Wie fördert Nestlé Hygiene und Sanitärversorgung?

Nestlé arbeitet in vielen Internationalen Organisationen mit, um sowohl das Menschenrecht auf sauberes Wasser als auch das Recht auf Hygiene und Sanitärversorgung voranzubringen. Wir setzen uns dafür im Unternehmen selbst, aber auch in unseren Lieferketten ein.  

Nestlé unterstützt die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Wasser ist für das Unternehmen in vielerlei Hinsicht von zentraler Bedeutung und auch für die Menschen und Gemeinschaften, mit denen Nestlé zusammenarbeitet.

Der Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung, auch für Menschen, die für Nestlé arbeiten oder uns mit Rohstoffen beliefern, ist daher ein wichtiges Handlungsfeld für Nestlé. Wir unterstützen Gemeinschaften mit mehreren Initiativen und Programmen:

WASH-Pledge

Als Gründungsmitglied des United Nations Global Compact (UNGC) CEO Water Mandate beteiligen wir uns aktiv an den Arbeitsgruppen zur Einbindung der Politik und zum Menschenrecht auf Wasser. Im August 2015 nahmen wir an der 15. Arbeitstagung des Mandate in Stockholm teil. Wir beteiligten uns an der Veröffentlichung und Lancierung des Leitfadens für Unternehmen zum Thema Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung. Er bildet die Grundlage für unsere eigenen Richtlinien zur Wahrung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung, die wir 2016 vorgelegt haben. Nestlé unterstützt die Umsetzung der Verpflichtung des WBCSD im eigenen Unternehmen und darüber hinaus, um den Zugang aller Mitarbeitenden zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene (WASH) zu fördern. Der WASH-Pledge hat derzeit 38 Unterzeichner und sichert 2,2 Millionen Beschäftigten den Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung.

Alliance for Water Stewardship

Wir haben interne Richtlinien zur Anwendung der internationalen Umweltschutzstandards der Alliance for Water Stewardship entwickelt, um den verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser an wichtigen Nestlé-Standorten zu fördern. Nach Anwendung des Standards in Sheikhupura (Pakistan) ist 2016 eine breitere Einführung in Kalifornien (USA) geplant. Ein Jahr nach Lancierung eines Gemeinschaftsprojekts von SFL und SAI zur Bewertung und Minderung von Wasserrisiken, das es Nahrungsmittelunternehmen erlaubt, Strategien zu teilen, hat sich Nestlé an der ersten Analysephase beteiligt. 2016 wollen wir die SAI bei ihren Anstrengungen in ausgewählten Regionen unterstützen.

BEISPIEL: Besuch der WASH-Initiative in Elfenbeinküste

Im Juni 2016 konnte sich eine kleine Delegation aus Journalisten, Nichtregierungsorganisationen und Nestlé Mitarbeitern selbst von der Zusammenarbeit mit den Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften (IFRC) in Elfenbeinküste überzeugen. In dieser Region sind 65 Dörfer und somit 15.000 Menschen eingebunden. Das Dorf Djonakro gehört einer der Kooperativen an, die Nestlé – auch Nestlé in Deutschland – mit Kakao beliefern.

Um eine langfristige Wasser- und Sanitärversorgung vor Ort zu gewährleisten, müssen die Bewohner in das Projekt involviert werden Sie müssen gemeinsam einfache, effektive Lösungen finden, die die Instandhaltung und Betreuung der Einrichtungen ermöglichen. Die Dorfbewohner sind sehr engagiert:

  • als Teil des Programmes haben sie den im Dorf anfallenden Müll gesammelt und verbrannt,
  • jeder Haushalt besitzt eine eigene Latrine, und für die Schule wurde ein eigenes Latrinengebäude gebaut.
  • In den Latrinen gibt es Vorrichtungen zum Händewaschen aus gesammelten Regenwasser.
  • Zudem wurden mehrere Brunnen eingefasst und die Wasserpumpe des Dorfes wird von einem eigenen Wasserkomitee verwaltet.
  • Das Abwasser wird kontrolliert abgeleitet und fließt nicht mehr durch das Dorf.

Bei allen Maßnahmen waren die Eigenleistungen der Bewohner wichtig. Größere Projekte wie die Latrinengebäude und die Instandsetzungen der Pumpe wurden mit finanziellen Zuschüssen der Partner zusätzlich gefördert.

Die Dorfbewohner bringen die Vorteile für sich auf den Punkt: Seit Einführung dieser eigentlich einfachen Maßnahmen sind Infektionskrankheiten im Dorf deutlich zurückgegangen. Rund 300.000 Menschen in der Region haben bisher vom Wasser- und Sanitärprogramm des IFRC profitiert.