Die gute Milch

400.000 Milchbauern weltweit profitieren von der Kooperation mit Nestlé

Ein Kontrolleur überprüft die Qualität der Milchprodukte 

Milchbauern in Drittweltländern wie Indien oder Pakistan können durch die Partnerschaft mit Nestlé ihre Produktion deutlich steigern: Durch Ankauf und Verarbeitung von Rohstoffen aus der Region belebt das Unternehmen die Wirtschaft. So erhalten Erzeuger zuverlässige Verkaufsmöglichkeiten und eine zusätzliche Wertschöpfung.

Was die Wenigsten wissen: Nestlé ist, gemessen am Wert der verkauften Produkte, der größte Molkereibetrieb der Welt. Mehr als zwölf Millionen Tonnen Milch verarbeitet der Konzern jährlich. Einige der Milchdistrikte – so nennt das Unternehmen die Regionen, aus denen es Milch bezieht – befinden sich in der Volksrepublik China, viele in Entwicklungsländern wie Indien oder Pakistan.

Die direkte Zusammenarbeit mit mehr als 400.000 kleinbäuerlichen Milchlieferanten und Kooperativen stellt sicher, dass diese einen optimalen Preis für ihr Produkt erhalten, regelmäßig bezahlt und nachhaltig in die verarbeitende Industrie eingebunden werden. Nestlé wiederum sichert sich damit eine anhaltende Belieferung mit hochwertiger Milch, um die Nachfrage der Konsumenten zu decken.

Kampf gegen Armut

Soziale Verantwortung hat bei Nestlé einen hohen Stellenwert: „Unsere Direktbeschaffungsprogramme für Milch fördern die ländliche Entwicklung und tragen dazu bei, die Armut in zahlreichen Ländern wie Brasilien, Chile, China, Indien, Mexiko und Pakistan zu bekämpfen“, erläutert Hans Jöhr, Corporate Head of Agriculture bei Nestlé.

„Wir bieten den Gemeinschaften einen sicheren Markt für ihre Milch. Zusätzlich profitieren sie von lokalen Sammel-, Lager- und Kühleinrichtungen, einem besseren Verkehrsnetz sowie technischer Unterstützung durch Diplom-Landwirte, Veterinäre und Agrartechniker von Nestlé“, fügt der Manager hinzu. „Unsere Experten helfen den Bauern, ihre Anbaumethoden und Qualitätskontrollsysteme zu verbessern.“

China: Milchmarkt der Zukunft

Schon seit mehr als 25 Jahren ist Nestlé in Milchbetrieben in China aktiv. Drei Milchregionen gibt es dort bereits, in Shuangcheng in der Provinz Heilongjiang, in Laixi in Qingdao sowie in Hulunbeier in der Inneren Mongolei. China ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Milchprodukte weltweit, und bis zum Jahr 2020 könnte sich sein Volumen gegenüber heute nahezu verdoppeln. Die meisten Bauern haben nur etwa fünf Kühe, von denen jede pro Jahr etwa 4.500 Liter Milch produziert. Damit erzielt ein Bauer ein monatliches Einkommen von 300 US-Dollar – das ist zwölfmal so viel wie das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen in China. „Die Milchverkäufe durch die Bauern haben in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent zugenommen“, berichtet Hans Jöhr.

Milchkühe stehen im Stall einer Nestlé Fabrik.
Das Nestlé Dairy Farming Institute gehört zu den modernsten Ausbildungseinrichtungen für Milchbauern in China.

Das Ende 2014 gegründete „Nestlé Dairy Farming Institute (DFI)“ in Shuangcheng ist eine hochmoderne Ausbildungseinrichtung mit dem Ziel, die Modernisierung des Milchwirtschaftssektors in China zu unterstützen. Das DFI besteht aus einem Schulungszentrum und drei unterschiedlich großen Milchwirtschaftsbetrieben. „Milch wird zu einem wichtigen Bestandteil der chinesischen Ernährung“, so Jöhr. „Deshalb zeigt das Institut unser Engagement, China dabei zu helfen, seinen Milchwirtschaftssektor nachhaltig und effizient auf die nächste Entwicklungsstufe zu führen.“

Tierärzte und Agrar-Wissenschaftler beraten die Milchbauern

Die Molkerei Hulunbeier in der autonomen Region Innere Mongolei liegt in einem Gebiet mit hochwertigem natürlichem Grasland und ist ein zuverlässiger Abnehmer für die lokal produzierte Frischmilch. Aus ihr werden Milchpulver, getrocknete Milchprodukte und Kondensmilch hergestellt – Produkte, die vor Ort zunehmend gefragt sind. Der dortige Milchdistrikt von Nestlé verfügt über 54 Sammelzentren.

Aus den Sammelzentren wird die Milch binnen zwei Stunden in die Fabrik geliefert. Die Tierärzte und Agrar-Wissenschaftler von Nestlé stehen den Milchbauern in diesem dynamischen Milchdistrikt mit Rat und Tat zur Seite: Sie unterstützen sie bei der künstlichen Besamung des Viehs, subventionieren den Erwerb von Material und helfen ihnen, an finanziellen Förderungsprogrammen des Konzerns teilzunehmen.

Höhere Hygiene-Standards, größeres Know-how

Milchkühe stehen im Stall einer Nestlé Fabrik.
Kühe im Nestlé Dairy Farming Institute.

Die soziale Verantwortung beschränkt sich nicht nur auf die Optimierung der Milcherträge: Weitere Hilfsprogramme umfassen die technische Unterstützung durch Bewässerungstechniken, Regenwassernutzung und Wassermanagement in den Milchviehbetrieben sowie die Versorgung der lokalen Schulen mit sauberem Trinkwasser. „Die Verbesserung der Sanitär- und Hygienestandards in den Dörfern rund um unsere Fabriken ist uns sehr wichtig“, erläutert Nestlé-Manager Jöhr.

Beispiel Pakistan: Der von Nestlé betreute Milchdistrikt hat eine Fläche von 71.000 Quadratkilometer und ist damit fast doppelt so groß wie die Schweiz. Mehr als 130.000 Bauern profitieren von der Möglichkeit, ihre Milch zu guten Bedingungen zu verkaufen. Wenn die Qualität den Anforderungen entspricht, besteht eine Abnahmegarantie. Die Bezahlung erfolgt wöchentlich und sichert den Bauern dadurch ein regelmäßiges Einkommen. Jede Woche fließt so mehr als eine Million US-Dollar in die lokale Landwirtschaft.

Keine Zugeständnisse bei der Qualität

Ein Mitarbeiter kontrolliert Milchprodukte.
Ein Mitarbeiter kontrolliert die ordnungsgemäße Verpackung der Milchprodukte.

Das im März 2009 eingeführte, von Nestlé Pakistan und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanzierte Projekt „Rural Poverty Reduction through Livestock Development“ (Reduzierung der Armut in ländlichen Gebieten durch den Ausbau von Nutzviehhaltung) unterstützt Milchbauern durch Schulungen, technische Unterstützung und Veterinärdienstleistungen und stellt Kontakte mit lokalen Unternehmen her. Nestlé Pakistan hat zwei Schau- und Schulungsbetriebe gebaut. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms für die Bauern der Region wurden bislang mehr als 4.000 Bauern geschult und in die Milch-Wertschöpfungskette eingebunden.

Doch nicht nur Innovationsgeist, Produktivität und soziale Verantwortung sind die Hauptfaktoren, um das Modell erfolgreich zu gestalten. Aus der Sicht von Nestlé kommen noch andere wichtige Faktoren hinzu: „Die Qualitätskontrolle und die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe, weil die Sicherheit der Lebensmittel eine nicht verhandelbare Grundlage unserer Tätigkeit ist“, sagt Hans Jöhr. „Wir dürfen keine Abstriche bei der Qualität machen. Dabei setzen wir langfristig aber nicht auf eine Monokultur, sondern auf die Diversifizierung der landwirtschaftlichen Tätigkeit.“

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Grafik zu Nestlé Verpflichtungen

Gemeinsam Wert schöpfen

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Eine dunkelhäutige Frau arbeitet auf dem Feld

Für ein besseres Leben

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