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Die Wiederbelebung der Wirtschaft als Kernelement der Gesellschaft: Creating Shared Value Forum 2014

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9. Oktober 2014 – Die Wirtschaft solle mit kurzfristigen Konzepten brechen und sich stattdessen darauf konzentrieren, das Vertrauen der Gesellschaft zurückzugewinnen, das sie während der globalen Schuldenkrise einbüßen musste, forderte Paul Bulcke, CEO von Nestlé, auf dem jährlichen Creating Shared Value (CSV) Forum des Unternehmens: „Meiner Ansicht nach war die globale Schuldenkrise in vielerlei Hinsicht eine Wertekrise“, so Bulcke bei seiner Rede in Nestlés internationalem Forschungszentrum in Lausanne, Schweiz. Er erklärte, dass der einzige Weg in eine erfolgreiche Zukunft über einen holistischen Denkansatz in Verbindung mit langfristigen Zielen und starken, klar formulierten und auf Respekt basierten Werten führe.

gießende Frau
CSV: Mit langfristigen Zielen und Respekt in
eine erfolgreiche Zukunft 

Das diesjährige CSV Forum, das in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (United Nations Conference on Trade and Development, UNCTAD) organisiert wurde, widmet sich der Frage, wie die Wirtschaft eine zentrale Rolle in den einzelnen Gesellschaften einnehmen kann.

„Zu viele Menschen und Unternehmen waren dazu verleitet oder gezwungen worden, sich auf kurzfristige egoistische Ziele zu konzentrieren, und es gab eine allgemeine Verlagerung des Denkens von ‚wir morgen‘ zu ‚ich jetzt‘“, beklagte Bulcke. „Führungskräfte müssen ihren Respekt demonstrieren, indem sie zur grundlegenden Funktion von Unternehmen zurückgehen – Wertschöpfung für die Gesellschaft als Ganzes mit langfristiger Perspektive.“

Beschleunigte Entwicklung

Über 20 führende internationale Experten aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gingen gemeinsam mit Hunderten von Besuchern der Frage nach der Beschleunigung nachhaltiger Entwicklungen nach. Schwerpunktthemen waren Ernährung, Wasser und ländliche Entwicklung. Nestlé vertritt die Überzeugung, dass Unternehmen, um langfristig erfolgreich zu sein und Werte für die Aktionäre zu schaffen, zur gesellschaftlichen Wertschöpfung verpflichtet sind.

Das Unternehmen gab anlässlich der Veranstaltung den Gewinner des Creating Shared Value Preis bekannt. Die Auszeichnung ging an die ostafrikanische Fairtrade-Imkerei HoneyCare, die mit 35.000 Bauern im Südsudan zusammenarbeitet. Mit dem Preisgeld in Höhe von 200.000 CHF honoriert Nestlé innovative Unternehmen, die durch Fortschritte auf den Themengebieten Ernährung, Wasser oder ländliche Entwicklung Werte für die Gemeinden schaffen, in denen sie tätig sind.

Imker
Gewinner des CSV-Preis:
Die Fairtrade-Imkerei Honeycare.
Madison Ayer von HoneyCare, die Bauern dabei helfen, professionelle Imker zu werden, brachte seine Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck: "Der Creating Shared Value Preis ist eine wundervolle Anerkennung der harten Arbeit und Leidenschaft unseres Teams, der Farmer und Abnehmer in Afrika. Und noch aufregender ist die Möglichkeit, eine langfristige Beziehung mit Nestlé aufzubauen, da wir unsere lokale Wertschöpfungskette mit Nestlés globalen Ressourcen und Expertise noch wirksamer machen können."

 

 

Wasser im Fokus

Nestlé hat die Fortführung seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies, IFRC) bekannt gegeben und sich verpflichtet, die Organisation in den kommenden fünf Jahren mit Fördergeldern in Höhe von 5 Millionen CHF zu unterstützen.

Als erster Unternehmenspartner der IFRC arbeitet Nestlé schon seit 2006 mit der Organisation zusammen. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Wasserversorgung ländlicher Gemeinden. Unternehmenschef Bulcke erklärte, dass beide Organisationen gegenseitig von ihren jeweiligen Kompetenzen profitiert hätten: „Unsere Partnerschaft baut längst nicht mehr auf einer rein philanthropischen Beziehung auf. Vielmehr verkörpert sie unser Geschäftsmodell ‚Creating Shared Value‘ und trägt zu nachhaltigen Entwicklungen in den Gemeinden bei, die unsere Betriebe umgeben.“

 
Frau wäscht sich die Hände
Sauberes Trinkwasser für 100.000 Ivorer:
Im Rahmen der Partnerschaft konnten sauberes Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen gesichert werden.

Generalsekretär der IFRC Elhadj As Sy ergänzte, dass die Mitarbeiter und Freiwilligen der Organisation die Gemeinden immer bei den humanitären Herausforderungen rund um Krisenprävention, Reaktion und Regeneration unterstützten: "Unsere Arbeit im Bereich Wasserversorgung und Hygiene ist ein Kernelement in diesem Zusammenhang und wir freuen uns über die Partnerschaft mit Nestlé. Sicherer Zugang zu Wasser und Sanitäreinrichtungen sind die Basis für eine bessere Gesundheit und Lebensqualität", sagte er.

Im Rahmen der Partnerschaft konnte die Versorgung von 100.000 Ivorern aus kakaofördernden Gemeinden mit sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen gesichert werden. Nestlé erklärte, dass das Unternehmen sein Wasser- und Hygieneprojekt auf den Nachbarstaat der Elfenbeinküste, Ghana, ausdehnen und das Sponsoring für die Produktion des diesjährigen World Disaster Report der IFRC übernehmen werde.