Auslandserfahrung hilft bei der Jobsuche

Portugiesin Claudia absolviert ihr Auslandssemester bei Nestlé Deutschland

Claudia arbeitet am PC und sitzt vor einer Landkarte bei Nestlé in Frankfurt.

Claudia Seidenstricker absolviert mit 24 Jahren derzeit ihr Masterstudium im Bereich Strategy & Business Consulting in Lissabon. Ihr Auslandsemester wollte die gebürtige Portugiesin unbedingt in Deutschland verbringen und hat durch die Youth Employment Initiative ihr Praktikum im Export bei Nestlé in Frankfurt am Main begonnen. Im Interview erzählt sie über ihren Arbeitsalltag, den Unterschied zwischen der deutschen und portugiesischen Arbeitsweise und die Jobperspektiven in Portugal.

Claudia, warum hast du dich bei deinem Auslandspraktikum für Nestlé in Deutschland entschieden?

„Ich habe mich für Nestlé Deutschland entschieden, weil ich berufliche Erfahrungen im Ausland machen wollte und bereits ein bisschen Deutsch spreche. Ich habe die Stellenausschreibung auf der Internetseite von Nestlé gesehen und bin sehr glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Es gefällt mir sehr gut hier, und ich fühle mich richtig wohl. Das Unternehmen ist sehr dynamisch, und das gefällt mir.“

Du arbeitest im Bereich Export. Was sind deine Aufgaben?

„Ich unterstütze mein Team bei internationalen Projekten. Wir arbeiten wirklich mit der ganzen Welt zusammen. Beispielsweise mit Russland, Australien oder mit den USA. Hauptsächlich bin ich für die organisatorischen Abläufe und das Alltagsgeschäft zuständig. Das beinhaltet vor allem Produktinformationen aufstellen, die Transferpreise koordinieren, Bestellungen bearbeiten und Präsentationen für den internationalen Markt vorbereiten.“

Claudia steht in der Nestlé Zentrale in Frankfurt.
Claudia Seidenstricker arbeitet in der Nestlé Deutschland Zentrale in Frankfurt am Main.

Du bist seit knapp vier Monaten bei Nestlé. Wie beurteilst du deine bisherige Zeit?

„Ich finde es großartig, dass mir meine Vorgesetzten so viel Verantwortung übertragen und mir vertrauen. Ich war bis Ende August im Export bei Bübchen und bin jetzt für die Marke Maggi zuständig. Deshalb konnte ich bereits verschiedene  Einblicke gewinnen und habe viel gelernt. Die zwei Bereiche sind ja völlig unterschiedlich. Maggi hat eine größere und vielfältigere Produktrange als Bübchen. Was mir an der Marke Bübchen gefällt, ist das besondere „mind set“, da es hier um Kinderpflege geht. Außerdem darf ich im Export auch mal kreativ sein, und ich kann meine Ideen mit einbringen, die auch positiv angenommen werden. Zum Beispiel in Präsentationen für unsere internationalen Kunden.

Welchen Wert hat das Praktikum bei Nestlé für deinen beruflichen Werdegang in Portugal?

„In Portugal ist es sehr wichtig, wenn man Auslandserfahrung mitbringt. Es gibt wenige Stellen, und die sind begehrt, dafür muss man also gut ausgebildet sein. Wer in Deutschland und dann auch noch bei einem so großen Unternehmen wie Nestlé gearbeitet hat, hat bessere Chancen auf einen Job.“

Gibt es bei der Arbeit Unterschiede zwischen Deutschen und Portugiesen?

„(lacht) Die Portugiesen arbeiten zwar länger, sind aber nicht so produktiv wie die Deutschen. Hier ist alles organisiert und funktioniert schneller. In Portugal dauern mir die Prozesse einfach zu lange. Das könnte noch optimiert werden.“

Wie sind deine Zukunftspläne für deine Karriere?

„In ein paar Jahren könnte ich mir vorstellen, wieder in Portugal zu arbeiten. Aber im Moment nicht. Vorher will ich noch Berufserfahrungen im Ausland sammeln. Zum Beispiel in den USA oder Brasilien, wo ich bereits mal gewohnt habe. Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, in Deutschland zu bleiben. Mein Vater ist Deutscher und auch mein Patenonkel wohnt hier, daher habe ich zu Deutschland einen familiären Bezug und fühle mich sehr wohl hier.“

Pedor arbeitet als Praktikant im Chocoladenwerk Hamburg von Nestlé

Pedros Tagebuch

Pedro ist der erste portugiesische Praktikant im Chocoladenwerk Hamburg, der durch die Youth Employment Initiative eine Stelle bei Nestlé Deutschland angetreten hat. In seinem Tagebuch berichtet er von seinem großen Abenteuer.

Spanische Azubis arbeiten in der Nestlé Fabrik in Mainz

Für ein besseres Leben

Amin und Alberto sind angekommen: Die beiden Spanier haben ihre Ausbildung bei Nestlé Deutschland im Nescafé-Werk in Mainz begonnen. Über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen im Alltag.