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Wie ist die heutige Situation in Vittel?

Die aktuelle Situation der Vittel-Quellen ist Nestlé vollumfänglich bekannt und ist bereits Gegenstand von Gesprächen auf lokaler Ebene. Der Schutz dieser Quellen hat für uns oberste Priorität: Daher haben wir unsere Wasserentnahme bereits reduziert und arbeiten mit allen Wassernutzern zusammen an einer gemeinsamen Lösung. Anfang Juli hat die zuständige lokale Wasserkommission (CLE) mehrheitlich entschieden, der gefährdeten Quelle Wasser aus einem anderen Einzugsgebiet zuzuführen. Diesen Vorschlag hat die französische Bergbaubehörde erarbeitet. Unabhängig von der konkreten technischen Umsetzung hat Nestlé zugesagt, sich an den Kosten der Lösung zu beteiligen, sodass den Bürgern in Vittel keine Mehrkosten entstehen. Nestlé hatte bereits im Vorfeld erklärt, jede Lösung mitzutragen und zu unterstützen, die den Interessen der Anwohner und dem Schutz der Quellen gerecht wird.

Darüber hinaus engagieren wir uns seit über 25 Jahren für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in der Region: Mit dem im Jahr 1992 gestarteten Agrivair-Programm schützt Nestlé Waters die Wasserqualität auf einer Fläche von über 10.000 Hektar in der Region Vittel. Agrivair unterstützt lokale Landwirte bei der Umsetzung umweltfreundlicher Anbaumethoden ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und führt groß angelegte Initiativen zur lokalen Biodiversität durch. Außerdem überwachen wir kontinuierlich die Pegel der von uns genutzten Quellen.

Vor Ort gibt es drei Quellen. Eine von ihnen ist langfristig von Wassermangel bedroht, die „Bonne Source“. Die anderen werden problemlos durch nachfließendes Wasser aufgefüllt. Die Risiken für den Grundwasserspiegel der „Bonne Source“ sind langfristiger Natur. Derzeit ist die aus diesem Bereich von allen Akteuren entnommene Wassermenge höher als die Menge, die durch Regenwasser kompensiert wird. Die Risikoanalysen zeigen eine laufende Fehlmenge, die bis zum Jahr 2050 die Stabilität des Grundwasserspiegels gefährden könnte.

Fact Card Vittel zur Aufteilung der Wassernutzer 

Welche Maßnahmen hat Nestlé Waters getroffen, um zur Lösung der Situation beizutragen?

Nachdem wir erste Hinweise auf mögliche Risiken für den Grundwasserspiegel der „Bonne Source“ entdeckt haben, haben wir bereits über die vergangenen Jahre freiwillig die Wassermenge, die wir entnehmen, schrittweise um 20 Prozent reduziert – etwa durch Investitionen in die Wiederverwendung von Wasser am Standort, Optimierung unserer industriellen Prozesse und die Installation neuer Anlagen. Aktuell haben wir die Wasserentnahme um 25 Prozent auf pro Jahr 750.000 m3 beschränkt, gegenüber den 1.000.000 m3, die uns die Regulierungsbehörde genehmigt hat.

Diese Anstrengungen reichen jedoch nicht aus, um die Fehlmenge auf Ebene des Beckens zu kompensieren. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts lässt sich auf Dauer nur durch Lösungsansätze bewerkstelligen, die alle Akteure einbeziehen.

Christophe Klotz zu Agrivair 
 

Die Lokale Wasser Kommission CLE, deren Mitglied wir gemeinsam mit 44 anderen Parteien sind, arbeitet derzeit an der nachhaltigsten Lösung für dieses Problem. Die CLE setzt sich aus Gebietskörperschaften, Wasseragenturen, Vertreter des Staates und der Umweltschutzverbände sowie Vertretern aus Industrie und Gewerbe und sonstigen Wasserverbrauchern zusammen.

Am 3. Juli 2018 hat die zuständige lokale Wasserkommission (CLE) eine kollektive Entscheidung getroffen, um die Zukunft der „Bonne Source“ zu sichern. Dabei hat die CLE verschiedene Lösungsansätze diskutiert und bewertet. Die verschiedenen Lösungsansätze wurden von der zuständigen Bergbaubehörde entwickelt, nicht von Nestlé. Die von der zuständigen Behörde vorgeschlagene Lösung, auf die sich die CLE jetzt geeinigt hat, sieht folgendes vor: Die mangelnde Wassererneuerung der „Bonne Source“ soll durch Wasser aus einem anderen Einzugsgebiet mit überschüssigen Wasser ausgeglichen werden.

Nestlé Waters hat sich während der Sitzung der CLE dazu verpflichtet, zur Finanzierung der Substitutionsmaßnahmen beizutragen. Für die Anwohner sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Das ist das gemeinsame Ziel. Daran werden wir gemeinsam mit allen Beteiligten in den kommenden Monaten arbeiten.