Früchte der Ölpalme

Transparenz und Nachhaltigkeit bei der Palmöl-Beschaffung

Palmöl ist ein wichtiger Rohstoff, der sehr gute Verarbeitungseigenschaften aufweist. Der Anbau steht allerdings in der Kritik. Nestlé ist global gesehen nur ein kleiner Abnehmer, nimmt seine Verantwortung aber ernst. Das Unternehmen hat sich Richtlinien gegeben, die die nachhaltige Beschaffung von Palmöl sicherstellen.

Der Anbau von Palmöl wird mit Problemen assoziiert, wie der Zerstörung von Wäldern und Torfmooren sowie Konflikten in Bezug auf Landrechte und Arbeitsstandards. Nestlé, das weltweit weniger als 1% der globalen Palmölproduktion nutzt und deutschlandweit nur ca. 0,0008% des globalen Volumens, hat sich zum Schutz von Wäldern verpflichtet (Commitment on Deforestation).

Eigene Richtlinien über den Mindeststandard hinaus

Die eigenen Richtlinien für die Beschaffung von Palmöl verlangen die Kriterien des Round Table on Sustainable Palm Oil als Mindeststandard. Da Nestlé in ihren Anforderungen jedoch deutlich über diese Kriterien hinausgeht, hat das Unternehmen öffentlich Lob von der Umweltschutzorganisation Greenpeace erhalten. Die Nichtregierungsorganisation The Forest Trust unterstützt Nestlé bei der Umsetzung der Richtlinien. Nestlé verlangt zudem von ihren Lieferanten transparente Lieferketten bis zu den Ölmühlen, um kontrollieren zu können, ob die Richtlinien eingehalten werden.

2016 hat Nestlé Deutschland große Fortschritte darin gemacht, die Responsible Sourcing Guideline umzusetzen: 59% des von Nestlé Deutschland bezogenen Palmöls entsprachen 2016 vollumfänglich den Vorgaben der Nestlé Richtlinien. 41% wurden nach dem Standard RSPO segregated beschafft. Die Nichtregierungsorganisation Greenpeace veröffentlichte im März 2016 einen Bericht, in dem die Fortschritte von Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Zusagen für die Beschaffung von Palmöl überprüft wurden. Nestlé und einem weiteren Unternehmen wurden dabei gute Fortschritte und die ernsthafte und konsequent. Ziel ist es, bis 2020 sicherzustellen, dass das benötigte Palmöl gemäß der Nestlé Responsible Sourcing Guideline sowie aus transparenten Lieferketten beschafft wird.

Unterstützung für Kleinbauern

Bereits seit 2015 unterstützt Nestlé Kleinbauern durch die Finanzierung der Rurality Initiative von The Forest Trust (TFT). Die Initiative hilft Kleinbauern, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und verbreitet Best-Practice-Methoden durch ein „Train the Trainer“-Modell.

Während die Initiative wächst, richtet Nestlé sie am Rahmenprogramm für ländliche Entwicklung aus. TFT legt derzeit fünf Länder fest, in denen Nestlé aktiv sein wird.