„Es hätte für mich nicht besser laufen können“

Francisca aus Portugal berichtet über ihre Praktikumserfahrungen bei Nestlé

Francisca steht zwischen Müsli Verpackungen 

Einmal um die Welt: Damit würde für die 22-jährige Francisca Eurich Couto Rosado Gomes Leal ein Traum in Erfüllung gehen. Schließlich hat es die gebürtige Lissabonerin schon immer ins Ausland gezogen. Dass es der jungen Portugiesin so gut in Deutschland gefällt, ist nicht nur ihrem Fernweh und Arbeitsplatz zuzuschreiben: Denn Francisca hat auch deutsche Wurzeln.

Francisca absolviert derzeit ein sechsmonatiges Praktikum bei Nestlé in Frankfurt. Mithilfe der Youth Employment Initiative ist sie seit Januar 2015 im Bereich Social Media Marketing der Abteilung Cerealien tätig – und das mit Erfolg. Francisca genießt jeden Tag ihres Praktikums und ist glücklich, bei einem international aufgestellten Unternehmen wie Nestlé Erfahrungen sammeln zu dürfen.

Francisca, dein erster Nachname lautet Eurich. Wie kommt es, dass du einen deutschen Nachnamen hast?

Eurich ist der Familienname meiner Großmutter. Sie kommt ursprünglich aus Deutschland, ist jedoch als Baby mit ihren Eltern nach Portugal ausgewandert. Eine Verbindung zu Deutschland hatte ich also schon, bevor ich zum ersten Mal hierher kam. Die deutsche Kultur, Sprache und Mentalität sind mir bereits von Kindesbeinen an vertraut.

Derzeit bist du als Praktikantin im Bereich Social Media Marketing in der Abteilung Cerealien tätig. Wie ist es dazu gekommen?

Meinen Bachelor im Fach Marketing habe ich bereits im Juni vergangenen Jahres in Lissabon absolviert. Um meine Deutschkenntnisse zu verbessern, bin ich im Anschluss an mein Studium von September bis Dezember als Au Pair nach Deutschland gekommen. Wie es der Zufall wollte, landete ich bei einer deutschen Familie in Frankfurt. Während meiner Au Pair-Zeit wurde ich dann von einem ehemaligen Dozenten kontaktiert, der mir von einem Praktikum im Rahmen der Youth Employment Initiative bei Nestlé in Frankfurt berichtete. Das Timing hätte nicht besser sein können! Ich war interessiert und wurde kurz darauf von Nestlé zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Seit Januar 2015 bin ich nun schon im Unternehmen tätig.

Was motivierte dich zu dem Praktikum bei Nestlé?

Francisca mit Lion Müsli Verpackung
Francisca arbeitet im Social Media-Bereich der Cerealien Abteilung.

Die Vorstellung, ein Praktikum bei Nestlé machen zu können, begeisterte mich von Anfang an. Es bot mir nicht nur die Möglichkeit, meine Deutschkenntnisse weiter auszubauen, sondern gab mir ebenfalls die Chance, in einem weltbekannten Unternehmen zu arbeiten. Da ich mein Bachelorstudium bereits beendet hatte, war ich zudem zeitlich flexibel. Die Tatsache, dass ich bereits in Frankfurt lebte, war ein weiterer Vorteil. Dennoch hätte ich nicht daran geglaubt, dass meine Deutschkenntnisse für ein Praktikum bei Nestlé ausreichen würden. Doch die Youth Employment Initiative ist ja gerade für Leute, die nicht aus Deutschland kommen. Es hätte wirklich nicht besser laufen können!

Welchen Wert hat ein Praktikum bei Nestlé für deine berufliche Zukunft?

Die Arbeitssituation in Portugal sieht derzeit schlecht aus. Mit dem Gedanken, später im Ausland zu arbeiten, spiele ich also tatsächlich schon seit längerem. Durch die gewonnene Auslandserfahrung fällt es mir dann auch vielleicht leichter, wenn ich nach meinem Masterstudium in Lissabon im Ausland arbeiten werde. Zudem ist ein Praktikum bei einem großen Unternehmen wie Nestlé eine gute Referenz im Lebenslauf.

Mittelweile bist du bereits seit fünf Monaten bei Nestlé. Was war das Highlight deiner bisherigen Zeit im Unternehmen? 

Meine Kollegen. Sie sind super nett zueinander und immer hilfsbereit. Am Anfang meines Praktikums war ich sehr unsicher und hatte Hemmungen wegen der Sprachbarriere. Doch meine Arbeitskollegen waren immer geduldig und haben mir das Gefühl vermittelt, dass mein Deutsch nicht perfekt sein muss. Zudem setzen sie mich nicht unter Druck, alles auf Anhieb verstehen zu müssen. Gleichzeitig übertragen sie mir dennoch Verantwortung und lassen mich eigenverantwortlicharbeiten. Das finde ich sehr motivierend.

Du arbeitest im Bereich Cerealien. Was sind deine Aufgaben?

Ich betreue viele Themen, die sich im digitalen Raum abspielen. Da die virtuelle Welt immer mehr an Relevanz gewinnt, hat meine Arbeit großes Zukunftspotenzial, wie ich finde. Ich arbeite viel an den Facebook-Seiten von Cini Minis, Lion Cereals und Nestlé Fitness und habe für diese Formate bereits Redaktionspläne erstellt, Posts geplant und eingefügt und diese beobachtet – natürlich immer in Abstimmung mit den zuständigen Brand- und Marketing-Managern.

Das hört sich interessant an! Aber birgt das Praktikum vielleicht auch Nachteile?

(Lacht) Der einzige Nachteil, der durch das Praktikum entstehen könnte, wäre, dass ich zu sehr verwöhnt werde. Die Arbeitsweise bei Nestlé ist sehr strukturiert, gewissenhaft und schnell. In Portugal läuft vieles chaotischer ab. Es wird schwierig sein, sich wieder darauf einstellen zu müssen.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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