Der Alltag beginnt

„Ich hatte große Erwartungen und wurde nicht enttäuscht“

Agnes zeigt Pedro etwas auf dem Computer

Guten Morgen! Eine neue Woche hat begonnen und ich, Pedro, möchte von meinem Arbeitsalltag in Hamburg erzählen. Als Praktikant berichte ich in diesem Tagebuch von meinen Erlebnissen.

Um von meiner Wohnung zum Werk zu kommen, nehme ich gewöhnlich den Bus. Manchmal fahre ich auch mit dem Fahrrad, wie viele Hamburger hier. In meiner Heimatstadt Lissabon wäre das leider undenkbar, da ein Fahrrad als Transportmittel wirklich eine Herausforderung ist. Nach meiner Ankunft im Chocoladenwerk und meiner Anmeldung am Empfang ziehe ich meine Arbeitskleidung an. Sichere Schuhe sind ein Muss. Dann geht es los.

Die ersten Wochen

Pedro hat einen eigenen Arbeitsplatz im Chocoladenwerk Hamburg
Pedro hat seinen eigenen Arbeitsplatz im Chocoladenwerk Hamburg.

In meinen ersten Wochen arbeite ich hauptsächlich im Bereich OI – Industrial Organisation. Jetzt bin ich in der Produktion von Schokolade tätig und beobachte die Herstellung aus dem Kontrollraum. Ich finde es großartig, den direkten Kontakt zur Produktionsstelle zu haben, da ich durch die Produktionskollegen am Standort einen tiefen Einblick und ein besseres Verständnis für die Vorgänge und Abläufe erhalte. Die enge Zusammenarbeit mit ihnen ermöglicht mir auch eine schnelle und effiziente Suche nach Problemlösungen, was sehr wichtig ist. Ich bin froh, dass die Arbeit so abwechslungsreich ist.

Manchmal habe ich auch Meetings, in denen ich mit meinen Arbeitskollegen über verschiedene Themen diskutiere und sie bei verschiedenen Projekten unterstütze. Wie zum Beispiel in der vergangenen Woche, als ich an neuen Vorschlägen für die Verbesserung und Effizienzsteigerung der Smarties Verpackungen gearbeitet habe. Bei den Meetings ist auch meine Kollegin Agnes mit dabei, die ebenfalls im OI Department arbeitet.

Das Casino

Pedro und sein Supervisor arbeiten an einer Maschine
Pedro und sein Supervisor arbeiten an einer Maschine.

In der Mittagspause geht es immer in das „Casino“, die Kantine von Nestlé, wo wir zwischen drei unterschiedlichen Menüs wählen können. Die Kollegen sitzen in gemeinsamer Runde und haben eine angenehme Zeit. Während der Mittagspause gehe ich auch manchmal in den „P-Shop“. Das ist ein kleiner Supermarkt im Gebäude, in dem Nestlé Mitarbeiter spezielle Nestlé Produkte aus aller Welt kaufen können.

Der Nachmittag gestaltet sich meist wie der Morgen, allerdings kann ich nicht von einem routinierten Ablauf sprechen, da ich in verschiedenen Bereichen arbeite und somit in viele Projekte einbezogen bin. Und das ist erst der Anfang meines Praktikums. Ich bin gespannt auf die weiteren spannenden Erfahrungen, die ich bei Nestlé sammeln werde.

Feierabend

Nach der Arbeit habe ich meistens noch Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt, einen Einkauf im Supermarkt oder zum Sport zu gehen. Meine Lieblingssportarten sind Fußball und Tennis, daher habe ich gleich zu Beginn nach Arbeitskollegen gesucht, mit denen ich nach der Arbeit zum Sport gehen kann. Ein Mal die Woche spiele ich nun mit meinem Vorgesetzten Tennis und an den Wochenenden spiele ich mit meinen Kollegen aus der Produktion Fußball.

Bevor ich mein Praktikum in Hamburg begonnen habe, hatte ich bereits Basis-Sprachkenntnisse in Deutsch, da ich davor ein Erasmus-Semester in Deutschland verbracht habe. Zu den Fortgeschrittenen gehöre ich leider noch nicht. Ich muss noch viel lernen. Allerdings lerne ich täglich dazu, durch das praktische Arbeiten und den Kontakt mit meinen Kollegen. Zusätzlich besuche ich ein Mal in der Woche einen Sprachkurs und kann täglich online Vokabeln üben von zu Hause aus. Deutsch ist wirklich keine einfache Sprache zum Lernen. Ich bin mir aber sicher, dass ich meine Kenntnisse durch die neuen Arbeitserfahrungen in Deutschland und die tägliche Unterstützung meiner Kollegen verbessern werde.

Leben in Hamburg

Pedro steht vor den Lichtspielen in Planten un Blomen
Feierabend in Planten un Blomen: In dem Park gibt es im Sommer jeden Abend sehenswerte Wasserlichtspiele.

Ich hatte große Erwartungen an das Leben in Hamburg und ich wurde nicht enttäuscht. Die Stadt ist wirklich wunderschön und bietet zahlreiche Angebote an Kulturveranstaltungen, wie Musikfestivals und Nightlife. Außerdem gibt es viele schöne Erholungs- und Besichtigungsorte, wie die Alster am City Center, den  „Planten un Blomen” Park mit den Wasserlichtspielen und dem Stadtpark, in dessen Nähe ich wohne. Hierher kommen, vor allem jetzt im Sommer, viele Leute, um einfach zu entspannen, mit ihren Freunden Sport zu machen oder sich zu amüsieren. Im Moment ist es draußen recht sommerlich, deshalb war ich zum Abkühlen auch mal im Freibad.

Ich wusste bereits vorher, dass ich hier in Hamburg nicht das gleiche sonnige und warme Wetter wie in Lissabon haben werde, aber ich werde mich an diese besondere Situation anpassen und von den Bewohnern lernen, wie man die unterschiedlichen Wetterbedingungen nutzt, indem man beispielsweise bei Regen in die Stadt geht. Weitere Gründe, warum ich die Stadt hier so toll finde, sind die zahlreichen Parks, Seen und Flüsse, wie die Elbe. Ob Boot Trip oder Hafenblick – die Aussicht ist fantastisch!

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG
Nestlé Deutschland hat fünf Auszubildende aus Spanien eingestellt

Aufbruch Generation Hoffnung

Ohne Perspektive in ihrem Heimatland, aber mit viel Zuversicht beginnen fünf junge Spanier diesen Sommer ihre Ausbildung bei Nestlé Deutschland. Dank der Youth Employment Initiative haben die Jugendlichen die Chance auf eine bessere Zukunft.

Vor seinem ersten Arbeitstag macht Pedro ein Selfie vor dem Nestlé Chocoladenwerk Hamburg

Pedro sammelt erste Erfahrungen

Bereits am ersten Arbeitstag hat Pedro Anschluss bei seinen Kollegen im Chocoladenwerk Hamburg gefunden: Der Praktikant aus Portugal ist von Anfang an bei allen Teammeetings dabei und kann sein Wissen aus dem Studium in der Praxis einbringen. Von seinen Erfahrungen berichtet er in seinem zweiten Tagebucheintrag.