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Was sagt Nestlé zum Greenpeace-Bericht über die Zerstörung von Wäldern auf Papua, Indonesien?

Wir haben bei einem unserer Lieferanten für Palmöl auf der indonesischen Insel Papua eine Reihe von Problemen festgestellt, und wir arbeiten gemeinsam mit unserem Partner The Forest Trust an Lösungen. Dies ist unser generelles Vorgehen, wenn wir bei Lieferanten Verstöße gegen unsere Anforderungen feststellen – wir ergreifen geeignete Maßnahmen, und dies schließt auch eine Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Lieferanten ein, wenn dieser nicht bereit oder in der Lage ist, unsere Standards zu erfüllen. Nestlé hat sich dazu verpflichtet bis zum Jahr 2020 sicherzustellen, dass für den Anbau unserer Rohstoffe keine Wälder zerstört werden. Wir tolerieren keine Zerstörung von Wäldern und gehen mit unseren Programmen für verantwortungsvollen Einkauf gezielt dagegen vor. Unser Ziel ist es, bis Ende 2020 ausschließlich Palmöl aus verantwortungsvollem Einkauf zu verwenden (pdf, 90 Kb).

Wir tolerieren keine Verstöße gegen Menschenrechte, wie sie in der Lieferkette für Palmöl weit verbreitet sind.

Um diese Verstöße systematisch zu bekämpfen, ist ein energisches und gemeinsames Vorgehen erforderlich, um die notwendigen Veränderungen in der Palmölverarbeitung zu erreichen und die Standards zu verbessern. Gemeinsam mit Partnern werden wir gegen alle Verstöße vorgehen. Im April 2018 haben wir einen globalen Aktionsplan gestartet, um Probleme mit Arbeitnehmerrechten in der Palmöllieferkette gezielt anzugehen. Dieser Plan definiert Ziele, Maßnahmen und Interventionen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern und anderen Akteuren der Industrie angehen wollen. Wir werden über die Fortschritte regelmäßig informieren.

Wir haben unseren Aktionsplan (pdf, 400Kb) zusammen mit einem Bericht über Arbeitnehmerrechte in unserer Lieferkette für Palmöl in Indonesien veröffentlicht, den wir gemeinsam mit dem Danish Institute for Human Rights (DIHR) und dem TFT im Jahr 2017 erstellt haben. Dieser Bericht konzentriert sich speziell auf die Rechte von Arbeitern. Teams von DIHR und TFT haben hierfür über 200 Personen interviewed, einschließlich Arbeitern in Ölmühlen und auf Palmölplantagen, Kleinbauern und Mitgliedern lokaler Gemeinschaften.

Durch diese Überprüfung haben wir ein besseres Verständnis der bestehenden oder möglichen Risiken in dieser Lieferkette gewonnen und konnten entsprechende Empfehlungen zu unserer Rolle und der anderer Akteure ableiten. Zu den anderen Akteuren gehören die Regierung, Zivilgesellschaft, nationale und internationale Zertifizierungsorganisatioenen wie die Indonesian Sustainable Palm Oil (ISPO) und der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), Internationale Organisationen und Verwender von Palmöl.

Der Aktionsplan ist unser nächster Schritt, um eine nachhaltige Lieferkette für Palmöl zu erreichen, auf der Grundlage unserer Programme für verantwortungsvollen Einkauf. Hierfür sind tiefgreifende Veränderungen im Palmölsektor erforderlich, die wir nur durch gemeinsame Anstrengungen erreichen können.