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Warum zieht sich Nestlé Waters aus Äthiopien zurück?

Caring for water

Im Oktober 2019 hat Nestlé Waters die strategische Ausrichtung überarbeitet und sich daher entschieden, die Anteile an dem Joint Venture an den ursprünglichen Eigentümer zurückzugeben. Nach unserer Einschätzung ist dieser besser in der Lage, das Geschäft und den Standort in Sululta weiterzuentwickeln. Nestlé Waters wird sich stärker auf Premium-Mineralwasser und kohlensäurehaltige Getränke konzentrieren. Das Engagement in Äthiopien wurde aufgrund dieser Neuausrichtung auf den Prüfstand gestellt. Andere Aktivitäten von Nestlé in Äthiopien sind von dieser Entscheidung nicht betroffen.

Hat die Entscheidung mit der Dürre in Teilen Äthiopiens zu tun?

Die Region Oromia im Hochland Äthiopiens ist eine wasserreiche Region und zählt zu den Quellgebieten des Nils. Die Region war nicht von den wiederkehrenden Dürren in anderen Landesteilen betroffen. Am Standort gab und gibt es keinen Mangel an Wasser.

Warum hat Nestlé Waters überhaupt in die Wasserabfüllung in Äthiopien investiert?

Nestlé Waters hat sich 2016 an einem Joint Venture mit einem einheimischen Getränkehersteller in der Oromia-Region investiert. Die Überlegung war, das Engagement in Äthiopien auszubauen und die steigende Nachfrage der wachsenden Mittelschicht in Äthiopien nach sicherem, hochwertigen abgefülltem Wasser zu bedienen. Im Oktober 2019 hat Nestlé Waters die strategische Ausrichtung überarbeitet und sich daher entschieden, die Anteile an dem Joint Venture an den ursprünglichen Eigentümer zurückzugeben. Nach unserer Einschätzung ist dieser besser in der Lage, das Geschäft und den Standort in Sululta weiterzuentwickeln. Aufgrund der Investitionen in den Standort ist das Unternehmen nun besser aufgestellt als vor 2016. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter am Standort Sululta sind von der Änderung nicht betroffen. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in der Region war es Nestlé Waters wichtig, dass die Arbeitsplätze im Werk erhalten bleiben.

Was passiert mit den Projekten, die Nestlé Waters in Sululta angestoßen hat?

Nestlé Waters hat – entsprechend der strengen Richtlinien und Programme des Unternehmens zum Menschenrecht auf Wasser – nach der Prüfung der Investition im Jahr 2016 eine Reihe von Projekten zur Verbesserung der Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung umgesetzt. Es gehört zu den Grundsätzen des Unternehmens, dass die Aktivitäten keine negativen Auswirkungen auf die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung haben dürfen. Ein wichtiger Schritt war dabei die externe Zertifizierung des Standorts nach dem Standard der Alliance for Water Stewardship im Jahr 2018. Wenn das Menschenrecht auf Wasser im Umfeld unserer Werke nicht gewährleistet ist, unterstützen wir dies durch eigene Maßnahmen, wie den Bau von Brunnenhäusern. Die öffentliche Infrastruktur in Sululta war und ist für eine angemessene Versorgung der Bevölkerung unzureichend.
Daher hat Nestlé Waters u.a. eine kostenlose Trinkwasserversorgung der Anrainer über ein eigenes Brunnenhaus eingerichtet, mehrere Tiefbrunnen der lokalen Wasserbehörde instand setzen lassen und gemeinsam mit dem Roten Kreuz mehrere Gemeinschaftsbrunnen ausgebaut. Ferner wurde ein PET-Recyclingcenter eingerichtet, das die Sammlung von Flaschen in der Region Sululta organisiert und lokale Arbeitsplätze geschaffen hat. Mit dem alten und neuen Eigentümer wurde vereinbart, dass die Projekte zur Trinkwasserversorgung der Bevölkerung fortgesetzt werden. Die Entscheidung über den Ausbau weiterer Projekte liegt beim Eigentümer. Durch das die Investitionen in Standort und Gemeinschaftsprojekte hat Nestlé Waters aber maßgeblich zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung beigetragen, von dem über 17.000 Menschen auch zukünftig profitieren werden.