Welche Maßnahmen ergreift Nestlé, um die Zerstörung von Wäldern beim Anbau von Palmöl zu vermeiden?

Selbstverpflichtung und externe Bewertung

Nestlé hat sich – unter anderem – verpflichtet, dass der Anbau der Rohstoffe nicht zur Zerstörung von Wäldern beitragen soll. Über die Fortschritte berichtet Nestlé in einem jährlichen Bericht. Nestlé wird auch regelmäßig von externen Organisationen darauf bewertet, wie das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Diese Organisationen untersuchen Standards, Richtlinien und Maßnahmen – zum Beispiel in Bezug auf Umweltthemen, Sozialstandards oder auch Wahrung von Menschenrechten sowie Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Nestlé gehört in der Regel zu den am besten bewerteten Unternehmen der Branche.

Greenpeace bewertet Nestlé positiv

Auch die kritische Umweltorganisation Greenpeace bewertet die Fortschritte von Nestlé in Bezug auf Palmöl positiv: In ihrem Anfang März 2016 erschienenen Bericht über den Anbau von Palmöl würdigte die Nichtregierungsorganisation Greenpeace Nestlé für den Fortschritt, den das Unternehmen in den Bereichen verantwortungsvolle Beschaffung, transparentes Reporting und Reformwillen innerhalb der Branche erreicht hat. Aus 14 weltweit agierenden Unternehmen wurde neben Nestlé lediglich ein weiteres Unternehmen mit „erkennbaren Fortschritten“ bewertet.

Transparente Lieferketten

2015 konnte Nestlé auch in Deutschland die Beschaffung von Palmöl aus verantwortungsvollem Anbau weiter ausbauen: 61,9 % des Palmöls stammten bereits aus transparenten Lieferketten, die entsprechend auf Einhaltung der Nestlé spezifischen Anforderungen überprüft werden können. Weitere 36,7 % wurden nach dem Zertifizierungsstandard „RSPO segregated“ eingekauft. Dieser Standard alleine erfüllt die Nestlé Anforderungen noch nicht uneingeschränkt, wird aber als Übergangslösung akzeptiert. Weitere 1,4 % des Palmöls waren nur nach dem Standard „RSPO Mass Balance“ zertifiziert, da die entsprechenden Materialien (z.B. spezielle Fettmischungen) noch nicht nach dem höheren Standard verfügbar sind.

Die Lieferanten unterstützen

Nestlé verlangt von den Lieferanten Transparenz über die Herkunft und die Verarbeitungsstationen des Palmöls, damit der Anbau auf Einhaltung der Nestlé-Anforderungen überprüft werden kann. Dafür arbeitet Nestlé mit der Non Profit Organisation The Forest Trust (TFT) zusammen, die die Lieferketten für Nestlé analysiert. Lieferanten, bei denen Verstöße gegen die Nestlé Vorgaben festgestellt werden, erhalten in der Regel die Möglichkeit, diese Verstöße zu beheben und die Arbeitsweise zu verbessern. Wenn Lieferanten nicht bereit oder in der Lage sind, die Vorgaben einzuhalten, wird die Lieferbeziehung beendet. Nestlé bietet verbesserungswilligen Lieferanten aber auch Unterstützung bei den notwendigen Veränderungen.


Kritik Fakt 3