Zurück zu allen Storys
2 Minuten Lesezeit

Die aktuelle Situation der Vittel-Quellen ist Nestlé vollumfänglich bekannt und ist bereits Gegenstand von Gesprächen auf lokaler Ebene. Der Schutz dieser Quellen hat für uns oberste Priorität. Daher engagieren wir uns seit über 25 Jahren für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in der Region: Mit unserem Agrivair-Programm schützen wir in über 20 Projekten gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Kommunen, Landwirtschaft und NGOs Umwelt und Quellen. Außerdem überwachen wir kontinuierlich die Pegel der von uns genutzten Quellen.

Nachdem wir erste Hinweise auf mögliche Risiken für den Grundwasserspiegel der „Bonne Source“ entdeckt haben, haben wir bereits über die vergangenen Jahre freiwillig die Wassermenge, die wir entnehmen, schrittweise um 20 Prozent reduziert. Aktuell haben wir die Wasserentnahme um 25 Prozent auf pro Jahr 750.000 m3 beschränkt, gegenüber den 1.000.000 m3, die uns die Regulierungsbehörde genehmigt hat.

Die Risiken für den Grundwasserspiegel sind langfristiger Natur. Die Risikoanalysen zeigen eine laufende Fehlmenge, die bis zum Jahr 2050 die Stabilität des Grundwasserspiegels gefährden könnte.

Zurzeit erarbeitet die Lokale Wasser Kommission CLE, deren Mitglied wir mit 44 anderen Parteien sind, mehrere Vorschläge, um die Zukunft der „Bonne Source“ zu sichern. Am 3. Juli wird unter den Mitgliedern aus Politik, Verwaltung, NGOs und Industrie über diese Vorschläge mehrheitlich abgestimmt. Wir werden die Maßnahmen unterstützen, die die Vittel-Quellen und die Umwelt bestmöglich schützen.

Wie ist die heutige Situation in Vittel?

Während Dreiviertel der Produktion von Nestlé Waters aus anderen Grundwasserleitern entnommen werden, die problemlos durch nachfließendes Wasser aufgefüllt werden, beziehen wir für unsere Marke Vittel Bonne Source Wasser aus einem Bereich des Grundwasserleiters, für den Risiken bestehen.

Derzeit ist die aus diesem Bereich entnommene Wassermenge höher als die Menge, die durch Regenwasser kompensiert wird. Die Behörden schätzen diese Fehlmenge auf jährlich rund eine Million Kubikmeter. Eine solche Fehlmenge kann bis zum Jahr 2050 ein Austrocknen an einigen Bohrungen im Bereich Südwest zur Folge haben. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf.

Weitere Lösungsmöglichkeiten werden momentan im Rahmen einer Kommission besprochen, der Nestlé Waters angehört, um den nachhaltigsten Lösungsansatz für dieses Problem zu erarbeiten.

Fact Card Vittel zur Aufteilung der Wassernutzer

Welche Maßnahmen hat Nestlé Waters getroffen, um die Situation zu lösen?

Als Nutzer betrifft es uns natürlich unmittelbar, wie sich die natürliche Ressource entwickelt. So haben wir im Laufe der vergangenen zehn Jahre unsere Entnahmen um 20 % reduziert, indem wir am Standort in neue Anlagen sowie die Optimierung unserer Prozesse zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung investiert haben.

Dank dieser Optimierungen haben wir 2017 angeboten, unseren Anteil an der Wasserentnahme um 25 % der uns bewilligten Kontingente zurückzufahren.

Diese Anstrengungen reichen jedoch nicht aus, um die Fehlmenge auf Ebene des Beckens zu kompensieren. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts lässt sich auf Dauer nur durch Lösungsansätze bewerkstelligen, die alle Akteure einbeziehen. Aus diesem Grund beteiligen wir uns unter der Führung der Commission Locale de l’Eau (CLE) an der Suche nach Lösungen. Uns und alle Interessensgruppen eint das Ziel einer nachhaltigen Lösung zum Schutz des Wasserkörpers.

Wurden bereits Lösungen gefunden oder werden solche geprüft?

Nestlé Waters beteiligt sich unter der Führung der Commission Locale de l’Eau (CLE) vollumfänglich an der Suche nach Lösungen. Wir sind eines der 45 Mitglieder der CLE, in der sich Gebietskörperschaften, Wasseragenturen, Vertreter des Staates und der Umweltschutzverbände sowie Vertreter aus Industrie und Gewerbe und sonstige Wasserverbraucher zusammengeschlossen haben.

Vom Staat engagierte Ingenieure schlugen mehrere Szenarien vor, die derzeit unter der Führung des Präfekten innerhalb der lokalen Wasserkommission erörtert und bewertet werden. In den kommenden Monaten werden diese den Mitgliedern der Kommission zur Abstimmung vorgelegt. Was uns betrifft, werden wir uns für die Lösung einsetzen, die unserer Meinung nach den Erhalt der natürlichen Ressource Wasser und deren Schutz langfristig sichert.

Fact Card Vittel demokratischer Prozess

Gibt es einen Interessenskonflikt?

Frontal 21 behauptet, es gäbe einen Interessenskonflikt, da die Ehefrau eines Nestlé-Mitarbeiters Vorsitzende der lokalen Wasserkommission (Commission Locale de l’Eau – CLE) war. Jeglichen Verdacht einer Begünstigung oder eines Interessenskonfliktes weisen wir entschieden zurück. Nestlé Waters gehört aufgrund eines Erlasses der Präfektur der lokalen Wasserkommission an. Diese Commission Locale de l’Eau hat den Auftrag, eine gemeinsame Lösung zur Stabilisierung des Grundwasserkörpers zu erarbeiten und den Plan zur Bewirtschaftung und Verwaltung der Gewässer (Schéma d’Aménagement et de Gestion des Eaux – SAGE) umzusetzen. Die Kommission hat 45 Mitglieder, die die Wassernutzer, die Gebietskörperschaften von über 180 Gemeinden, Wasseragenturen, Umweltschutzverbände und den Staat vertreten. Alle Entscheidungen dieser Kommission werden durch Mehrheitsbeschluss gefasst, wobei jedes einzelne Mitglied genau wie auch Nestlé Waters eine einzige Stimme hat.