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Der Weg zu „Zero Water“ Werken

Wasser ist ein wertvolles Gut und es ist wichtig, effizient und verantwortungsbewusst damit umzugehen. Die Verringerung von Abwasser und die Wiederverwendung, wo immer es möglich ist, können dazu beitragen diese lebensnotwendige natürliche Ressource zu bewahren. Deshalb hat Nestlé in einem ihrer Werke in Mexiko umfangreiche Maßnahmen ergriffen um Wasser einzusparen. Der Wasserverbrauch in der Produktionsstätte ging von 1,6 Millionen Liter pro Tag auf null. Doch wie konnte das erreicht werden?

Die Vorteile nutzen

Die Molkerei ist zum weltweit ersten “Zero Water”-Produktionsstandort von Nestlé geworden. Die Fabrik steht im zentral gelegenen mexikanischen Bundestaat Jalisco, der nur knappe Wasserressourcen zur Verfügung hat. Sie nutzt daher heute nur noch wiederaufbereitetes Wasser aus dem Molkereibetrieb. Vereinfacht gesagt: Anstatt Wasser aus dem Boden oder dem Wassernetz zu beziehen, gewinnt die Fabrik ihr ganzes Wasser aus der Milch, die dort verarbeitet wird.

Die Anlage nimmt die frische Kuhmilch, die in der Regel zu rund 88 % aus Wasser besteht, und erwärmt diese bei niedrigem Druck. Dadurch wird ein Teil dieses Wassers entfernt. Der so entstandene Dampf wird kondensiert, aufbereitet und zur Reinigung der Verdampfungsmaschinen verwendet. Sobald die Maschinen gereinigt wurden, wird das Wasser noch einmal gesammelt, gereinigt und ein zweites Mal genutzt. In dieser Fabrik muss nun kein externes Wasser mehr verwendet werden.

Die Wasserversorgung in Mexiko ist aufgrund des Bevölkerungswachstums ein wichtiges Thema. Deshalb ist das Sparen von Grundwasser für das Wohlbefinden der lokalen Bevölkerung von großer Bedeutung.

Drei Einsparungswege

Nestlé benutzt einen dreiphasigen Ansatz, um den Wasserverbrauch in den Fabriken zu verringern.

  1. Erstens suchen Ingenieure nach Möglichkeiten zur Verbesserung der bestehenden Herstellungsprozesse.
  2. Zweitens suchen sie nach Möglichkeiten, bereits genutztes Wasser wiederzuverwenden.
  3. In der dritten Phase nutzen sie neue Ansätze, um Wasser aus Rohstoffen zu extrahieren und zu recyceln.

Die Molkerei in Mexiko ist ein großartiges Beispiel für eine Innovation aus dieser dritten Phase. In mehr als 80 Fabriken weltweit setzt Nestlé heute diesen Drei-Phase-Ansatz um. Die Umstellung der Molkerei auf Wasserautarkie war ein solch großer Erfolg, dass auch die Nestlé Milchfabrik in der kalifornischen Stadt Modesto auf die „Zero Water“-Technologie umgestellt wird. Das Projekt, das sieben  Millionen Schweizer Franken kosten wird, soll nach der Fertigstellung 2018 knapp 286 Millionen Liter pro Jahr einsparen.

Eine kostbare Ressource

Die globale Forschungsorganisation World Resources Institute unterstützt Nestlé dabei ihr Wassermanagement ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich vorteilhaft zu gestalten. Innovation und ein sorgfältiges Management hat bei Nestlé dazu beigetragen, den Wasserverbrauch in den vergangenen 10 Jahren um ein Drittel zu senken. Das Unternehmen hat sich dazu verpflichtet, Vorreiter in der Wassereffizienz zu sein. Damit zahlt Nestlé auf das sechste Ziel der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein. Es handelt unter anderem davon den Anteil des unbehandelten Abwassers zu halbieren, sowie das Wasserrecycling und die sichere Wiederverwendung zu erhöhen. Unternehmen sind hierbei wichtig, um dieses Ziel zu erreichen.

Projekte wie die “Zero Water”-Fabrik zeigen, was möglich ist.