hauptstadt Yamoussoukro über staubige Landstraßen hinweg der Hafenstadt Abidjan nähert, wird in mancher kleinen Ortschaft verblüfft eine wohlbekannte Marke mit deutschem Ursprung registrieren: Maggi ist hier nicht wegzudenken. Weder als Werbung aus den Schaufenstern der einheimischen Tante-Emma-Läden (genannt: „Mammie“), noch aus den Kochtöpfen der Bewohner.

Ein leuchtend rotes M in einem Stern auf gelbem Grund prangt auf den Verpackungen. Die Maggi Brühwürfel, englisch „Maggi Cubes“, sind hier mehr als eine Würzmischung. Die vier Gramm schweren Würfel haben für viele Einheimische eine besondere Bedeutung, stellen sie doch eine kostbare Ergänzung ihrer Lebensmittel dar. In manchen Regionen werden sie - für uns Europäer kaum vorstellbar - wie eine Währung gehandelt.

Kampf gegen Mineralstoffmangel-Krankheiten

Frauen feiern mit Maggi
Maggi veranstaltet Feiern in Afrika und stattet Familien mit Kochutensilien aus.

Dabei geht es nicht nur um den Geschmack. Der „Maggi Cube“ erfüllt eine wesentliche Funktion: In den afrikanischen Regionen leiden nämlich viele Menschen unter Eisenmangel. Besonders Frauen und Kinder sind betroffen. Im Brühwürfel ist neben Jod und Vitamin A auch das lebensnotwendige Element Eisen enthalten. Das verleiht ihm eine besondere Bedeutung für die tägliche Mineralstoffzufuhr der Bewohner in den afrikanischen Regionen.

Zudem befasst sich Nestlé immer wieder mit den Rezepturen der Brühwürfel. Eine der wichtigsten Fragen für den Markt in Westafrika: Wie lassen sich die Zutaten hinsichtlich des Salz- oder Nährstoffgehaltes weiter optimieren? Längst arbeitet Nestlé auch in Afrika mit dem so genannten 60/40-Test: Wird ein Produkt überarbeitet, muss es in einer Blindverkostung mindestens 60 Prozent der Tester besser schmecken als ein vergleichbares Konkurrenzprodukt.

  • — Maggi ist seit den 1950er-Jahren in Afrika präsent
    — Das Unternehmen beschäftigt 6.600 Angestellte — Der Hauptsitz befindet sich in Ghanas Hauptstadt Accra
    — Die Produkte werden in 22 afrikanische Länder vertrieben
    — Es gibt sieben Produktionsstätten und drei Verpackungslager
    — Maggi Brühwürfel gibt es in den Geschmacksvarianten Maggi Shrimp, Maggi Chicken, Maggi Tomatoes-Spices, Maggi Onion-Spices, Maggi Safsafal, Maggi Nokoss, Maggi Golden Bee
    — Als Pulver gibt es Maggi Mix’Py Ginger and Garlic, Mix’Py Classic, Mix’Py Tomatoes
    — Flüssiges Maggi ist ebenfalls erhältlich und heißt „Arôme Maggi“


Für den afrikanischen Markt begann ein aufwändiges Projekt: ein mehr als zwei Jahre dauernder Marathon aus Marktforschung, Verkostungen und Rezept-Veränderungen. So kam es auch bei den „Maggi Cubes“ im Laufe der Zeit zu Veränderungen: In der afrikanischen Version der Brühwürfel wurde der Gehalt von Eisen und Jod erhöht. Auch den Salzgehalt haben die Maggi-Entwickler auf die Anforderungen der Menschen in den afrikanischen Regionen abgestimmt – sodass kein Nachsalzen der Gerichte mehr notwendig ist.

Bei der Lebensmittel-Optimierung blickt Maggi auf eine lange Tradition zurück: Schon Firmengründer Julius Maggi entwickelte seine Suppen Ende des 19. Jahrhunderts in tiefer Kenntnis der Ernährungsbedürfnisse der damaligen Fabrikarbeiter – und bekämpfte damit erfolgreich deren chronische Unterversorgung mit Eiweiß.

„Wir nehmen die besonderen Lebensbedingungen in den afrikanischen Regionen sehr ernst“, sagt Janet Voûte, Global Head of Public Affairs bei Nestlé, „und unterstützen die Menschen mit praktischen Tipps zur gesünderen Ernährung . 2015 wollen wir weltweit 200 Milliarden mit Spurenelementen angereicherte Lebensmittel und Getränke in unterversorgten Regionen absetzen.“ 

Einzeln verpackt – damit sie jeder kaufen kann

Im Hinblick auf ihre soziale Verantwortung und die lokalen Einkommensverhältnisse bietet Maggi die Brühwürfel sogar einzeln an – für umgerechnet rund fünf Cent pro Stück. In punkto Geschmack gibt es keinen großen Unterschied zwischen dem europäischen Produkt und dem afrikanischen – letzteren empfinden westliche Gaumen in der Regel als ein wenig salziger und pikanter.

Eine Frau verkauft Maggi Produkte auf dem Markt
In so genannten „Mammie“-Läden stehen in Afrika zahlreiche Maggi Produkte zur Verfügung.

In den 22 Ländern Westafrikas, dem größten Absatzmarkt des Kontinents, verkauft Nestlé täglich bis zu 100 Millionen „Cubes“. Setzt man in Beziehung, dass in der westafrikanischen Region derzeit etwa 350 Millionen Menschen leben, würde das bedeuten: Fast jeder Dritte in Ghana, Nigeria oder Burkina Faso nimmt pro Tag einen Brühwürfel zu sich. „Die Tendenz ist sogar steigend, Afrika ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte überhaupt“, sagt Public Affairs-Managerin Voûte.

Die rund 350.000 „Mammie“-Läden in der Region werden von Nestlé nicht nur beliefert, sondern auch mit dem passenden Look versehen. So genannte „Cooking Caravans“ fahren zudem durch die ländlichen Regionen und zeigen der Bevölkerung, was mit dem Würzwürfel alles möglich ist. Im Senegal heißen die „Maggi Cubes“ umgangssprachlich „Corrige Madame“ – was so viel bedeutet wie „der, der die Hausfrau noch besser macht“. Auch Treue-Aktionen veranstaltet Maggi, durch die die afrikanischen Familien unter anderem ihre Kochutensilien erneuern können.

Seit 1959 exportiert Nestlé die Cubes bereits nach Afrika, 1979 eröffnete der Konzern dort die erste Fabrik. Inzwischen sind es sieben, aber die Expansion geht weiter – ins benachbarte Ostafrika. Produziert wird Maggi vor allem in Yopougon (Elfenbeinküste), Dakar (Senegal), Douala (Kamerun), Koumalim (Mali) sowie Flowergate und Agbara (Nigeria). „So gewährleisten wir eine exzellente Versorgung in der Region und können uns auch auf die unterschiedlichen Verzehrgewohnheiten der lokalen Bevölkerung einstellen“, erläutert Voûte.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

lachende Menschen genießen Maggi

Eine Frage des Geschmacks

Tradition trifft Zeitgeist: Die Kampagne „Neue Maggi Qualität“ setzt auf überarbeitete Rezepturen und modernes Verpackungsdesign. Eindeutige Angaben über Inhaltsstoffe sowie gute Zutaten sollen den Anspruch auf mehr Transparenz und Genuss erfüllen.

Die Familie schaut gemeinsam fern.

Werbung im Wandel der Zeit

Was haben Zeichentrick-Figuren, junge Hausfrauen und professionelle Köchinnen gemeinsam? Sie waren alle Teil der Maggi TV-Spots. Doch Zeiten ändern sich und mit ihr auch die Werbung – im Inhalt und im Vertriebskanal.

Eine blonde Frau testet Produkte auf ihren Geschmack.

Die Geschmacks-Optimierer

Was ist guter Geschmack? Wie wird er gemessen? Und wer entscheidet darüber? Zwei Sensorik-Expertinnen geben Einblick in ihre Arbeit und zeigen, wie komplex die Prüfverfahren sein können.

Maggi.de wird zum virtuellen Kochstudio

Maggi.de: Das virtuelle Kochstudio

Von der Inspiration bis zum Kochprozess: Maggi.de geht mit neuen Funktionen an den Start, die dem Nutzer vieles erleichtern. Von Rezeptvorschlägen über den digitalen Einkaufszettel bis hin zur individuellen Beratung.