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Nestlé hat sich – unter anderem – verpflichtet, dass der Anbau der Rohstoffe nicht zur Zerstörung von Wäldern beitragen soll. Über die Fortschritte berichtet Nestlé in einem jährlichen Bericht. Nestlé wird auch regelmäßig von externen Organisationen darauf bewertet, wie das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Diese Organisationen untersuchen Standards, Richtlinien und Maßnahmen – zum Beispiel in Bezug auf Umweltthemen, Sozialstandards oder auch Wahrung von Menschenrechten sowie Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Nestlé gehört in der Regel zu den am besten bewerteten Unternehmen der Branche.

Wie bewertet Greenpeace die Anstrengungen von Nestlé?

Auch die kritische Umweltorganisation Greenpeace bewertet die Fortschritte von Nestlé in Bezug auf Palmöl positiv: In ihrem Anfang März 2016 erschienenen Bericht über den Anbau von Palmöl würdigte die Nichtregierungsorganisation Greenpeace Nestlé für den Fortschritt, den das Unternehmen in den Bereichen verantwortungsvolle Beschaffung, transparentes Reporting und Reformwillen innerhalb der Branche erreicht hat. Aus 14 weltweit agierenden Unternehmen wurde neben Nestlé lediglich ein weiteres Unternehmen mit „erkennbaren Fortschritten“ bewertet (PDF, 5,79 MB).

Wie transparent sind die Lieferketten von Nestlé?

Wir sind zurzeit dabei, unsere Lieferkette für Palmöl zu überprüfen. Weltweit können wir 90% des von uns verwendeten Palmöls bis zur Ölmühle zurückverfolgen und beinahe die Hälfte sogar bis zur Plantage. Unser Anspruch ist es, bis zum Jahr 2020 100% verantwortungsvoll beschafftes Palmöl zu verwenden.

Nestlé Deutschland hat im Jahr 2016 große Fortschritte bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Palmöl gemacht: 59% des Palmöls stammten bereits aus transparenten Lieferketten, die entsprechend auf Einhaltung der Nestlé spezifischen Anforderungen überprüft werden können. Weitere 41 % wurden nach dem Zertifizierungsstandard „RSPO segregated“ eingekauft. Dieser Standard alleine erfüllt die Nestlé Anforderungen noch nicht uneingeschränkt, wird aber als Übergangslösung akzeptiert.

Wie überprüft Nestlé die Einhaltung der Vorgaben?

Nestlé verlangt von den Lieferanten Transparenz über die Herkunft und die Verarbeitungsstationen des Palmöls, damit der Anbau auf Einhaltung der Nestlé-Anforderungen überprüft werden kann. Dafür arbeitet Nestlé mit der Non Profit Organisation The Forest Trust (TFT) zusammen, die die Lieferketten für Nestlé analysiert. Lieferanten, bei denen Verstöße gegen die Nestlé Vorgaben festgestellt werden, erhalten in der Regel die Möglichkeit, diese Verstöße zu beheben und die Arbeitsweise zu verbessern. Wenn Lieferanten nicht bereit oder in der Lage sind, die Vorgaben einzuhalten, wird die Lieferbeziehung beendet. Nestlé bietet verbesserungswilligen Lieferanten aber auch Unterstützung bei den notwendigen Veränderungen.

Darüber hinaus engagiert sich Nestlé in Programmen zur technischen Unterstützung von Kleinbauern, etwa in der „Rurality“-Initiative des TFT. Durch den Fokus auf Kleinbauern haben wir eine direkte Möglichkeit, unsere Beschaffung von Palmöl verantwortungsvoller zu gestalten und einen echten Unterschied bei der Lebensgrundlage der Bauern zu machen, die uns beliefern.

 

Kritik Fakt 3