Was tut Nestlé gegen Lebensmittelverschwendung?

SDG 12

Lebensmittel, die auf dem Müll landen, sind ein ökologisches und ethisches Problem. Abfallvermeidung muss auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Und zur Ernährung der Weltbevölkerung müssen die knappen Anbauflächen effektiv genutzt werden.

Lebensmittelabfälle kosten die Weltwirtschaft fast eine Billion US-Dollar pro Jahr. Das Nachhaltigkeitsziel 12.3 der Vereinten Nationen will die Verschwendung von Nahrungsmitteln drastisch verringern und bis zum Jahr 2030 zumindest halbieren. Dem Vorstandsvorsitzenden von Nestlé reichen die derzeitigen Anstrengungen noch nicht: "Wir müssen uns noch stärker bemühen", sagte Paul Bulcke Ende September 2016. „Ich bin überzeugt: Zusammen können wir unsere Anstrengungen beschleunigen und effiziente Lösungen entwickeln, um die Lebensmittelabfälle weltweit zu reduzieren“, so der Nestlé-Chef.

Lebensmittelabfälle tragen zum Klimawandel bei

Neben der ethischen Frage verursachen Lebensmittelverluste und -abfälle auch handfeste ökologische Kosten: Lebensmittelabfälle sind für rund acht Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Und: Auf sie entfällt ein Viertel des Wassers, das Landwirte jährlich für die Bewässerung auf ihren Feldern verwenden. Zudem sind die Ackerflächen weltweit begrenzt. Mit wachsender Bevölkerungszahl steigt auch der Bedarf an Lebensmitteln – der effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen, einschließlich der Vermeidung von Abfällen, ist daher für uns essentiell.

Abfallvermeidung in der Produktion

  • Wir verbessern kontinuierlich die Effizienz unserer Produktionsanlagen. Dadurch minimieren wir Störungen und vermeiden so, dass Abfälle entstehen ‐ in den Fabriken leistet dies auch einen großen Beitrag zur Verringerung von Energie- und Wasserbedarf.
  • Seit 2005 haben wir den Anteil von Abfällen zur Entsorgung an unseren weltweiten Standorten um 62 Prozent verringert. In 105 Werken entstehen gar keine Abfälle zur Entsorgung mehr („Zero Waste“). Dazu gehören auch alle deutschen Standorte. Alle anfallenden Reststoffe werden recycelt oder zumindest energetisch verwertet und landen nicht auf Deponien. Bis 2020 soll dies weltweit in allen Standorten der Fall sein.

Vermeidung von Abfällen vom Anbau bis auf den Teller

  • Ein großer Teil der Umweltkosten für Ernährung entfällt auf den Anbau der Rohstoffe. Verschiedene Studien schätzen, dass etwa ein Drittel der Nahrung durch sogenannte Nachernteverluste verloren geht. Daher arbeitet Nestlé eng mit den Partnern in der Landwirtschaft zusammen – um die Qualität zu sichern und auch Ernteausfälle z.B. durch Schädlinge oder Folgen des Klimawandels zu verringern.
  • Ein erheblicher Anteil der Lebensmittelverluste in Deutschland entsteht in der Großgastronomie. Daher schult Nestlé Professional Mitarbeiter von Kunden aus der Systemgastronomie, z.B. zur richtigen Gestaltung von Portionsgrößen, zu Lagerhaltung, Dosierung, Zubereitung und mehr.
  • Nestlé arbeitet langfristig mit Partnern zusammen. 2015 haben wir uns z.B. dem Projekt REFRESH angeschlossen, das zum Ziel hat, Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern.
  • Gemeinsam mit unserem Experten- und NGO-Beirat arbeiten wir an Empfehlungen für die Verbraucher, wie sie ihrerseits Lebensmittelabfälle vermeiden können.
SDG 12.3: Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringern.