Programme zur Ernährungsbildung

Wir wollen, dass Kinder wissen, wie sie und ihre Familie sich ausgewogen ernähren können.

Ernährungsbildung spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Mangel- und Fehlernährung. Mit dem «Nestlé Healthy Kids»-Programm wollen wir unseren Beitrag leisten, dass Kinder ihr Ernährungswissen verbessern, eine positive Einstellung zu einer ausgewogenen Ernährung entwickeln und die Vorteile von Bewegung und sportlicher Betätigung erkennen – und als Erwachsene beibehalten.

Ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung

Wir möchten dazu beitragen, dass Schulkinder weltweit besser über eine ausgewogene Ernährung Bescheid wissen und sich mehr bewegen. Aus diesem Grund hat Nestlé in 84 Ländern weltweit Ernährungsbildungsprogramme ins Leben gerufen: Die «Nestlé Healthy Kids»-Programme fördern Ernährungsbildung und Sport. In den Programmen erhalten die Kinder unter anderem praktische Tipps zur empfohlenen Lebensmittelauswahl und zu zu Portionsgrößen. Zudem erfahren sie, wie wichtig körperliche Aktivität ist und werden ermuntert, sich mehr zu bewegen.

Strenge Richtlinien

Für die «Nestlé Healthy Kids»-Programme gelten strenge Richtlinien:

  • Sie sind grundsätzlich frei von Produktwerbung und werden von unabhängigen Partnern durchgeführt.
  • Aktivitäten im schulischen Umfeld finden nur auf Wunsch und in enger Abstimmung mit den entsprechenden Stellen statt – Nestlé selber tritt dort nicht direkt in Erscheinung, ist aber als Unterstützer der Programme erkennbar.
  • Zudem weren die Programme jährlich hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft

Zusammenarbeit mit Partnern in 84 Ländern

Wir arbeiten weltweit mit rund 300 Partnern zusammen: Mit Landesregierungen, Gemeindeverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen sowie ernährungswissenschaftlichen Instituten und Sportverbänden. Derzeit gibt es in 84 Ländern «Nestlé Healthy Kids»-Programme, in denen wir bereits rund acht Millionen Kinder erreichen konnten.

Die Informationsangebote des «Nestlé Healthy Kids»-Programms werden von Expertenteams auf die jeweiligen Bedürfnisse und Situation der Kinder in den einzelnen Ländern abgestimmt. Wir möchten dies an folgenden Beispielen zeigen:

Kenia: Gemeinsam gegen Fehlernährung

In Kenia mangelt es nicht grundsätzlich an gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln – viele Familien können sie sich jedoch nicht leisten. Manchmal fehlt auch schlicht das Wissen darüber, wie sie sich ausgewogen und gesund ernähren könnten. Das «Nestlé Healthy Kids»-Programm hat dazu eine Umfrage an zwanzig Grundschulen in Nairobi durchgeführt. Daraufhin wurde das Programm so konzipiert, dass die spezifischen Bedürfnisse der Kinder vor Ort berücksichtigt werden konnten. Beispielsweise wissen viele Kinder in den Grundschulklassen durchaus, dass Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte gut für die Gesundheit sind; nur essen sie leider nicht genug davon. Hier setzt das Programm an: Die Grundschulkinder lernen, wie sie gesunde Lebensmittel erkennen und zu einer ausgewogenen Mahlzeit kombinieren können. So können die Grundschulkinder positive Einstellungen gegenüber Nahrung und Bewegung und Verhaltensweisen entwickeln, um ein gesundes Körpergewicht bis ins Erwachsenenalter hinein zu erhalten.

Das Programm erreicht 50 Schulen und ist eine Kooperation mit dem kenianischen Bildungsministerium. Insgesamt sind «Nestlé Healthy Kids»-Programme in fünf Ländern Äquatorialafrikas implementiert: Angola, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Mauritius und Zimbabwe. Ende 2015 hat das Programm in dieser Weltregion 535.400 Grundschulkinder erreicht. Im Jahr 2016 sollen es bis zu zwei Millionen Kinder sein.

 

Malaysia: Workshops, Seminare und ein Onlineangebot

malaysia

In Malaysia wurde das «Nestlé Healthy Kids»-Programm im Jahr 2010 gestartet. Schulkinder zwischen sieben und zwölf Jahre lernen seitdem, wie sie Fehlernährung und Übergewicht vermeiden können. Schwerpunkte der Aufklärungskampagne liegen auf Workshops für Eltern und Kinder sowie Seminaren für Eltern und Lehrer. Aus dem Programm heraus ist ein spezielles Online-Angebot entstanden, das sich jeweils an Kinder, Eltern und Lehrer wendet.

Von 2014 bis 2016 wurden Bildungsmodule wie "Train-the-Trainer" und "Food Operators" für Chefköche und Kantinenpersonal entwickelt. Zudem hat Nestlé in Malaysia zwischen 2012 und 2014 ein "Healthy Eating and Be Active among Teens"-Modul an 100 Ganztagesschulen in 14 Staaten Malaysias durchgeführt. Das Modul war Teil des "Program Cara Hisup Sihat" (Healthy Lifestyle Programme) des Bildungsministeriums und der Universiti Putra Malaysia.

 

São Paulo: Zwei Millionen Schulessen täglich

young girl eating fruits

Gesundes Essen und ausreichend Bewegung auch in Brasiliens größter Stadt São Paulo: Hier profitieren mehrere hunderttausend Schulkinder vom Nutrir-Programm, dem brasilianischen «Nestlé Healthy Kids»-Programm. Die 11-Millionen-Metropole hat das Nestlé-Programm in ihren eigenen Lebensmittelsicherheits- und Ernährungsplan eingebettet. Dazu konnte Nestlé mit verschiedenen Vertretern der Stadt zusammenarbeiten, etwa dem Bildungsdezernat und dem Koordinierungsbüro für die Schulkantinen von São Paulo. Das Programm bildet sowohl Lehrer in Fortbildungskursen als auch Mitarbeiter der Schulküchen in Kochseminaren fort. Ziel: Die Kinder zu einem gesunden Lebensstil und einer ausgewogenen Ernährung heranzuführen.

São Paulo stellt jeden Tag knapp zwei Millionen Schulessen bereit. Bereits seit 1999 arbeitet Nestlé in Brasilien mit Regierungsvertretern, NGOs, Ernährungsinstituten und Sportverbänden im Nutrir-Programm zusammen. Seither wurden 22.000 Lehrerinnen und Lehrer im ganzen Land weitergebildet; drei Millionen Kinder in achttausend staatlichen Schulen sind bislang von dem Programm erreicht worden.

Mehr über das weltweite Nestlé Healthy Kids-Programm auf Englisch.

SDG 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern