Reise zum Nestlé Cocoa Plan

Kakaobohnen. Foto: Achim Drewes

Unser Reiseziel

Die Republik Elfenbeinküste ist der größte Produzent von Kakao auf unserem Globus. Dabei ist das Land in etwa so groß wie Norwegen und hat 23 Millionen Einwohner, etwas weniger als Australien. Die Elfenbeinküste verfügt aber über einen Vorteil, den weder Norwegen noch Australien in diesem Maße aufzuweisen haben: Es ist dort das ganze Jahr über warm und feucht – gute Bedingungen, die ideal sind für die Kakaopflanze.

Reiseroute

 

Wir sind im Juni 2016 für eine knappe Woche in das westafrikanische Land gefahren, um uns ein eigenes Bild vom Anbau der Kakaopflanzen und ihrer Qualität und von den Lebensbedingungen der Menschen dort zu machen. Vor allem wollten wir uns von den Fortschritten des Nestlé Cocoa Plan überzeugen: Der 2009 gestartete Nestlé Cocoa Plan soll den Bauern und ihren Familien helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Dazu wollten wir uns einige der Projekte ansehen. In der deutschen Delegation sind ein Journalist und ein Vertreter einer Nichtregierungsorganisation dabei, die ebenfalls einen kritischen Blick auf die Fortschritte werfen wollen. 

Forschung und Entwicklung für Qualität

Nestlé R & D Center in Abidjan. Foto: Achim Drewes 
Wissenschaftlerin im R&D-Center in Abidjan. Foto: Achim Drewes 

Unsere Reise beginnt in der größten Stadt des Landes, in Abidjan am Golf von Guinea. Dort betreibt Nestlé sein R&D Center, eines von 40 Forschungszentren weltweit. Ein internationales Team von Wissenschaftlern untersucht dort beispielsweise, welche Kakaosorten den besten Ertrag bringen – diese werden dann im Nestlé Cocoa Plan  an die Bauern verteilt. Jährlich erhalten die Farmer so über eine Million Setzlinge, die bis zu dreimal mehr Ertrag bringen als die bisher eingesetzten Pflanzen. In der Spitze können die Farmer pro Hektar eineinhalb Tonnen Kakao ernten – die Setzlinge sind zudem gegen bestimmte Krankheiten resistent, die Kakaobohnen von hoher Qualität.

Die ertragreichsten Kakaopflanzen werden im R&D-Center in Abidjan gezogen. Foto: Achim Drewes 

Auch der lokale Einkauf von Rohstoffen wird im R&D-Center unterstützt: für die in Abidjan produzierten Maggi-Brühwürfel wird Kassava benötigt, der Getreide-Milchbrei Cerelac enthält biologisch angereicherte Hirse, das Nescafé-Werk in Abidjan benötigt natürlich Kaffee – und der Kakao kommt aus dem Cocoa-Plan. Die Liste der Aufgaben, an denen die Forscherinnen und Forscher in Abidjan arbeiten, ist lang: Sie sichern die Qualität der Rohstoffe. Sie untersuchen, wie sich Getreide auf natürliche Weise mit Mikronährstoffen anreichern lässt, beispielsweise Hirse mit Eisen. Sie erarbeiten Verfahren. um zu verhindern dass sich Pilzgifte (Mykotoxine) in den Rohstoffen bilden – die Qualitätssicherung für die afrikanischen Werke und lokal beschafften Rohstoffe erfolgt hier nach internationalen Standards.

Die nächste Station ist eine 200.000-Einwohner-Stadt im Landesinneren: Gagnoa im Herzen der Kakaoregion ist mit dem Auto rund fünf Stunden entfernt. Die Straßen sind aufgeweicht, die Regenzeit hat tiefe Schlaglöcher in den Straßenbelag gespült, einige Fahrzeuge vor uns sind schon von der Straße gerutscht – ein Abenteuer für uns Besucher aus Europa, ohne Frage.

Unterstützung für Kakao-Kooperativen

bei der Kooperative COPADEF. Foto: Achim Drewes 

Die erste Station des nächsten Tages führt uns zur Kakao-Kooperative COPADEF bei Gagnoa – eine der Kooperativen, mit denen Nestlé im Cocoa-Plan zusammenarbeitet. In der Kooperative sind 606 Mitgliedsbetriebe organisiert, von denen jeder im Schnitt fünf Hektar Nutzfläche bewirtschaftet. 550 Kilogramm Kakao wachsen hier auf einem Hektar Fläche – durchaus ein ordentliches Ergebnis. Die Kooperative arbeitet gleich mit allen Zertifizierungsorganisationen: Die meisten Bauern sind von Fairtrade, UTZ und der Rainforest Alliance zertifiziert. Für die Farmer ist diese dreifache Zertifizierung von Vorteil: Sie erzielen höhere Preise für ihre Kakaobohnen, und können je nach Nachfrage ihren Kakao mit einem Zertifikat nach Wahl anbieten. Nach welcher Zertifizierung sie verkaufen ist ihnen nahezu egal - Hauptsache, sie erhalten die Prämien für ihren Kakao, als Zubrot zum staatlich festgelegten Mindestpreis. Über den Cocoa-Plan erhalten sie bereits seit drei Jahren leistungsfähigere Setzlinge, können damit ihre Pflanzungen erneuern und höhere Erträge einfahren.

Zu Besuch bei einer Farmer Field School

Eine Stunde Fahrt, dann geht es raus aufs Feld – zu einer Farmer Field School beim Dorf Ouikao. Regelmäßig treffen sich rund 15 Bauern auf einer der Farmen zu so einer praxisorientierten Schulung. Heute steht das richtige Schneiden der Bäume auf dem Programm: Drei starke Hauptstämme sind ideal, lassen die Farmer mehr Stämme stehen, leiden Ertrag und Qualität. Kranke Zweige oder Schoten entfernen die Bauern mit der Hand – das ist kostengünstiger.

Pflanzenschutzmittel setzen die Farmer nur bei schwerwiegendem Befall ein.

Kakaoschoten öffnen – ein Versuch

Natürlich zeigen uns die Experten, wie man eine Kakaoschote öffnet - das gehört offensichtlich zum Programm, wenn interessierte Besucher kommen. Wir sind zwar außerhalb der Haupterntezeit hier, aber die Bauern haben für uns einige reife Kakaoschoten gesammelt. Sie geben uns eine Schote in die eine und einen Knüppel in die andere Hand – mit ein, zwei Schlägen öffnen sie selber die Schoten, wir brauchen dann doch etwas mehr. Allgemeine Heiterkeit unter den Farmern… Das weiße Fruchtfleisch, in das die Kakaobohnen eingebettet sind, schmeckt süßlich, fühlt sich glibberig an und ist nur fast so schmackhaft wie die Schokolade, die aus den Bohnen entstehen soll.

Prävention von Kinderarbeit

Noch ein weiterer „Schulbesuch“ steht für uns hier auf dem Programm. Nestlé ist dabei, in allen Partnerkooperativen ein „Child Labor Monitoring und Remediation“-System einzurichten. Bis Ende 2016 soll das System in allen Partner-Kooperativen stehen - in allen Dörfern gibt es dann ausgebildete Ansprechpartner, die bei Problemen eingreifen und bei anderen Bauern Überzeugungsarbeit leisten. In der Lieferkette von Nestlé gibt es keinen Platz für Kinderarbeit - dies den Bauern zu vermitteln ist aber nicht einfach. Daher gehören zum Programm auch solche Schulungen für die Dorfgemeinschaft, wie das Training, an dem wir teilnehmen: Ausbilder der International Cocoa Initiative unterrichten die Dorfbewohner, wie sie riskante Arbeitsweisen vermeiden – welche Arbeiten für Kinder tabu sind bei was für Arbeiten die eigenen Kinder durchaus helfen dürfen. Das ganze Dorf nimmt an diesen Schulungen teil.

Wir sprechen in dem Dorf auch mit der Leiterin einer kleinen Gruppe von Bäuerinnen. Die Stärkung der Rolle von Frauen ist ein Element des Nestlé Cocoa Plan - denn Frauen sind häufig stärker an der Bildung ihrer Kinder interessiert und geben eigenes Geld eher für den Schulbesuch aus. Meist entscheiden aber die Männer über die Nutzung des Landes. Also bekommen die Bäuerinnen dabei Unterstützung, sich zumindest kleine Flächen zu sichern, auf denen sie Lebensmittel für die Ernährung der Familien oder für den Verkauf anbauen. Dadurch können sie ein zusätzliches Einkommen erzielen, das sie in die Bildung ihrer Kinder investieren können. Die Bäuerinnen leiten andere Bäuerinnen an, es ihnen gleich zu tun. Angesichts der sehr traditionellen Rollenbilder noch ein längerer Weg – die Farmerin gibt sich aber sehr zuversichtlich.

Wasser und Sanitätsversorgung für die Kakaodörfer

Straßenverhältnisse während der Regenzeit. Foto: Achim Drewes 

Damit auch abgelegene Dörfer sauberes Trinkwasser erhalten sowie Toiletten und Waschgelegenheiten, arbeitet Nestlé seit 2002 mit der Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften (IFRC) zusammen. Mit Geländewagen fahren wir rund zwei Stunden ins Hinterland, um uns eines dieser Projekte näher anzusehen.

Die Straßen sind „interessant“ – auch normalerweise sind sie eine Ansammlung von Schlaglöchern, und die Regenzeit hat einen Teil der Pisten in Schlammgruben verwandelt.

Schließlich erreichen wir Djonankro – ein kleines Dorf, in dem knapp fünfzig Familien leben. Die Bewohner empfangen uns herzlich – sie sind stolz auf das, was sie aus eigener Kraft (mit Unterstützung des IFRC und von Nestlé) erreicht haben. Allein in dieser Region sind 65 Dörfer mit 15.000 Menschen in das Programm eingebunden. Die Untersuchung des Bedarfs an Wasser- und Sanitärversorgung ist fester Bestandteil des Nestlé Cocoa Plan - Djonankro gehört einer der Kooperativen an, die Nestlé – auch Nestlé in Deutschland – mit Kakao beliefern.

Verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung in Djonankro

Die Dorfpumpe von Djonakro. Foto: Achim Drewes 

Als Teil des Programmes haben die Dorfbewohner viel geschaffen, was sie von anderen Dörfern unterscheidet – und was uns sofort aufgefallen ist: Müll liegt nicht auf den Straßen herum, sondern wird gesammelt und verbrannt. Jeder Haushalt hat eine Latrine. Die Schule verfügt über eigenes, neues Latrinengebäude – früher gingen die Schüler für ihr „Geschäft“ in den Wald. Vor einiger Zeit wurde ein Schüler dabei von einer Schlange gebissen – diese Gefahr ist jetzt deutlich reduziert und war auch eine Motivation für die Dorfbewohner, sich für das Sanitärprogramm einzusetzen.

Das Dorf nennt nun mehrere eingefasste Brunnen ihr Eigen; ein dorfeigenes Wasser-Komitee verwaltet und hütet die Wasserpumpe, die mit Unterstützung von Nestlé instandgesetzt wurde. Für einen kleinen Kostenbeitrag, mit dem die Reparaturen der Pumpe bezahlt werden können, bekommen die Familien nun sauberes Wasser und sparen sich den langen Fußweg zum nächsten Fluss. Abwasser fließt nicht mehr durch das Dorf, sondern wird kontrolliert entsorgt.

Ohne die Eigenleistung der Dorfbewohner könnten die Projekte nicht umgesetzt werden - und es ist wichtig, dass sie selber Verantwortung für ihre Lebenssituation übernehmen. Für größere Projekte wie das Latrinengebäude oder die Instandsetzung der Pumpe sind sie aber auf einen finanziellen Zuschuss der Partner angewiesen, und das IFRC hilft den Bauern, sich besser zu organisieren und selber aktiv zu werden.

Die Dorfbewohner bringen die Vorteile für sich auf den Punkt: Seit Einführung dieser eigentlich einfachen Maßnahmen sind Infektionskrankheiten im Dorf deutlich zurückgegangen. Rund 300.000 Menschen in der Region haben bisher vom Wasser- und Sanitärprogramm des IFRC profitiert.

Bildung ist der Schlüssel

In der Nähe der Kleinstadt Lakota haben wir die Möglichkeit, uns eine der bisher 42 Schulen ansehen, die von Nestlé und unseren Partnern vor Ort gebaut oder renoviert wurden: Die Kinder müssen meist weite Wege zu ihren Schulen zurücklegen, 15 km sind nicht ungewöhnlich, und häufig passieren Unfälle. Auch deswegen schicken viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule, sondern lassen sie auf ihren Farmen mitarbeiten. Umso wichtiger ist es, dass eine Schule in der Nähe ist - auch ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Kinderarbeit. 

Die Schule im Dorf Gnakpalilie verfügt über drei Klassenzimmer für die 304 Schüler und Schülerinnen; die Kinder sind zwischen sechs und 15 Jahren alt, dann endet auch die Schulpflicht. Die "Nestlé" Schulen sind an das staatliche Schulprogramm angeschlossen, die Lehrer werden von der Regierung entsandt. Das Dorf hat auch ein Schulkommitee eingerichtet, mit dem wir sprechen. Unterricht findet an dem Tag nicht statt - die Sommerferien haben bereits begonnen. Die Dorfbewohner geben uns deutlich zu verstehen, wie dankbar sie für die Schule sind - gerade wegen der Sicherheit der Kinder.

Schulung von Bäuerinnen. Foto: Achim Drewes 

Unterstützung für Bäuerinnen

Die letzte Station unserer Reise ist Abengourou im Osten des Landes – gut sechs Stunden mit dem Geländewagen. Die Straßen sind „abwechslungsreich“ – teilweise im Bau, teilweise funkelnagelneu, teilweise desolat. In der Region Abengourou ist der Kakaoanbau traditionell fest verankert; neun von zehn Bauern sind in Kooperativen organisiert, die Infrastruktur ist deutlich besser als in der Region Gagnoa.

Wir haben bei dieser Station zwei Schwerpunkte: Wir wollen vor allem einen Blick auf Aktivitäten zur Stärkung von Bäuerinnen werfen. Außerdem besuchen wir hier Kooperativen, die beim Projekt PROPLANTEURS (pdf) eingebunden sind – dieses Projekt wurden vom deutschen Forum Nachhaltiger Kakao ins Leben gerufen, unter Beteiligung von Industrie, Handel und den Ministerien für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das Forum Nachhaltiger Kakao wurde von der Bundesregierung als Leuchtturmprojekt der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet; neben praktisch allen wesentlichen Süßwarenherstellern und Handelsunternehmen ist auch Nestlé Mitglied des Forums und unterstützt das Projekt finanziell.

PROPLANTEURS vor Ort

Da wir ohnehin vor Ort sind, wollen wir uns anschauen, wie PROPLANTEURS angelaufen ist und wie sich Nestlé Cocoa Plan und PROPLANTEURS ergänzen. Wir treffen uns mit den Vertretern der Partner – dem Conseil Café et Cocoa (einer Organisation des Ivorischen Landwirtschaftsministeriums), Technoserve und Anader (Partner für Schulungen und Professionalisierung von Kooperativen). Organisiert wurde das Treffen von der Vertreterin des deutschen Kakaoforums vor Ort.

Feldarbeit. Foto: Achim Drewes 

Zwei konkrete Aktivitäten von PROPLANTEURS stehen hier am Start: Kooperativen werden vom Partner Technoserve in Hinsicht auf Verbesserungspotentiale analysiert und erhalten Unterstützung bei der Umsetzung der Empfehlungen – zum Vorteil der Bauern. Ein zweites Projekt soll gezielt Frauen in den Kooperativen fördern. Ein Team von „Animatricen“, also Trainerinnen, motiviert Frauen, ihren Männern ein kleines Stück Land abzuringen, berät sie bei der Auswahl von Lebensmittelpflanzen, die sie anbauen könnten, und auch z.B. in Ernährungsfragen. In der Kooperative SCANIA, die Partner des Nestlé Plan ist und auch in PROPLANTEURS mitarbeitet, besuchen wir Bäuerinnen, die sich als Gruppe zusammengeschlossen haben – gemeinsam haben sie eine Fischzucht aufgebaut, sie bauen Mais, Okra-Schoten und auch Kakao an. Durchaus erfolgreich – auch wenn die Fischzucht bisher nicht den gewünschten Ertrag abwirft.

Wir besuchen als letzte Station „auf dem Feld“ einen Bauern der Kooperative SCANIA. Auf einer relativ kleinen Fläche von einem halben Hektar baut Khofi Kanga Kakao, Pampelmusen und Kokosnüsse an. Daneben ist er auch Verbindungsmann der Kooperative für das Programm zur Bekämpfung von Kinderarbeit. Der etwa 30 Jahre alte Khofi ist erst seit 2011 Bauer – nach seinem Schulabschluss hatte er zunächst vergeblich versucht, in Abidjan Arbeit zu finden. Die Unterstützung durch Trainer von ANADER hat ihm geholfen, als Bauer Fuß zu fassen. Auf seiner Pflanzung diskutieren wir über die Bedeutung von Schattenbäumen und die Qualität der Böden – die Auswahl der richtigen Schattenbäume kann wohl, so erfahren wir, auch gegen die Ausbreitung bestimmter Pflanzenkrankheiten helfen.

Ein Beispiel für viele: Fortschritte und Ausblick in der Kooperative SCANIA

Bevor es auf den Rückweg nach Abidjan und Deutschland geht, gibt es eine Abschlussbesprechung mit der Kooperativenleitung von SCANIA und den Partnern. Wir besprechen mit Nathan Bello, Nestlé Côte d’Ivoire, der die Umsetzung des Nestlé Cocoa Plan im Land verantwortet, und den Partnern die Säulen des Programms und die Ergebnisse in der Kooperativen:

  • Die meisten Bauern sind zertifiziert, und zwar nach allen drei Standards: Fairtrade, UTZ und Rainforest Alliance (Nestlé arbeitet bei Kakao mit Fairtrade und UTZ).
  • Die Mehrfach-Zertifizierung hat für die Kooperative durchaus den Vorteil, dass sie mehr Kakao gegen Prämien verkaufen kann. Über 80 % des Kakaos ist zertifiziert, jeweils etwa die Hälfte davon wird mit Fairtrade- oder UTZ-Zertifikat verkauft. Die Zertifizierung verursacht zwar erhebliche Kosten, die aber über die Prämien mehr als gedeckt werden.
  • Etwa 500 der 653 Mitglieder haben an Weiterbildungen teilgenommen; Lead-Farmer unterstützen weitere Bauern.
  • Die Kooperative hat bereits rund 40 Hektar mit Nestlé Setzlingen erneuert; es gibt Beratung und Unterstützung bei der Schädlingsbekämpfung, Mikrokredite für Hilfmittel und anderes
  • Auf der sozialen Seite ist die Kooperative auch auf einem guten Stand: Das „Child Labor Monitoring und Remediation“-System ist bereits umgesetzt, mit 14 Verbindungsleuten in den Dörfern und dem Koordinator bei der Kooperative (der auch an dem Treffen teilnimmt).
  • Auch das Programm mit dem IFRC für die Verbesserung des Zugangs zu Wasser und Sanitätsversorgung laufen in der Kooperative.
  • Mit PROPLANTEURS werden Frauen gefördert, die Lebensmittelpflanzen anbauen. Sie erhalten Trainings und Unterstützung. Einige Pflanzen wie Kassava vertragen sich gut mit Kakao und können auf der gleichen Fläche angebaut werden: So können die Frauen zum Einkommen der Familien und nicht zuletzt zum Schulgeld der Kinder beitragen.

Mit diesen zahlreichen Eindrücken machen wir uns schließlich auf den Rückweg nach Abidjan und zum Flughafen. Was das Verabschieden von Gästen angeht, haben die Menschen hier einen liebenswerten Ausdruck: Sie geben ihnen ihre Wünsche für eine glückliche Reise für „den halben Weg“ mit, damit die Gäste wieder zurückkommen. Nun – sehr gerne.