Infografik über Verantwortung

Transparente Lieferketten garantieren Qualität und Nachhaltigkeit

Ein Unternehmensziel der Nestlé ist es, transparente Lieferketten zu unterhalten. Denn nur verantwortlich beschaffte Rohstoffe, so die Philosophie, garantieren langfristig Nachhaltigkeit und gleichbleibende Qualität.

Einwandfreie Rohstoffe sind unverzichtbare Grundlage für Qualität aller Produkte. Nestlé Deutschland bezieht Rohstoffe überwiegend in bereits verarbeiteter Form, entweder über den Verarbeiter oder den Zwischenhändler. Diese Produkte erhalten ihrerseits Rohstoffe von unterschiedlichen Landwirten aus verschiedenen Anbauregionen. Etwa 40 Prozent der direkten Lieferanten haben ihren Sitz in Deutschland, auch wenn die Rohstoffe in weiteren Ländern innerhalb und außerhalb der EU angebaut werden. An die Hersteller, Verarbeiter und Zwischenhändler, egal wo diese sitzen, stellt Nestlé hohe Qualitätsanforderungen.

Diese Standards sind Pflicht

Zum einen müssen Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards in der Lieferkette eingehalten werden. Bei Verstößen unterstützt Nestlé ihre Lieferanten darin, diese Standards umzusetzen. Wenn möglich, gestaltet das Unternehmen die Lieferketten und die damit verbundenen Einkaufsprozesse so, dass die Einhaltung der Anforderungen sichergestellt werden kann. Hierzu gehört auch der Austausch von Lieferanten, die nicht bereit oder nicht in der Lage sind, diese Anforderungen zu erfüllen.

Damit Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards sicher eingehalten werden, gibt es unter anderem das Responsible-Sourcing-Audit-Programm und das Responsible-Sourcing-Traceability-Programm.

Nestlé fängt beim Landwirt an

Von mehr als 800.000 Bauern weltweit bezieht Nestlé ihre Rohstoffe direkt. Im Rahmen von Programmen zur ländlichen Entwicklung fördert das Unternehmen deshalb die Anbaumethoden der Bauern. Durch ergänzende Programme trägt Nestlé ebenfalls zu besseren Lebensbedingungen in den ländlichen Gemeinschaften bei. Dazu gehören Maßnahmen zur Stärkung der Rolle von Frauen, zur Diversifizierung des Anbaus, zur Förderung von Bildungsmöglichkeiten und zur Verbesserung der Ernährungssituation.

11.000 direkte und geprüfte Lieferanten

Von kleinen Einzellieferungen wie Büromaterial bis zu strategischen Rohstoffen: Über 11.000 direkte Lieferanten bilden die Lieferbasis von Nestlé Deutschland. Etwa 1000 dieser Lieferanten liefern Rohstoffe und Verpackungsmaterialien, die aufgrund ihrer strategischen Bedeutung als „bevorzugte Lieferanten“ einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden.

Nestlé nutzt dafür zwei Instrumente: das SMETA (Sedex Members’ Ethical Trade Audit), durchgeführt von unabhängigen Auditoren, und das Nachhaltigkeitsperformance-Assessment EcoVadis. Alle neuen Lieferanten strategischer Materialien werden vor Vertragsabschluss durch eines dieser Instrumente überprüft. Sollten Verstöße gegen den Kodex auftreten, tritt Nestlé Deutschland mit dem Lieferanten in Kontakt, um gemeinsam einen Aktionsplan zu formulieren. Alle strategischen Lieferanten müssen sich bereiterklären, sich vor Vertragsabschluss nach SMETA oder EcoVadis auditieren zu lassen. 70 Prozent der Lieferantenaudits eines Berichtsjahres müssen ohne offene Beanstandungen sein.

Seit Beginn des Programms zur Überprüfung sind von Nestlé Deutschland 657 Lieferanten auditiert worden. Im Berichtsjahr 2016 erfolgten 62 neue Erstauditierungen – 51 Überprüfungen nach SMETA und 11 nach EcoVadis. Ein bestandenes Audit ist drei Jahre gültig und muss danach erneuert werden.

Die 12 relevanten Rohstoffe

Nestlé hat für sich international zwölf strategisch relevante Rohstoffe definiert: Kaffee, Kakao, Palmöl, Zucker, Soja, Vanille, Haselnüsse, Fleisch, Fisch/Meeresfrüchte, Milch, Getreide sowie Zellstoff/Papier. Zu diesen wurden Hotspot-Analysen der Lieferketten bis zurück in den Anbau durchgeführt. Mit deren Ergebnissen hat das Unternehmen konkrete Anforderungen definiert und entsprechende Programme ausgearbeitet, die den spezifischen Risiken dieser Lieferketten Rechnung tragen. Dabei geht es beispielsweise um soziale, aber auch Umwelt- oder Tierschutzmaßnahmen.

Die Richtlinien für verantwortungsvollen Einkauf werden durch horizontale Regelungen und Verpflichtungen (Commitments) ergänzt. Darin definiert sind unter anderem auch Anforderungen in Bezug auf Menschenrechte. Das Nestlé Commitment on Land and Land Rights in Agricultural Supply Chains macht unter anderem Vorgaben zu Landrechten und zur Einbeziehung der lokalen Bevölkerung. Das Nestlé Commitment on Water Stewardship konkretisiert die Verpflichtungen in Bezug auf das Menschenrecht auf Wasser für Nestlé Mitarbeiter und lokale Gemeinschaften im Umfeld von Nestlé Standorten. 2015 wurde das Commitment on Labour Rights in Agricultural Supply Chains ergänzt, das die Anforderungen für Farmarbeiter und Mitarbeiter der Lieferanten konkretisiert. Die Umsetzung dieser Richtlinien ist Gegenstand der internationalen Berichterstattung.

Worauf der Einkauf achtet

Nestlé Deutschland konzentriert sich bei der Umsetzung der Programme für den verantwortungsvollen Einkauf auf Rohstoffe, die für die Produktion in Deutschland relevant sind. Es werden Schulungen zum Thema verantwortungsvoller Einkauf und deren Umsetzung angeboten. Die Anforderungen an die Lieferketten sind auch Gegenstand von Projekt-Briefings für die jeweiligen Verantwortlichen in den Produktbereichen.

Zur Durchsetzung von Menschenrechtsstandards hat Nestlé außerdem ein internationales Beschwerdemanagementsystem eingerichtet, über das Verstöße anonym gemeldet werden können. Für den deutschen Markt und die im deutschen Einkauf verantworteten Prozesse wurden auch im Jahr 2016 keine Verstöße gemeldet.

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