Nestlé reduziert Treibhausgase

Mehr produzieren mit weniger Ressourcen – das ist unsere Motivation.

Die Nahrungsmittelindustrie ist – verglichen mit anderen Branchen – nicht besonders energieintensiv. Trotzdem verstärkt Nestlé Deutschland seine Anstrengungen jedes Jahr, um in der Produktion, der Lagerung und beim Transport ihrer Produkte Energie zu sparen. Jede eingesparte Kilowattstunde schützt unmittelbar das Klima, weil für sie kein Kohlendioxid erzeugt werden muss.

  • Wir gestalten Prozesse effizient, um unseren Energieverbrauch weiter zu senken.
  • Wir nutzen nachhaltig bewirtschaftete, erneuerbare Energiequellen.
  • Wir verwerten Nebenprodukte, die bei der Produktion entstehen – und reduzieren so unnötigen Klimagas produzierenden Abfall.
  • Und wir minimieren unseren Treibhausgasausstoß.

Energie sparen = Klimaemissionen verringern

Trotz fallender Preise am Energiemarkt setzt Nestlé sein Energiesparprogramm ungemindert fort und hat die Zielvorgaben nochmals deutlich erhöht: Statt drei Prozent pro Jahr will Nestlé jetzt 4,5 Prozent jährlich einsparen – und fünf Prozent bei den Treibhausgasemissionen.

Internationale Verpflichtungen

Nestlé beteiligt sich aktiv daran, das Zwei-Grad-Ziel der Vereinten Nationen zu erreichen. Dazu arbeitet Nestlé auch mit internationalen Partner zusammen. So ist Nestlé CEO Paul Bulcke persönlich Mitglied der Alliance of CEO Climate Leaders des Weltwirtschaftsforums und das Unternehmen den sechs Klimaschutzinitiativen des Carbon Disclosure Projects (CDP) beigetreten. Damit hat sich Nestlé verpflichtet, mit vielen anderen Unternehmen zusammen die Produktion umzustellen – hin zu einer kohlenstoffarmen und damit klimaresilienten Wirtschaft. Der Lebensmittelhersteller fördert mit großen eigenen Anstrengungen so das globale Abkommen der UN-Klimakonferenz 2015 von Paris.

 

Nestlé© Deutschland AG

Nestlé hat 2015 ihre eigenen Ziele, den Ausstoß von Treibhausgasen pro Tonne Produkt zu reduzieren, übertroffen: Seit 2005 hat das Unternehmen seinen Ausstoß von Treibhausgasen halbiert. Das reicht Nestlé aber nicht: Bis 2020 will sie den Ausstoß von Treibhausgasen pro Tonne Produkt weiter zu reduzieren – und zwar um 35 Prozent im Vergleich zu 2010.

Nestlé möchte eine Führungsrolle im Klimaschutz einnehmen. Mit über tausend weiteren Firmen hat Nestlé dazu ihren "Climate Change Report" an das CDP gesendet, die diesen 2016 überprüft und Nestlé in die "A"-Liste der Unternehmen aufgenommen haben. Zudem wurde Nestlé 2016 auch mit einer 100/100 Bewertung des "2016 Dow Jones Sustainability Index" für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet.

Erfahren Sie auf unseren Seiten zum Klimaschutz mehr zu den Bemühungen von Nestlé, Klimagase deutlich zu reduzieren. Die Klimaliste des CDP findet sich im offiziellen Bericht.

Die Klimaschutzziele von Nestlé im Einzelnen

Wir reduzieren die Emission klimarelevanter Gase in unseren eigenen Prozessen kontinuierlich. Diese Emissionen setzen sich im Wesentlichen aus drei Teilbereichen zusammen:

  • Produktion
  • Lagerung
  • und Transport.

Um 30 Prozent haben wir 2015 den direkten Treibhausgasausstoß gegenüber 2005 verringert. Beginnend im Jahr 2016 wollen wir Jahr für Jahr jeweils fünf Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen als im Jahr zuvor. Bis 2020 möchten wir bei Nestlé Deutschland so den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu 2010 um 35 Prozent senken – die direkten wie die indirekten Emissionen zusammengenommen. Bislang hat Nestlé CO2 vor allem durch Umstellungen bei Brennstoffen reduzieren können. Beispielsweise haben wir im Werk Biessenhofen im Allgäu das alte Kohlekesselhaus durch eine moderne Gaskesselanlage ersetzt.

Produktion

Energieeffizienz in Hamburg und Biessenhofen als Beispiel:

  • Im Nestlé Chocoladen-Werk sorgt ein neues Blockheizkraftwerk dafür, dass in Hamburg bis zu zehn Prozent weniger CO2 ausgestoßen wird.
  • Mit der neuen Kesselanlage in Biessenhofen, die statt wie bisher auf Steinkohle jetzt auf Erdgas setzt, kann das Werk so viel CO2 einsparen wie etwa 10.000 Autos in einem Jahr erzeugen.

Transport

Bis 2020 will Nestlé klimarelevante Emissionen im Transport um zehn Prozent gegenüber 2014 senken.

Bei Transporten von Produkten, die keine Kühlung benötigen, erfüllen 40 % der Lkw bereits die Euro-6-Norm. Mehr als 80 % der Lkw sind mit Telematiksystemen ausgerüstet und verringern durch optimierte Routenführung den Treibstoffverbrauch und damit auch CO2-Emissionen. Die spezifischen Klimaemissionen je Tonne Fertigware liegen 2015 mit 0,052 Tonnen CO2 auf dem Niveau des Vorjahreswerts. 2012 betrug der Wert spezifischer Emissionen noch 0,078.

Lagerung

Bis 2020 will Nestlé die klimarelevanten Emissionen um zehn Prozent gegenüber 2014 senken.

Die spezifischen Emissionen der Lagerung in Deutschland belaufen sich für das Jahr 2015 – wie im Vorjahr – auf insgesamt 0,008 Tonnen CO2 je Tonne Produkt. Das ist nur noch ein Drittel des Wertes von 2012. Um diese Reduzierung zu erreichen, setzen wir auf LED-Beleuchtung, sanieren Dächer und Wände und optimieren die Temperaturführung bei klimatisierten Lagern. Außerdem haben wir Heiz- bzw. Klimaanlagen erneuert, was den CO2-Ausstoß weiter reduziert. Auch die milde Wetterlage hat 2015 dazu geführt, dass wir Heizenergie einsparen konnten.

Unsere Distributionszentren für Produkte, die nicht gekühlt werden müssen, haben ihre Energieversorgung im Jahr 2015 zu 56 % aus erneuerbaren Quellen bezogen. Auf dem Dach eines Warenlagers von Nestlé produziert eine Photovoltaikanlage emissionsfrei Solarstrom, zudem bezieht dieser Standort zusammen mit einem Weiteren zusätzlich Strom aus Wasserkraft.

SDG 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen