Einkaufstypen

Die Gewohnheits-Shopper

„Bekanntes bevorzugt“

Eine Frau kauft Äpfel.  

Gewohnheits-Shopper sind meistens ältere Frauen, die ohne Kinder, aber mit Partner in einem eher ländlichen Umfeld leben. Tradition, Bodenständigkeit und Verlässlichkeit sind ihnen wichtig und so kaufen sie auch ein: Sauber und ordentlich soll das Geschäft sein, übersichtlich, die vertrauten Produkte und Marken bieten und bloß nicht ständig irgendwelche Neuerungen oder „exotischen“ Produkte. Ihren wöchentlichen Einkauf planen sie genau und wegen kurzfristiger Sonderangebote ändern sie ihre Einkaufspläne nur selten. Neben festen Marken bevorzugen sie frische, saisonale, naturbelassene Lebensmittel, auch gerne aus der Region. Qualitätssiegel und Testergebnisse helfen ihnen bei der Orientierung. Wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses kaufen Gewohnheits-Shopper gerne im Discounter. Frische, regionale Produkte und eine persönliche Beratung finden sie in kleinen Fachgeschäften und auf Wochenmärkten.



Die Budget-Shopper

„Kein Geld und wenig Freude am Lebensmittelkauf“

Eine Frau kauft Brotaufstrich.  

Budget-Shopper sind häufig alleinstehend und leben in Großstädten. Viele von ihnen sind unter 30, noch in der Ausbildung oder arbeitslos. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie nur über wenig Geld verfügen und Einkaufen für sie daher oft mit Verzicht verbunden ist. Ihr knappes Budget führt dazu, dass für Budget-Shopper Mehrwerte wie Bio, Fair Trade, Naturbelassenheit oder Regionalität eine untergeordnete Rolle spielen. Einkäufe müssen schnell und vor allem preisgünstig erledigt werden, große Ansprüche können sich Budget-Shopper nicht leisten. Ihr Einkauf spielt sich vor allem in nahe gelegenen Discountern und Supermärkten ab. Hier greifen sie aus einem bevorzugt übersichtlichen Sortiment besonders häufig zu Handelsmarken und lassen sich trotz Einkaufsliste spontan von Sonderangeboten beeinflussen. Dabei landen vor allem Fertiggerichte und Convenience-Produkte im Einkaufswagen.



Die One-Stop-Shopper

„Schnell rein, schnell raus und wenig bezahlen“

Ein Mann lehnt auf einem Einkaufswagen.  

One-Stop-Shopper sind meistens ledige Männer mittleren Alters. Man könnte sie auch als Effizienzmaximierer bezeichnen. Einkaufen ist für sie ein notwendiges Übel, das sie so schnell und effizient wie möglich erledigen wollen. Neben einer guten Erreichbarkeit, ausreichenden Parkmöglichkeiten und langen Öffnungszeiten sind für sie vor allem niedrige Preise, viele Sonderangebote und eine große Auswahl an Convenience-Produkten wichtig. Ihr „Jagdrevier“ sind demzufolge vor allem große Verbraucher-märkte und Discounter, wo sie bevorzugt zu Eigen- bzw. Handelsmarken greifen. Sie sind keine Genussmenschen und Einfachheit ist auch beim Kochen und Essen ihre Maxime. Ihre Bereitschaft, für eine höhere Qualität oder einen ethisch-sozialen oder ökologischen Mehrwert mehr zu bezahlen, ist gering. Auf frische Produkte legen sie vergleichsweise weniger Wert.



Die Gesundheits-Shopper

„Lebensmittel als Ausdruck der persönlichen Lebensphilosophie“

Eine Frau kauft Obst und Gemüse.  

Gesundheits-Shopper sind mehrheitlich weiblich, gut situiert und leben in Großstädten. Lebensmittel sind für sie ein wichtiger Ausdruck ihrer persönlichen Lebens-philosophie. Beim Einkaufen sind für sie neben dem gesundheitlichen Nutzen der Lebensmittel immer auch ethisch-soziale und ökologische Aspekte wichtig. Gesundheits-Shopper legen sehr viel Wert auf eine große Auswahl an frischen und Bio-Produkten und achten gleichzeitig auf Saisonalität, artgerechte Tierhaltung, einen gentechnikfreien, naturbelassenen Anbau sowie einen fairen Umgang mit den Produktionsbetrieben. In keiner anderen Gruppe ist der Zusammenhang zwischen der eigenen Einstellung zur Ernährung und dem Einkaufsverhalten so deutlich zu erkennen. Gesundheits-Shopper stellen höchste Anforderungen an ihr Einkaufsumfeld, an Qualität, Beratung und Atmosphäre. Und dafür sind sie auch bereit, mehr zu bezahlen. Sie gehen oft und gerne einkaufen und sind offen gegenüber neuen und exotischen Produkten. Ihre bevorzugten Einkaufsorte sind neben Supermärkten vor allem Fachgeschäfte, Bio-Läden und Wochenmärkte.



Die Premium-Shopper

„Lebensmitteleinkauf als Genusserlebnis“

Ein Mann kauft Wein.  

Premium-Shopper sind gut situierte Genussmenschen meist mittleren Alters, die sowohl an Produkte als auch an das Einkaufserlebnis selbst hohe Anforderungen stellen. Oft in Zwei-Personen-Haushalten mit doppeltem Einkommen lebend mögen sie es, sich beim Lebensmitteleinkauf das Beste zu leisten. Für sie müssen Lebensmittel gesund und qualitativ hochwertig sein. Premium-Shopper erwarten eine angenehme Atmosphäre, eine gute Beratung und ein breites Angebot, sowohl an Bio-Produkten und frischen Lebensmitteln als auch an exklusiven Lebensmitteln und internationalen Delikatessen. Für all dies sind sie bereit, (deutlich) mehr zu bezahlen. Am liebsten kaufen Premium-Shopper bei gut sortierten Vollsortimentern mit einem hohen Servicestandard, langen Öffnungszeiten und guten Parkmöglichkeiten ein. Darüber hinaus begegnet man ihnen aber auch häufig in Fachgeschäften, Delikatessläden und auf Wochenmärkten. Auch vor Online-Bestellungen schrecken sie nicht zurück. Discountern hingegen bringen die markenaffinen Premium-Shopper nur wenig Vertrauen entgegen.



Die Familien-Shopper

„Kinderfreundlichkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“

Eine Familie geht einkaufen.  

Familien-Shopper sind überwiegend jüngeren bis mittleren Alters mit einem festen Partner und Kindern. Während sie selbst für die Haushaltsführung zuständig sind, bestreiten der Partner bzw. die Partnerin das Haushaltsbudget als Alleinverdiener. Sie legen viel Wert auf eine gute Versorgung der Familie und ein unkompliziertes, kinderfreundliches Einkaufs-erlebnis. Faktoren wie gute Parkmöglichkeiten, kurze Wartezeiten und Orientierungshilfen im Geschäft stehen bei den Familien-Shoppern ebenso hoch im Kurs wie eine große Auswahl an Convenience-Produkten und Groß- und Familienpackungen. Familien-Shopper probieren gerne Neues, müssen aber auf das Familienbudget achten. Bei Sonderangeboten greifen sie daher besonders gerne zu. Doch sie achten nicht nur auf einen günstigen Preis, sondern auch auf eine gute Qualität der Produkte. Etablierte Marken und Gütesiegel geben ihnen Sicherheit und erleichtern den Einkauf. Dennoch sind Familien-Shopper aufgrund des Preisunterschieds auch auf Handelsmarken angewiesen. Ihre Lebensmitteleinkäufe erledigen sie mehrmals die Woche, und zwar am liebsten in Discountern, Verbrauchermärkten und Einkaufszentren.

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Moderne Multioptionale

Die „Social Eater“ kommen

Vor dem Essen seine Mahlzeit fotografieren und online posten – für viele Verbraucher längst ein Ritual. Vor allem Frauen wollen sich so als Teil einer großen Gemeinschaft fühlen, ergibt die neue Nestlé Studie 2016.

Mann isst auf Bahnsteig

Mobile Eater

Ausgiebig genießen oder essen unter Zeitdruck? Die wichtigsten Ergebnisse zum Essverhalten der deutschen Verbraucher sind in der Nestlé-Studie 2011 zusammengefasst.

Frau blickt nach vorne

Mehr Qualitätsbewusstsein

Deutsche Verbraucher setzen immer öfter auf Qualität. Informationen über Quality Eater und den steigenden Qualitätsanspruch beim Lebensmittelkauf finden Sie in der Nestlé-Studie 2012.

Kinder speisen Schulessen

Noten fürs Schulessen

750 Schüler und Eltern haben 2010 ihre Schulmensa bewertet. Das Fazit: Note 2,9. Die Ergebnisse der Nestlé Studie 2010 gibt es auf einen Blick.