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Schokolade heißgekühlt

Vorreiter beim Klimaschutz: Unser Chocoladenwerk in Hamburg
Zwei Männer überprüfen die Anlage
Schokolade made in Hamburg. Und das so umweltfreundlich wie möglich. Geht das? Unser Chocoladenwerk in Hamburg beweist es! Denn seit 2016 ist es eines unserer Vorzeigeprojekte im Klimaschutz und das dank eines modernen Blockheizkraftwerks, welches Treibhausgase vermeidet und die Hälfte des benötigten Stroms generiert.

Der leckere Duft nach frischer Schokolade steigt einem im Chocoladen-Werk Hamburg-Wandsbek als Erstes in die Nase. Hier werden Smarties, After Eight und KitKats und Co. hergestellt. Sie rattern auf den Fließbändern in Richtung Packanlage und glänzen verführerisch schokoladenbraun. Bei den KitKats brauchen die Experten besonderes Fingerspitzengefühl. Den appetitlichen Schokoladenglanz des Riegels bekommen die Hamburger Experten nämlich nur hin, wenn die Schokolade zunächst erhitzt und dann nach der Ummantelung der Waffeln auf die richtige Temperatur heruntergekühlt wird.

Wir haben unseren Strombedarf halbiert

Dazu braucht es gleichzeitig Wärme und ein verlässliches Kühlsystem. Beides kommt in Hamburg aus einer Quelle, wodurch Strom und Kohlendioxid (CO2) eingespart wird. Und das schon seit Juli 2016. Seitdem ist im Chocoladenwerk ein Blockheizkraftwerk in Betrieb, das zum einen dank der Wärmegenerierung die Schokolade zum Schmelzen bringt. Und zum anderen – dank einer mit dem Kraftwerk verbundenen Absorptionskältemaschine, welche die Wärme in Kälte umwandelt – kühlt es die empfindlichen Produkte wieder herunter.

 

„Mit unserem Blockheizkraftwerk können wir rund die Hälfte unseres benötigten Stroms selbst produzieren.“, erklärt Arturo Galvan, Werksleiter des Chocoladenwerks. Das entspricht etwa dem Strombedarf von circa 3.500 Vier-Personen-Haushalten.

Für uns bei Nestlé ist der Klimaschutz in der Produktion eine wichtige Säule unseres Klima-Versprechens bis 2050. „Energieeffizienz hat einen hohen Stellenwert in der Firmenphilosophie“, so Galvan.

So konnte etwa der prozentuale Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen 2016 in allen deutschen Werken von 26 Prozent im Vorjahr auf über 38 Prozent erhöht und die direkten wie indirekten CO2-Emissionen gesenkt werden. Seit 2016 besteht das Ziel, die CO2-Emissionen in den deutschen Werken jährlich um 5 Prozent und den Energieverbrauch um 4 Prozent zu senken. Rückblickend haben wir seit 2010 sowohl den Ausstoß von Treibhausgasen als auch den Wasserverbrauch um über 35 Prozent gesenkt.

In den letzten Jahren konnten wir bei unseren Nestlé Werken vor allem durch Brennstoffumstellungen Treibhausgase einsparen. Im bayerischen Biessenhofen zum Beispiel gewinnt eine „Wärmeschaukel“ schrittweise anfallende Wärme- und Kühlenergie zurück. Außerdem wird die Abwärme der Kälteanlagen und der Druckluft in ein Niedertemperatur-Heiznetz geleitet.

Die Nutzung des Blockheizkraftwerks in unserem Chokoladenwerk und die Ergänzung durch eine Absorptionskälteanlage im Jahr 2017 sind nur ein Teil unserer Maßnahmen zum Klimaschutz. Das wir damit deutschlandweit Vorreiter sind, hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) anerkannt und das Hamburger Konzept als einen von zehn „Leuchttürmen in energieeffizienter Wärmerückgewinnung“ ausgewählt.

Sie möchten wissen, welche Aktionen wir außerdem auf unserem Weg zur „Grünen Null“ planen? Dann empfehlen wir Ihnen die Story von Anke Stübing „Auf Null bis 2050 – dafür geben wir 100%“.