Ausgewogen und gesund ernähren

Qualität ist unser Leben

Ein Ehepaar und Großvater kochen frische Lebensmittel für eine ausgewogene und gesunde Ernährung 

Wir möchten unseren Konsumenten schmackhafte Produkte anbieten, die sich gut in eine gesunde und ausgewogene Ernährung integrieren lassen. Unsere Herausforderung ist es dabei, attraktiven Geschmack und eine ernährungsphysiologisch hochwertige Zusammensetzung in einem Produkt zu vereinen. Diesen ehrgeizigen Anspruch haben wir in der Maxime unseres Konzerns zusammengefasst: Good Food, Good Life. Unser Motto drückt aus, was wir wollen: Lebensqualität, die schmeckt.

Bereits im Jahr 2005 haben wir für die Nährwertprüfung unserer Produkte das Nestlé Nutritional Profiling System (PDF, 882 KB) (NNPS) eingeführt, einen umfassenden Katalog mit klar definierten Nährwertkriterien. Diese basieren auf den Ernährungsempfehlungen von Experten und Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Da sich deren Empfehlungen immer auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung und somit auf die Gesamtzufuhr von Nährstoffen beziehen, war es notwendig, die Empfehlungen in konkrete Grenzwerte für verschiedene Produktkategorien umzusetzen. Dabei haben wir die Verzehrgewohnheiten der verschiedenen Altersgruppen der Verbraucher berücksichtigt.

Für folgende Nährstoffe wurden Grenzwerte festgelegt:

  • Energie
  • Natrium (Salz)
  • zugesetzter Zucker
  • Fruktose
  • transfettsäuren und gesättigte Fettsäuren.

Zusätzlich haben wir je nach Produktkategorie Untergrenzen für wünschenswerte Nährstoffe aufgenommen – beispielsweise einen Mindestgehalt für Calcium in Milchprodukten. Erfüllt ein Produkt alle Nährwertkriterien des Nutritional Profiling Systems für die jeweilige Produktkategorie, erhält es unser Gütesiegel: die Nestlé Nutritional Foundation (NF). Für Produkte, die nicht die „NF“ erhalten, oder dem Geschmackstest unterliegen, greifen Richtlinien zur Produktreformulierung.

Doch nach der Prüfung ist vor der Prüfung: Nestlé testet jedes neue oder veränderte Produkt auf die Nutritional Foundation, nachdem bereits das gesamte Portfolio einmal dem Test unterzogen wurde. Ausgenommen davon sind lediglich Lebensmittel, die die „NF“ quasi automatisch erreichen, beispielsweise purer Kaffee und Wasser. Für Produkte, die bei der Nährwertprüfung nicht alle Kriterien des Nestlé Nutritional Profiling Systems einhalten, greifen interne Richtlinien zur Überarbeitung.
 
Bis Ende 2016 will Nestlé den Gehalt der Produkte an Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren um durchschnittlich 10 Prozent reduzieren, wenn die „NF“ aufgrund dieser Nährstoffe nicht erreicht wird. Zudem sollen Transfettsäuren aus teilweise gehärteten Fetten bis Ende 2016 vollständig aus den Produkten verschwinden.

Eine Frau schneidet für sich und ihr Kind gesundes Gemüse  

Im Jahr 2014 hat sich Nestlé Deutschland unter anderem auf die Salzreduktion konzentriert und konnte in vielen wichtigen Lebensmitteln Salz erheblich reduzieren. Bei Maggi Suppen beträgt die durchschnittliche Salzreduktion gegenüber 2013 10,1 Prozent. Bei den Pizzen der Wagner-Marke „Die Backfrische“ konnte der Salzgehalt um durchschnittlich 8 Prozent gesenkt werden. Auch bei anderen Nährstoffen konnten wir weitere Fortschritte erreichen. In der Produktkategorie Cerealien etwa haben wir weiter an der Reduzierung des Zuckergehalts gearbeitet. Dabei wurde bei mehreren Lebensmitteln eine Zuckerreduktion in einer Bandbreite von 13 Prozent bis 31 Prozent erreicht. Die überarbeiteten Produkte kommen im Frühjahr 2015 auf den Markt.

Nunmehr erfüllen 51 Prozent aller Produkte die strengen Nährstoffvorgaben des NNPS (2013: 49 Prozent). Darüber hinaus verzichten seit Ende 2014 mehrere Nestlé Marken größtenteils, oder sogar zu 100 Prozent auf  künstliche Aromen und Farbstoffe.

Kinder brauchen eine ausgewogene und gesunde Ernährung

Kinder sind in einer besonderen Lebenssituation und haben daher auch andere Bedürfnisse als Erwachsene. Deswegen unterscheiden sich die Kriterien, die wir für Kinderprodukte heranziehen, damit sie sich ausgewogen und gesund ernähren können. Daher  legen wir beispielsweise bei der Bewertung des Salz- und Zuckergehalts niedrigere Grenzwerte zugrunde. Auf Lebensmittel, die sich an Kinder richten oder überwiegend von Kindern verzehrt werden, richten wir einen besonderen Fokus. Die 100 Prozent-Marke haben wir bereits vor Augen: Stand Dezember 2014 erfüllen 93% der Kinderprodukte (gemessen am Umsatz) nun die Vorgaben des Nestlé Nutritional Profiling Systems.

Schmeckt nicht, gibt‘s nicht

Wir prüfen nicht nur die ernährungsphysiologische Qualität unserer Lebensmittel, sondern auch die geschmackliche Akzeptanz. Der Geschmack unserer Produkte ist uns heilig. An ihn legen wir höchste Maßstäbe an und hören hierbei auch auf unsere Konsumenten. Wenn eines unserer Produkte den Verbrauchern nicht schmeckt, kommt unsere Vision einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nicht beim Verbraucher an. Denn nur leckere Lebensmittel werden auch gerne verzehrt und können somit einen Beitrag zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung leisten.

So ist der „60/40+“-Test entstanden, den wir weltweit für unsere Erzeugnisse einsetzen. Der „60/40+“-Test ermöglicht eine Prüfung der von uns produzierten Lebensmittel in zwei Dimensionen. Das „+“ steht hierbei für die Nährwertprüfung mittels des NNPS. Den Geschmack überprüfen wir mit dem 60/40-Test. Wir lassen die Verbraucher unsere Produkte im Vergleich zum Mitbewerberprodukt testen und ermitteln so, welches Lebensmittel geschmacklich bevorzugt wird. Geschmack und Nährwerte werden somit systematisch aufeinander abgestimmt. Unser Produkt gewinnt den 60/40-Test, wenn es von mindestens 60 Prozent der Tester bevorzugt wird. 2014 konnten unsere Produkte in 71 Prozent der 60/40-Tests geschmacklich überzeugen – dies zeigt, dass die erreichten Nährwertverbesserungen nicht auf Kosten des Geschmacks gingen.

Kompetenter Partner für die Konsumenten

Fakt ist: Es gibt keine „guten“ und „schlechten“ Nahrungsmittel, sondern auf die Balance kommt es an. Gesund ernähren bedeutet, das richtige Ernährungsverhalten an den Tag zu legen, also vielfältige Lebensmittel ausgewogen zu kombinieren und auf angemessene Portionsgrößen zu achten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Lebensmittelvielfalt zu genießen, reichliche Getreideprodukte zu verzehren und fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu essen. Auch der maßvolle Genuss von süßen Lebensmitteln, wie eines Schokoriegels ist bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährungsweise erlaubt, wenn eine angemessene Portionsgröße beachtet wird.

Wir möchten Verbraucher dabei unterstützen, eine informierte Entscheidung bei der Lebensmittelauswahl zu treffen. Daher hat sich Nestlé weltweit dazu verpflichtet, Konsumenten transparente und gut verständliche Nährwertinformationen zu geben – ergänzend zu den rechtlich vorgegebenen Produktinformationen. Auf diese Weise erhalten Verbraucher die benötigen Informationen, um sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

Im Jahr 2005 haben wir daher begonnen, auf unseren Produktverpackungen den Nestlé Ernährungskompass abzubilden. In ihm finden Verbraucher neben der Nährwerttabelle auch Tipps für eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise, Produktinformationen sowie Kontaktdaten unseres Verbraucherservices.

Zukünftig ergänzen wir den Ernährungskompass noch durch einen Quick Response Code (QR-Code). Smartphone-Nutzer können den QR-Code auf der Verpackung scannen und werden auf produktspezifische Web-Microsites weitergeleitet. Hier bieten wir weitere Informationen rund um das Produkt oder die Marke in den Themenfeldern Ernährung, UmweltGesellschaft und Sicherheit.

Gemeinsam für mehr Lebensqualität

Gesundes Müsli mit verschiedenen Früchten und reichhaltigen Nährstoffen  

Für Fehlernährung gibt es viele Ursachen: Was und wie viel essen wir? Wie häufig bewegen wir uns? Auch unsere genetischen Voraussetzungen, unsere Lebensweise und unsere Gewohnheiten in den ersten Lebensjahren spielen eine große Rolle. Wir wissen heute, dass uns die Ernährungsgewohnheiten unserer frühen Kindheit ein Leben lang prägen. Wenn wir diese Ursachen und ihre Wechselwirkungen verstehen, können wir helfen, Lösungen zu entwickeln, die echte Verbesserungen bewirken.

In den Forschungs- und Entwicklungs-Zentren (F&E-Zentren) der Nestlé befassen sich Wissenschaftler unter anderem mit der Beziehung von Lebensstil, genetischen Faktoren und dem Ernährungsverhalten, um etwa die Entstehung von Übergewicht besser zu verstehen. Die gewonnen Erkenntnisse nutzen wir dann, um etwa innovative Lebensmittel zu entwickeln. Zudem kreieren Mitarbeiter in unseren Produkt- und Technologiezentren (PTC) ständig verbesserte Rezepturen für bereits erhältliche Lebensmittel. Am Nestlé Institute of Health Science arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung personalisierter Ernährungstherapien. Diese sollen helfen, Krankheiten vorzubeugen oder zu behandeln.

Wer sich ausgewogen und gesund ernähren möchte und nach kompetenten Ernährungstipps sucht, bekommt im Nestlé Ernährungsstudio, unserem online Ernährungsberater, mit wenigen Mausklicks hilfreiche Antworten. Dort finden auch Allergiker oder Personen mit Unverträglichkeiten alle wichtigen Allergeninformationen zu unseren Produkten. Das Nestlé Ernährungsstudio hat jedoch nicht nur Informationen rund um das Thema ausgewogene und gesunde Ernährung und die richtige Lebensmittelauswahl zu bieten: Tools wie der Body-Mass-Index-(BMI)-Rechner oder der Energiebedarfs-Rechner bieten die Möglichkeit, seinen persönlichen BMI zu ermitteln oder zu erfahren, wie viel Energie am Tag wirklich benötigt wird. Wer es noch individueller möchte, kann sich darüber hinaus telefonisch an ein Team von erfahrenen Ernährungswissenschaftlern wenden. Unsere Ernährungsberater beantworten gerne Fragen, wie man sich richtig und gesund ernähren kann.

Für Personen mit einem BMI über 30 kg/m2 bieten wir in speziellen Therapiezentren das ambulante Optifast 52-Programm zur nachhaltigen Gewichtsreduktion an. Neben Übergewicht kann auch Mangelernährung eine Herausforderung darstellen, die einen besonders sorgfältigen Blick auf das Ernährungsverhalten notwendig machen kann. Gerade ältere Menschen sind durch fehlenden Appetit oder Erkrankungen wie Schluckstörungen anfälliger für Mangelernährung, aber auch jüngere Personen können gesundheitsbedingt mangelernährt sein. Die Nestlé HealthScience bietet daher unter anderem spezielle Trinknahrungen an. Sie weisen eine höhere Nährstoffdichte auf oder verfügen über eine auf die gesundheitsbedingten Anforderungen abgestimmte Konsistenz.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG, GettyImages

Frau mit Apfel in der Hand in einer Küche

Gesund ernähren ist ein Balance-Akt

Der soziale und kulturelle Wandel beeinflusst nicht nur unser Konsumverhalten, sondern auch wie und was wir essen. Tradierte Verzehrmuster lösen sich auf, die Arbeitswelt wird mobiler, Essen soll schnell gehen und unkompliziert sein.

Eine Frau und zwei Mädchen essen Müsli.

So frühstückt Deutschland

Ein gesundes Frühstück ist die Basis für den Tag, sagen Ernährungsexperten. Doch wie sieht es wirklich aus an den Frühstückstischen? Dieser Frage ist Nestlé Cerealien nachgegangen und hat in einer groß angelegten Studie repräsentative Antworten erhalten.

Eine junge Frau schaut sich die Brötchen an

Glutenfrei genießen

Gegen Gluten hegen viele Verbraucher Misstrauen – und greifen vorsichtshalber zu glutenfreien Spezialprodukten. Dabei sind diese eigentlich für Menschen mit einer ernsthaften Krankheit gemacht – Zöliakie-Patienten.

Eine junge Frau schaut sich die Brötchen an

Glutenfrei genießen

Gegen Gluten hegen viele Verbraucher Misstrauen – und greifen vorsichtshalber zu glutenfreien Spezialprodukten. Dabei sind diese eigentlich für Menschen mit einer ernsthaften Krankheit gemacht – Zöliakie-Patienten.

Ein Mann gibt wenig Salz auf ein Stück Fleisch

Weniger ist mehr

Salz gehört zu den beliebtesten Würzmitteln in deutschen Küchen. Doch ein übermäßiger Verzehr erhöht das Risiko auf Erkrankungen wie Bluthochdruck. Maggi überarbeitet deshalb zahlreiche seiner Rezepturen.

Debatte zum Vegetarismus

Trend Vegetarismus

Fast jeder zehnte Deutsche verzichtet auf Fleisch. Eine ausgewogene Ernährung ist vor allem für Vegetarier und Veganer wichtig. Mit dem Pro und Kontra dieser Ernährungsform beschäftigen wir uns in dieser Debatte.