Bildung als leuchtendes Beispiel

Der Bau einer Schule für Didier Drogbas Stiftung bietet Kindern eine bessere Zukunft
Nestlé und Didier Drogba gegen Kinderarbeit in Elfenbeinküste

Jubel bricht aus als der junge Fußballstar aus der Elfenbeinküste ein Tor schießt…

Er feiert sein Tor und gibt dem zweifachen afrikanischen Fußballer des Jahres, Didier Drogba, ein High-Five. Drogba ist bekannt als ehemaliger Star des Nationalteams der Elfenbeinküste, sowie von internationalen Topklubs wie Marseille und Chelsea.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht um das Finale des Afrika Cups, das vor Tausenden von Zuschauern ausgetragen wird, sondern um einen lockeren „Kick“ auf einem staubigen Bolzplatz in einem kleinen Dorf in Elfenbeinküste, der größten kakaoproduzierenden Nation der Welt.

Und der Torschütze ist ein kleines Kind, das an der Seite seines Landsmanns und Helden spielt. Das ist der Stoff aus dem die Träume sind.

Mit dem Besuch des Dorfes setzt Didier Drogba ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Bildung, Nachhaltigkeit und Sport in diesem Land.

Diese Botschaft schwingt auch im Klassenzimmer der neu erbauten Schule mit. Dort zeigt er begeisterten Kindern einen speziellen Ball, der, wie er erklärt, Bewegungsenergie speichert, wenn sie damit Fußball spielen.

Verknüpfung von Sport und Bildung

„Es ist ein Zauberball, oder?“, fragt er, während er demonstriert wie der aufgeladene Fußball genutzt werden kann, um eine Lampe zu betreiben. So können die Kinder den Ball abends nutzen, um ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Licht durch Fußball hilft der Bildung

Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht und etwas, dass wir in Industrieländern als selbstverständlich ansehen. In Elfenbeinküste jedoch bleibt sie für viele ein Traum, nachdem tausende Schulen im Bürgerkrieg zerstört wurden.

Diese Kinder haben vergleichsweise Glück, da viele andere keine Alternative zur Arbeit auf der Farm ihrer Familien haben. Selbst wenn Schulen vor Ort existieren, lassen einige Eltern aufgrund der ländlichen Armut ihre Kinder trotzdem arbeiten.

Laut einer aktuellen Untersuchung der Tulane Universität http://www.childlaborcocoa.org/index.php/2013-14-final-report gibt es aktuell 1,2 Millionen Kinder in Elfenbeinküste, die im Kakaoanbau arbeiten.

Diesen Kindern wird das Recht auf Bildung verwehrt und ihnen fehlt die Freizeit oder Energie, um Mannschaftsspiele wie Fußball zu spielen, die zudem für ihre körperliche und mentale Entwicklung unverzichtbar sind.

Verbesserung der sozialen Bedinungen

Didier Drogba rief die nach ihm benannte Stiftung http://www.fondationdidierdrogba.org/en/foundation ins Leben, um genau diesen gefährdeten Ivorern mit Bildung zu helfen. Dabei hat er sich mit Nestlé zusammengetan, um gemeinsam die Bemühungen voranzutreiben.

Darrell High, Leiter des Nestlé Cocoa Plan, erklärte, dass das Unternehmen eine neue Grundschule für die Stiftung in Drogbas Herkunftsregion Gagnoa bauen wird.

Die Partnerschaft hebt hervor, dass KitKat nun die weltweit erste Schokoladenmarke ist, welche für ihre Produkte 100 % nachhaltig angebauten Kakao bezieht, der aus dem Nestlé Cocoa Plan stammt.

Nestlé Deutschland erreichte dieses Ziel in ihrer Produktion bereits vor einem Jahr. Dort wird für alle Schokoladen-Produkte bereits seit 2015 ausschließlich nachhaltig angebauter Kakao aus dem Nestlé Cocoa Plan bezogen.

Nachhaltiger Kakaoanbau durch den Nestlé Cocoa Plan

Der Plan ermöglicht den Bauern einerseits profitable Farmen zu führen und stellt den Unternehmen andererseits nachhaltig angebauten Kakao in guter Qualität für ihre Produkte zur Verfügung. Entscheidend ist aber, dass durch den Plan die sozialen Bedingungen in Farmgemeinschaften verbessert werden.

Nestlé hat eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Kinderarbeit in der Lieferkette und hat bereits 42 Schulen mit Kapazitäten für tausende Kinder und junge Menschen gebaut und an das staatliche Schulsystem übergeben, um das Problem zu bekämpfen.

Allein Klassenzimmer zu bauen, genügt jedoch nicht. Nestlé baut auch Unterkünfte für Mitarbeiter, um gute Lehrer für ländliche Gegenden zu gewinnen, welche im Gegenzug Eltern überzeugen, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Außerdem werden getrennte Toiletten errichtet, damit die Schulen auch für weibliche Schüler attraktiv sind, und Kantinen gebaut, um warmes Essen zu servieren.

Schulbau funktioniert

Nick Weatherill, Geschäftsführer der International Cocoa Initiative, einer Organisation die sich um den Schutz von Kindern in Kakao-Gemeinschaften kümmert, betont, dass gut gebaute Schulen im Kampf gegen Kinderarbeit helfen.

„Wenn es keine Schule in einer Gemeinde gibt, dann gibt es keine wirkliche Alternative für Kinder. Da die Eltern sie kaum ohne Aufgabe zuhause sitzen lassen, ist die Wahrscheinlichkeit für diese Kinder höher, dass sie auf der Farm mitarbeiten müssen. Deshalb ist der Bau von Schulen ein essenzieller Teil der Lösung.“

Nestlé hilft Kindern in die Schule zu gehen

„Wenn die Schule qualitative Bildung bietet und zudem kostenlos ist, dann wird sich kaum ein Kakaobauer finden, der sein Kind nicht zur Schule schicken will. Das zeigt aber auch, dass das Schulgebäude allein nicht genug ist.“

Weatherill warnt, dass Bauern abgeneigt sein können ihre Kinder zur Schule zu schicken, wenn sie sich keine erwachsenen Arbeiter leiten können, die die Arbeit stattdessen erledigen. Deswegen muss außerdem das Problem der ländlichen Armut angegangen werden.

Kindern Hilfe bieten

Nestlé geht dieses Problem durch ein Monitoring System an, das in der Kakaoindustrie einzigartig ist. Dabei werden Kontaktpersonen in lokalen Gemeinden angeworben, die Kinder identifizieren, die arbeiten oder für die ein Risiko besteht.

Glückliche Schulkinder in der Elfenbeinküste dank Schulbau durch Nestlé

Sobald ein Kind gefunden wurde, wird ihm geholfen, eine Schule zu besuchen. Manchmal fehlen den Kindern einfach nur eine Geburtsurkunde oder Schuluniform, in schwierigen Fällen kann deren Müttern Hilfe angeboten werden, neue Einkommensquellen zu finden, um dadurch die Schulkosten zu decken.

„Wir behaupten nicht, dass wir das Problem der Kinderarbeit gelöst haben. Aber durch die Unterstützung von profitabler und nachhaltiger Arbeit der Bauern in Elfenbeinküste, sowie durch spezielle Maßnahmen, die Kindern helfen, die Schule zu besuchen und ihr Potential auszuschöpfen, arbeiten wir hart daran etwas zu bewirken.“, sagt Darrell High.

Zwei Afrikaner ernten Kakao.

Einsatz für mehr Lebensqualität

Mehr Qualität, mehr Ertrag, bessere Lebensbedingungen: Nestlé engagiert sich für Kakaobauern in Elfenbeinküste und den Kampf gegen Kinderarbeit.

Schulklasse

Maßnahmen gegen Kinderarbeit

Nestlé ist gegen jede Form der Ausbeutung von Kindern. Wir verpflichten unsere Geschäftspartner und Zulieferer dazu, die strengen sozialen und ethischen Standards der Nestlé-Unternehmensgrundsätze einzuhalten und überprüfen dies regelmäßig.

Zwei Frauen haben Früchte geerntet

Mehrwert schaffen

Als führender Lebensmittelhersteller und global aufgestelltes Unternehmen tragen wir eine soziale Verantwortung, die wir bewusst und aktiv wahrnehmen. Wir engagieren uns für faire Arbeitsbedingungen und für bessere Lebensbedingungen der Menschen, die mit Nestlé zusammenarbeiten.