Wo kommt unser Kakao her?

Collage der Reise

Qualität im Anbau – die Reise an den Ursprung

Qualität im Kakaoanbau – ein Team von Nestlé Deutschland reist an den Ursprung und schaut vor Ort nach

Wo kommt unser Kakao her? Wie wird Kakao angebaut? Was steckt hinter dem Nestlé Cocoa Plan? Wie sind die Bedingungen im Anbau, können die Bauern davon leben? Solche und ähnliche Fragen bekommen wir als Nestlé häufig. Von Zeit zu Zeit berichten wir auf unserer Webseite über die Fortschritte beim Nestlé Cocoa Plan. Jetzt wollen wir es aber genau wissen: Ein kleines Team aus der deutschen Nestlé Zentrale in Frankfurt macht sich auf den Weg nach Elfenbeinküste und schaut sich die Lage vor Ort an.

Auf die Reise machen sich Lisa, Nina und Achim. Lisa ist verantwortlich für das Marketing von KitKat, unserem beliebten Schokoriegel, der seit 2012 das Logo des Cocoa Plans trägt. Sie ist auch Botschafterin für unsere Initiative "Qualität bedeutet mehr". Nina ist Projektmanagerin im Einkauf, und zuständig für die verantwortungsbewusste Beschaffung unserer Rohstoffe. Und Achim, der als Kollege aus Public Affairs die Schnittstelle zu den weiteren Mitreisenden bildet. Denn außerdem begleitet das Nestlé-Team eine kleine Gruppe von Journalisten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen.

Wichtig ist uns, die Qualität im Kakaoanbau mit eigenen Augen zu betrachten. Wir wollen mit den Menschen sprechen. Mit den Bauern, deren Kakao wir verarbeiten. Mit den Verantwortlichen in den Kooperativen. Mit Vertretern von lokalen Nichtregierungsorganisationen. Über unsere Reise und unsere Erfahrungen wollen wir laufend berichten - wenn die Kommunikationstechnik mitspielt, melden wir uns täglich.

Die Reisegruppe

Unser Reiseprogramm:

Am Montag, 10. Februar, geht die Reise in Abidjan los, dem Wirtschaftszentrum von Elfenbeinküste. Wir besuchen am Montag zuerst das Nestlé Agrarforschungszentrum in Abidjan und lassen uns in Sachen Cocoa Plan auf den neuesten Stand bringen. Mittags geht es direkt 250 km weiter in die Hauptstadt Yamoussoukro – dort betreibt Nestlé eine Schulungsfarm für bessere Anbaumethoden und Ausbildungszwecke.

Am 11. Februar geht es von der Theorie in die Praxis: Bei Yamoussoukro wollen wir uns ein „Farmer Field School“-Training in einer Partnerkooperativen und unsere neue Versuchsfarm ansehen. Anschließend geht die Reise weiter ins Hinterland – 150 km nach Gagnoa.

Bei Gagnoa besuchen wir dann am Mittwoch eine der größten Partner-Kooperativen des Nestlé Cocoa Plan. Wir wollen mit den Bauern und den Verantwortlichen der Kooperative sprechen und uns ein paar der Projekte anschauen, bei denen Nestlé die Dorfgemeinschaften unterstützt hat.

Am letzten Tag unserer Rundreise, am Donnerstag, steht dann noch ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: Bei Lakota besuchen wir eine Partnerkooperative, die von Frauen geführt wird – in Westafrika eine Seltenheit. Und dann geht es wieder auf die Piste – zurück nach Abidjan und nach Frankfurt.

Das Reiseprogramm

Der Nestlé Cocoa Plan im Überblick

Der Nestlé Cocoa Plan wurde 2009 ins Leben gerufen, um die Lebensbedingungen der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern und für Nestlé die Verfügbarkeit von qualitativ gutem Kakao sicherzustellen zur Produktion hochwertiger Produkte. Seit dem Start des Programmes wurden über 80.000 Bauern in besseren Anbaumethoden geschult, über drei Millionen leistungsfähige Pflanzensetzlinge verteilt und mehr als 20 Schulen in Elfenbeinküste gebaut oder instand gesetzt. Über die Hälfte des Kakaos für unsere deutsche Süßwarenproduktion stammt bereits aus dem Nestlé Cocoa Plan – nach Kit Kat (2012) und Smarties (2013) werden 2014 zwei weitere Marken umgestellt.

Weitere Informationen zu Kakao auf der Nestle.de und Nestlé Cocoa-Plan. Das Reisetagebuch findet ihr auf dem Nestlé Marktplatz:

 

Die Reisegruppe

Eine Woche in Elfenbeinküste - Ein Rückblick. Was haben wir gelernt?

Wir alle hätten gerne mehr Zeit gehabt - eine knappe Woche ist viel zu kurz, um genügend Farmen zu besichtigen, intensiver mit den Menschen zu sprechen und sich mit Partnern aus der Zivilgesellschaft vor Ort auszutauschen. Was wir gewonnen haben ist ein Überblick und viele persönliche Eindrücke – überwältigt von diesen Erfahrungen sind wir alle gleichermaßen.

In dieser Woche an der Elfenbeinküste hatten wir Gelegenheit, uns die drei großen Säulen des Nestlé Cocoa Plan in der Realität anzuschauen. Wir haben erfahren, was funktioniert und was die Voraussetzungen dafür sind, dass es funktioniert: Wie die Kakaosetzlinge herangezogen und verteilt werden oder die Farmer- und Communitytrainings gehalten werden. Wir konnten sehen, wie die von Nestlé gebauten Schulen und Sanitär-/Wasserprojekte aussehen und wie wichtig diese für die lokalen Gemeinschaften sind. Vieles war uns vorher in diesem Ausmaß nicht bewusst. Nestlé versteckt sich nicht und ist sehr sichtbar vor Ort – Hinweisschilder auf Projekte und Partnerkooperativen zeigen, wo wir engagiert sind. Bei Partnern hängen immer wieder Aushänge wie etwa unser bebilderter Lieferantenkodex, welcher in klaren Bildern zeigt, was wir von unseren Partnern erwarten. Unsere Kollegen in Elfenbeinküste sind in engem Kontakt mit den verschiedenen Partnern und mit den Bauern. Die Arbeit und unsere Kollegen genießen Respekt und auch Sympathie. Das macht den Unterschied aus. Man muss vor Ort sein und die Kultur, die Probleme der Menschen verstehen, um ihnen die richtige Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können.

Das Reiseprogramm

Wandmalereien und Straßenplakate

Die Situation im Land ist herausfordernd. Abgesehen von wenigen Hauptstraßen sind die Wege eine Katastrophe und bestehen mehr aus Schlag- und Wasserlöchern als aus Straße. Elektrischen Strom oder Telefonleitungen gibt es im Hinterland kaum. Aber Funkmasten und Mobiltelefone sind fast überall zu finden, vereinzelt auch Solarzellen auf dem Dach einer einfachen Hütte. Entsprechend anders ist die Kommunikation: Man erreicht die Menschen noch beispielweise über große Straßenplakate, Schilder und Wandgemälde am Straßenrand. Fast in jedem Ort zu sehen: Wandmalereien und Schilder gegen Kinderarbeit und für die Bedeutung des Schulbesuchs.

Das Team hat gelernt, was für eine Bedeutung die verschiedenen Säulen des Nestlé Cocoa Plan für die Menschen haben. Die ökonomische Seite – leistungsfähige Pflanzen, Schulungen zu Anbaumethoden, Prämien – und die soziale Seite sind eng miteinander verzahnt. Die Zertifizierung ist für die Menschen gar nicht so wichtig und wird eher als Belastung wahrgenommen. Unterschiede der Zertifizierungsprogramme spielen überhaupt keine Rolle – was zählt, ist die Prämie, und welche konkrete Unterstützung die Bauern erhalten. Unsere Pflanzensetzlinge werden von Partnern und Bauern als wertvoll gesehen und sind begehrt. Und auch wenn die Lieferkette für Kakao komplex ist – die Zusammenarbeit zwischen Nestlé, den direkten Lieferanten, den Kooperativen und den Bauern funktioniert bereits recht gut. Es gibt keine maßgeschneiderten Lösungen – aber unter dem Dach des Nestlé Cocoa Plan greifen die Maßnahmen gut ineinander, immer angepasst an die Situation und Bedürfnisse vor Ort.

Die Reisegruppe

Rechnen und Lesen lernen für die Erwachsenen

Die wichtigste Plattform, um Veränderungen voranzutreiben, sind die Schulen. Die Kinder lernen mit Begeisterung – und nachmittags, so erfahren wir, bieten die Schulen Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen für die Erwachsenen. Die Unterstützung der Gemeinschaften durch Schulen und Wasserprojekte ist für die Menschen ausgesprochen wertvoll. Die Investitionen in die soziale Infrastruktur verbessern ihre Lebensqualität und ihre Aussichten für die Zukunft spürbar, und sind gleichzeitig eine Voraussetzung dafür, dass die Gemeinschaften auch mit Begeisterung und Überzeugung in unserem Programm mitarbeiten.

Es gibt extreme Unterschiede im Land: Manche Farmen arbeiten sehr professionell und haben hohe Erträge, andere Farmen haben noch einen weiten Weg vor sich. Entlang unserer Route haben uns viele Dinge auch nachdenklich gestimmt. Kinderarbeit ist eine Realität in Elfenbeinküste – in der Landwirtschaft (zumindest außerhalb der Partner-Kooperativen des Nestlé Cocoa Plan) wie im täglichen Leben. Und aus unserer Sicht war da einiges dabei, was über das akzeptable Maß hinausging.

Das Reiseprogramm

Kakao und Bananen gemeinsam im Schatten

Es gibt viele verwahrloste Farmen, mit kranken Bäumen und wenigen Früchten – ein trauriger Anblick. Aber dann gibt es auch sehr gepflegte Farmen, in denen Kakao und Bananen gemeinsam unter Schattenbäumen wachsen, und wo die Bäume dicht behangen sind mit großen, gesunden Früchten. Unsere Partner-Dörfer leben zwar nicht im Luxus, aber einfache Dinge wie Latrinen, Wasserpumpe und natürlich Schulen machen den Unterschied aus zu den trostlosen Dörfern, die wir auf unserer Fahrt am Rand der Piste gesehen haben. Lösungen müssen einfach und pragmatisch sein, damit sie in Elfenbeinküste funktionieren. Eine einfache, robuste Wasserpumpe erfüllt ihren Zweck und lässt sich bei Bedarf mit einfachen Mitteln reparieren. Hightech wäre vollkommen fehl am Platz, da es in den Dörfern zumeist nicht einmal elektrischen Strom gibt. Das Gleiche gilt für Schulungen – bei einer Analphabetenquote von über 50 Prozent, müssen Trainings und Schulungsmaterialien einfach gehalten sein. Die Farmer Field Schools sind da ein richtiger Ansatz: Erklärungen in kleinen Portionen, praktische Übungen, Demonstration direkt auf der Farm. Das bietet den Bauern auch Gelegenheit zum Austausch untereinander. Und immer wieder eingebaut in die Schulungen: Arbeitssicherheit, Vermeidung von nicht zulässiger Kinderarbeit, … steter Tropfen höhlt den Stein.

Trotz der einfachen Lebenssituation merkt man den Menschen ihren Stolz an. Stolz sind die Menschen auf die Dinge, die ihre Dorfgemeinschaft abheben von anderen Siedlungen: Eine Schule und eine eigene Wasserpumpe mit sauberem Wasser machen einen großen Unterschied aus. Insbesondere sind sie stolz auf den Kakao den sie anbauen, und auf das, was daraus gemacht wird. Die Begeisterung für Kit Kat Riegel und Smarties, die wir trotz der Temperaturen im Gepäck hatten, war mitreißend. Für uns alle.