Zurück zur Liste 18. Jul 2018

Nestlé möchte bis 2023 100% RSPO-zertifiziertes, segregiertes Palmöl beziehen

Der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) hat die Mitgliedschaft der Nestlé S.A. nach Vorlage ihres zeitgebundenen Aktionsplans zur Erreichung von 100% RSPO-zertifiziertem nachhaltigem Palmöl bis 2023 wieder aufgenommen. Ab Montag, 16. Juli 2018, werden die Zertifikate und der Mitgliedsstatus von Nestlé wieder eingeführt.

Benjamin Ware, Global Head of Responsible Sourcing von Nestlé, sagte: «Transparenz in unserer Lieferkette war schon immer wichtig. Nestlé hat sich stets für eine verantwortungsbewusste Beschaffung eingesetzt und bedeutende Fortschritte bei der Verwendung von Palmöl erzielt. Nestlé unterstützt die Rolle von RSPO bei der Förderung des branchenweiten Wandels und würdigt ihre Entscheidung, welche nach der Vorlage unseres Aktionsplans der sich auf die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit vor allem durch segregiertes RSPO-Palmöl konzentriert, gefunden wurde. Dies baut auf den laufenden Aktivitäten von Nestlé auf, um eine nachvollziehbare und verantwortungsbewusste Palmöl-Lieferkette zu schaffen.»

RSPO und Nestlé teilen die Vision, die Palmölindustrie für eine nachhaltige Zukunft zu verändern. Sie sind auch der Ansicht, dass die gesamte Branche auf mehr Transparenz, Einbeziehung sowie direktes Engagement in der Lieferkette und dem Kapazitätsaufbau in der gesamten Lieferkette hinarbeiten muss.

Das bedeutet, dass zukünftig das bezogene Palmöl bis 2020 nach unseren Responsible Sourcing Standard verantwortungsbewusst beschafft werden sowie bis 2023 nach RSPO segregated zertifiziert sein soll. Die Kriterien von RSPO sind bereits Teil der Responsible Sourcing Guidelines und Lieferanten sowie Farmen werden mit diesem Standard zur Einhaltung der Kriterien unabhängig geprüft. Darüber hinaus arbeitet Nestle bis 2023 an der Transformation der Lieferketten und der lückenlose RSPO Zertifizierung einzelner Lieferketten-Beteiligten. Vor allem steht hierbei die Zertifizierung von Kleinfarmen im Fokus, die zwar die Kriterien einhalten, sich aber bisher eine Zertifizierung nicht leisten können. Zukünftig sollen solche Kleinfarmen unterstützt werden, eine RSPO Zertifizierung zu erlangen, so dass alle Beteiligten in der Lieferkette zertifiziert sind und man eine segregierte Lieferkette darstellen kann.

Die Erfahrungen bei der Unterstützung von Kleinbauern sowie weitere Kenntnisse zur Bewältigung von kritischen ökologischen und sozioökonomischen Herausforderungen des Sektors sollen in Arbeitsgruppen des RSPO von Nestlé geteilt werden und so Nestlé eine führende Rolle innerhalb im RSPO einnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Schutz von Torfmooren und Waldbeständen mit hohem Kohlenstoffgehalt spielen.

Darrel Webber, CEO von RSPO, sagte: «Der RSPO ist mehr als ein Zertifizierungssystem, er ist ein Verpflichtungssystem. Mit dem Beitritt zu RSPO verpflichten sich alle unsere Mitglieder, die Palmölindustrie zu verändern. Nestlé hat sich verpflichtet, ihre Anstrengungen zur aktiven Erarbeitung von Lösungen im Rahmen des RSPO-Systems durch aktive Teilnahme zu verstärken. In diesem Sinne begrüßen wir Nestlé wieder am Runden Tisch und sind zuversichtlich, dass sie unseren Mitgliedschaftsverpflichtungen nachkommen und ihren Zeitplan einhalten werden. Wir vertrauen darauf, dass wir gemeinsam eine nachhaltige, respektvolle und verantwortungsvolle Palmölindustrie verwirklichen können.»

Ein Arbeiter schaufelt Palmölkerne

Aus nachhaltiger Produktion

Palmöl ist wegen seiner guten Verarbeitungseigenschaften ein wichtiger Rohstoff für die Lebensmittelindustrie. Um den nachhaltigen Anbau zu gewährleisten, analysiert Nestlé ihre Lieferketten bis zum Ursprung.