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Neben einer Reihe von allgemeinen Anforderungen, die für alle Lieferanten und Rohstoffe gelten, hat Nestlé konkrete Kriterien für die Beschaffung von Palmöl definiert:

  1. Das Palmöl darf nicht von Pflanzungen stammen, die auf nach November 2005 gerodeten Waldflächen angelegt wurden.
  2. Das Palmöl darf nur von Pflanzungen oder Farmen stammen, die lokale Gesetze und Regulierungen einhalten.
  3. Schutz von so genannten „High conservation value“ Gebieten, ökologisch wertvollen Flächen.
  4. Wahrung von indigenen Rechten, insbesondere Einverständnis der Einheimischen und ihrer Gemeinschaften zu Aktivitäten in Verbindung mit Palmöl auf ihrem Territorium
  5. Schutz und Erhalt von Torfmooren
  6. Schutz von Wäldern mit einem hohen CO2-Speicherwert
  7. Einhaltung der Prinzipien und Kriterien des Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl (RSPO).

Nestlé verwendet nur Palmöl, das unseren strengen Anforderungen für verantwortungsvollen Einkauf entspricht. Diese stimmen grundsätzlich mit den 2018 verschärften Anforderungen des runden Tisch für nachhaltiges Palmöl („Round Table on Sustainable Palm Oil, RSPO“) überein. Hierzu gehört der Schutz von Torfmooren und Wäldern mit einem hohen CO2-Speicherwert; diese wichtigen Bereiche wurden als neue Anforderungen 2018 auch vom RSPO aufgenommen, was wir begrüßen. Wir erwarten zusätzlich von unseren Lieferanten Transparenz bis zur Ölmühle bzw. Plantage, sodass wir die Einhaltung unserer Anforderungen durch Partnerorganisationen überprüfen lassen können. Bei der Zusammenarbeit mit Kleinbauern akzeptiert Nestlé Lieferbeziehungen auch dann, wenn einzelne Kriterien noch nicht uneingeschränkt eingehalten werden, aber ein belastbarer Plan für die notwendigen Verbesserungen vorliegt. Da die Zertifizierung von Kleinbauern mehr Zeit erfordert, wollen wir bis 2023 auch die Lieferungen von Kleinbauern durch eine RSPO-Zertifizierung abdecken.

Strenge Richtlinien für verantwortungsvollen Einkauf

Nestlé hat strenge Richtlinien für verantwortungsvollen Einkauf (Responsible Sourcing Guidelines/RSG) erlassen, die von unabhängigen Dritten überprüft werden. Die RSG-Richtlinien beinhalten neben den bisherigen RSPO-Kriterien u.a. den Schutz von Waldgebieten mit hohem CO2-Speicherwert und von Torfmooren. Der RSPO hat 2018 seine Anforderungen um diese Kriterien ergänzt. Außerdem verlangt Nestlé von Lieferanten volle Transparenz bis in den Anbau. Diese Richtlinien werden gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation; The Forest Trust (TFT) überprüft. Zusätzlich arbeitet Nestlé u.a. mit Satellitenüberwachung, um die Rodung von Wäldern zu unterbinden.

Ist eine RSPO-Zertifizierung ausreichend?

Nestlé unterstützt die Arbeit des RSPO und ist selber Mitglied. Die Nestlé Einkaufsrichtlinie für Palmöl (Responsible Sourcing Guidelines), die gemeinsam mit der Nicht-Regierungsorganisation The Forest Trust (TFT) entwickelt wurde, entspricht grundsätzlich den 2018 höher angesetzten Kriterien des RSPO. Nestlé hat sich aktiv für eine Erweiterung der Kriterien des RSPO eingesetzt und begrüßt, dass diese wichtigen Anforderungen nun auch für die Zertifizierung durch den RSPO gelten. Nestlé steht dazu, bis 2020 nur noch Palmöl zu verwenden, das unseren Anforderungen für verantwortungsvollen Einkauf entspricht. Aufgrund der notwendigen Verschärfung der RSPO-Anforderungen in 2018 hat Nestlé beschlossen, bis 2023 für den gesamten Palmölbedarf zusätzlich die Zertifizierung durch den RSPO anzustreben. Die zusätzliche Zeit ist erforderlich, um auch die von Kleinbauern bezogenen Mengen nach RSPO zertifizieren zu lassen.

Welche Richtlinien gelten für den Einkauf von Palmöl bei Nestlé?

Um sicherzustellen, dass für unsere Produkte kein Regenwald zerstört wird, hat Nestlé bereits 2010 eine Partnerschaft mit der weltweit tätigen, gemeinnützigen Organisation The Forest Trust (TFT) vereinbart, die Nestlé beim Umbau bzw.- der Verbesserung der Lieferkette unterstützt. Gemeinsam mit dem TFT hat Nestlé die folgenden Richtlinien für den Einkauf von Palmöl definiert:

    Nestlé bezieht Palmöl nur von Plantagen und Farmen, die
  • – sich an lokale Gesetze und Regulierungen halten
  • – Regenwaldschutzgebiete bewahren
  • – die frühzeitige und einvernehmliche Beteiligung der einheimischen Bevölkerung und Gemeinschaften in den Prozess der Erschließung neuer Plantagen sicherstellen sowie
  • – Torfmoore und Waldgebiete mit hohem CO2-Speicherwert schützen.

Nach der Erweiterung der RSPO-Kriterien in 2018 sind diese weitgehend deckungsgleich mit den strengen Nestlé Anforderungen.