Neue Perspektiven mit bester Unterstützung

Spanische Jugendliche starten ihre Ausbildung

Zwei spanische Azubis starten ihre Ausbildung im Mainzer Nescafé Werk. 

„Das frühe Aufstehen ist nicht einfach“, antwortet Amin auf die Frage nach der größten Herausforderung, die das Leben in Deutschland mit sich bringt. Doch das ist nicht die einzige Hürde, die der junge Spanier zu bewältigen hat: er muss im Arbeitsalltag mit der schweren deutschen Sprache klarkommen, eine Wohnung suchen, Arztbesuche bewältigen und Freunde finden.

Mit den Anpassungen in dem neuen Land ist der neue Azubi zum Mechatroniker im Mainzer Nescafé Werk nicht alleine. Auch sein Kollege und Landsmann Alberto ist im Sommer für seine Ausbildung nach Mainz gezogen. Insgesamt haben fünf junge Spanier aus Girona die Möglichkeit erhalten, den Schritt ins europäische Ausland zu wagen, um eine Ausbildung in Deutschland bei Nestlé zu beginnen. Eine große Chance, denn im krisengeschüttelten Spanien sind – trotz erster Anzeichen einer konjunkturellen Erholung – noch immer über die Hälfte aller unter 25-Jährigen ohne Job. Ein Grund, der auch das Verlassen von Familie und Freunden ein wenig erträglicher machte. „Der Abschied von meinen Eltern war sehr hart und jeder Blick zurück war schwer“, erinnert sich Alberto. „Aber jetzt ist es besser, weil ich nicht mehr so nervös und angespannt bin, wie am Anfang.“

Die beiden spanischen Azubis arbeiten an einem Schweißgerät
Amin und Alberto arbeiten in der Werkstatt.

Intensiver Kontakt und beste Unterstützung

Die moderne Kommunikationstechnik um Viper, Whatsapp und Skype ermöglicht Alberto und Amin einen regelmäßigen Austausch mit ihren Eltern. „Ich verstehe mich mit ihnen besser, als zu der Zeit, als ich noch Zuhause lebte“, sagt Amin schmunzelnd und wird von Albertos Grinsen darin bestätigt.

Die beiden 19- und 21-Jährigen haben sich bereits gut eingelebt. Dabei war ihnen, insbesondere zu Beginn, die Unterstützung durch das Team um Werkspersonalleiter Thomas Eisleben eine große Hilfe – vom Arztbesuch bis zur Wohnungsbesichtigung. „Natürlich ist das für uns und unsere Ausbilder eine neue Situation, aber wir haben schnell bemerkt, dass die Sprache häufig gar keine so große Rolle spielt“, stellt Thomas Eisleben fest und lobt seine neuen Schützlinge: „Amin und Alberto haben sich gut integriert, sind sehr motiviert und lernen schnell.“ Rein sprachlich hilft ihnen dabei nicht nur der Deutsch-Intensivkurs, den sie zusätzlich zur Ausbildung viermal pro Woche besuchen, sondern auch der Austausch mit den Kollegen.

Chancen für junge Europäer

„Wir wollen in Deutschland in den nächsten drei Jahren jeweils fünf Lehrstellen und weitere fünf Traineestellen für junge Leute aus Ländern schaffen, die besonders von der Jugendarbeitslosigkeit betroffen sind“, resümiert Thomas Eisleben.

Spanische Azubis lernen Deutsch.
Dank der Youth Employment Initiative kann Nestlé vielen jungen Menschen aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit helfen.

Er bezieht sich dabei auf die Youth Employment Initiative, mit der seit dem Start im November 2013 bereits über 6.000 junge Menschen Arbeit an europäischen Standorten von Nestlé finden konnten. Nestlé Deutschland bietet mehr als 500 Stellen für den Direkteinstieg und die berufliche Qualifizierung an. Und Nestlé geht noch einen Schritt weiter: Im Juni hat Europa-Chef Laurent Freixe die „Alliance for YOUth“ vorgestellt. Diese Allianz zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bildet Nestlé mit rund 150 Partner-Unternehmen in Europa. 

Hierdurch sollen weitere Beschäftigungsangebote entstehen.

Ihr neues Leben in Deutschland haben sie bereits schätzen gelernt, fassen die neuen Azubis zusammen. Immerhin sei das Essen sehr gut. „Ich liebe Wurst und panierte Schnitzel“, erzählt Alberto. Doch an eine Besonderheit werden sich beide wahrscheinlich nie gewöhnen: „Wasser mit Kohlensäure“ – darin sind sich beide einig.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Nestlé Deutschland hat fünf Auszubildende aus Spanien eingestellt

Aufbruch Generation Hoffnung

Ohne Perspektive in ihrem Heimatland, aber mit viel Zuversicht beginnen fünf junge Spanier diesen Sommer ihre Ausbildung bei Nestlé Deutschland. Dank der Youth Employment Initiative haben die Jugendlichen die Chance auf eine bessere Zukunft.

Pedor arbeitet als Praktikant im Chocoladenwerk Hamburg von Nestlé

Pedros Tagebuch

Pedro ist der erste portugiesische Praktikant im Chocoladenwerk Hamburg, der durch die Youth Employment Initiative eine Stelle bei Nestlé Deutschland angetreten hat. In seinem Tagebuch berichtet er von seinem großen Abenteuer.