„Nicht irgendein Job, sondern der Traumjob“

Wie eine junge Spanierin auf den Wohlfühlfaktor setzt

Irene Rodriguez Rubio sitzt am PC und lächelt. 

Irene Rodriguez Rubio weiß, was sie will: sich ausprobieren und dabei den Job finden, der wie maßgeschneidert zu ihr passt. Ein wenig wählerisch zu sein, kann sich die Spanierin ohne Zweifel erlauben. Im Trainee-Programm der Nestlé-Tochter erlenbacher Backwaren findet die 23-Jährige, was sie sich gewünscht hat.

Als Irene Rodriguez Rubio ihren ersten Job sucht, ist klar: Es soll nicht einfach irgendeine Arbeit sein, sondern der Traumjob. Ein wenig wählerisch zu sein, kann die Spanierin sich ohne Zweifel erlauben. Mit 23 Jahren hat sie zwei Bachelor-Abschlüsse in European Business in der Tasche, einen von der Universität Antonio de Nebrija in Madrid und einen von der Fachhochschule Münster; beide überdurchschnittlich abgeschlossen. Nebenbei hat sie diverse Praktika absolviert und spricht sechs Sprachen. Französisch ist nahezu ihre zweite Muttersprache, Deutsch und Englisch spricht sie fließend. Portugiesisch hat sie in einem sechsmonatigen Praktikum in Brasilien aufgeschnappt, und weil ihre kleine Adoptivschwester aus China stammt, hat sie fünf Jahre lang Chinesisch gelernt.

Irene Rodriguez Rubio absolviert ein Out of Home Trainee Programm bei erlenbacher.
Irene identifiziert sich mit ihrer Stelle bei erlenbacher.

Keine Frage: Irene verkörpert, was sich viele Arbeitgeber wünschen. Doch was wünscht sie sich selbst? „Ich möchte von all den Optionen, die zu mir passen, diejenige finden, mit der ich mich am wohlsten fühle“, sagt die Madrilenin. Mehr Zeit als auf der Arbeit verbringe sie schließlich nirgendwo. Da müsse schon vieles stimmen. Und zwar nicht nur das Geld und der Job an sich, sondern auch die Branche und das Unternehmen selbst, seine Kultur und die Art und Weise, wie es soziale Verantwortung übernimmt: „Denn letztlich bin ich ja ein Teil des Ganzen.“

Ein Programm für die Führungskräfte von morgen

Im Juli 2014 hat Irene schließlich den Einstieg gefunden, nach dem sie gesucht hat – als Trainee im Out of Home Programm „Marketing & Sales“ bei der Nestlé Tochter erlenbacher Backwaren im hessischen Groß-Gerau. Tagtäglich hat die Spanierin mit verschiedensten Nationen, Kulturen und Märkten zu tun. Gefragt sind dabei nicht nur ihr betriebswirtschaftliches KnowHow, sondern auch ihre vielfältigen Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen. Out of Home – das heißt nicht etwa, dass die Trainees aus dem Ausland kommen müssten. Es steht für alles, was nicht den angestammten Lebensmitteleinzelhandel betrifft. Statt Supermärkten sind die Kunden etwa Restaurants, Cafés, Bäckereien, Tankstellen, Kioske oder Freizeiteinrichtungen.

Absolventen wie Irene sind es auch, die Nestlé mit ihrem Trainee Programm ansprechen will. Anders als beim Direkteinstieg, der von der Hochschule unmittelbar in eine feste Position führt, können sich die Trainees 24 Monate lang in verschiedenen Stationen ausprobieren. Erst drei bis sechs Monate vor Ende des Programms legen sie sich auf ihre zukünftige Position fest. Einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten sie jedoch von Anfang an. Denn in ihren Trainees sieht Nestlé die Führungskräfte von morgen. Sie besonders zu fördern, lässt sich das Unternehmen schon heute etwas kosten.

Iene telefoniert in ihrem Büro bei Nestlé.
Irene betreut bei erlenbacher etwa 50 Kunden aus verschiedenen Nationen - da klingelt ständig das Telefon.

„Es ist wie ein kleiner Master – nur von der praktischen Seite“, freut sich Irene. „Hier habe ich die Chance, den Bogen noch breiter zu spannen. Es gibt so viele Positionen, in denen ich mich ausprobieren kann.“ An Irenes Seite steht ein Coach, der sie fachlich begleitet. Mit Marc Honold, dem Leiter International Business New Markets bei erlenbacher, plant sie Schritt für Schritt, welche Stationen sie sich anschauen wird, vereinbart die Ziele für jede Etappe und kann sich Feedback und Rat von ihm einholen, wann immer es nötig ist. Zum Austausch trifft sie sich auch regelmäßig mit einem Vorstandsmitglied und ehemaligen Trainees im sogenannten Patentreffen.

Schon die erste Station im International Key Account könnte für Irene der Volltreffer sein: „Ich wollte schon immer international Sales machen.“ Als Kind hörte sie bereits begeistert zu, wenn ihr Vater, damals ebenfalls im Vertrieb tätig, von seinen Reisen in ferne Länder erzählte. Bei erlenbacher betreut sie nun selbst etwa 50 Kunden aus verschiedenen Nationen, stellt Kuchensortimente für Großhändler und Restaurants von Zypern bis Saudi-Arabien zusammen und koordiniert deren Transport und Qualitätssicherung.

Von kleinen kulturellen Unterschieden und großen Chancen

„Man kann jeden Tag etwas Neues lernen“, freut sich Irene. Spannend findet sie zum Beispiel die Einblicke in kulturelle Gepflogenheiten – scheinbare Kleinigkeiten, die in einer Kundenbeziehung den großen Unterschied machen können. Ob Spanien oder Saudi-Arabien – wer hier anruft, muss sich Zeit nehmen. Wie war der Urlaub? Wie geht es den Kindern? So beginnt ein Profi das Gespräch. Wer gleich wie in Deutschland üblich mit dem geschäftlichen Anlass herausplatzt, riskiert als unhöflich zu gelten. Für Irene ein Heimspiel: „In Spanien verpackt man alles etwas länger und schöner – auch die Kritik“, erklärt die Madrilenin. „Umgekehrt musste ich in Deutschland erst lernen, schnell zum Punkt zu kommen.“

Iene telefoniert in ihrem Büro bei Nestlé.
In Deutschland erhofft sich Irene bessere berufliche Perspektiven als in ihrem Heimatland Spanien.

Trotz der Entscheidung für Deutschland bleibt das Heimweh nicht aus. „Meine Familie, meine Freunde – ich vermisse sie jeden Tag“, sagt Irene. Auch wenn sie hier über ihren Freund in Hessen eine neue Familie und Freunde gefunden hat. Ihn kennt sie noch von der gemeinsamen Studienzeit in Münster. Doch die Liebe war nicht der einzige Grund, der sie in ihrem Beschluss bestärkt hat, nach Deutschland zu gehen. „Was für eine Stelle hätte ich wohl bekommen, wenn ich in Spanien geblieben wäre? Deutschland bietet den Absolventen gute Chancen. In Spanien kann niemand sicher sein, fair behandelt zu werden, und überhaupt eine langfristige Stelle zu bekommen“, ärgert sie sich.

Verantwortung übernehmen, Vorbild sein

Dass sich Nestlé mit der European Youth Employment Initiative auch gerade für Jugendliche aus ihrer Heimat stark macht, hat Irene zusätzlich für ihren Arbeitgeber eingenommen: „Ich finde es toll, dass Nestlé Verantwortung übernimmt. Denn genau das will ich mit meiner Arbeit auch.“ Aus Sicht ihrer Eltern dürfte Irene das schon heute gelungen sein: „Meine Eltern vermissen mich zwar, aber gleichzeitig freuen sie sich darüber, dass ich diese tollen Möglichkeiten habe. So, denken sie, bin ich auch ein gutes Vorbild für meine drei jüngeren Geschwister“, sagt die Spanierin. „Man kann eben auch etwas zurückbekommen, wenn man sich anstrengt.“

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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