Bekämpfung von Unterernährung

Unsere Verpflichtung: Bekämpfung von Unterernährung durch Mikronährstoffanreicherung


Etwa zwei Milliarden Menschen – über 30 % der Weltbevölkerung – mangelt es an wichtigen Vitaminen und Mineralien, insbesondere den «Big 4»: Eisen, Jod, Vitamin A und Zink. Säuglinge, Kleinkinder und Frauen sind überproportional von Mikronährstoffmangel betroffen. Dies hindert sie daran, ihr Potenzial zu entfalten. Die Folgen können verheerend sein und zu geistiger Beeinträchtigung, schlechter Gesundheit, geringer Produktivität oder sogar zum Tod führen. Selbst geringe bis moderate Mängel können das Wohlergehen und die Entwicklung eines Menschen beeinflussen.

Idealerweise sollten diese Nährstoffe durch eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung aufgenommen werden. Dies ist vor allem in den Schwellenländern nicht immer möglich. Wir erachten es als unsere Pflicht und sind in der Lage, den Ernährungszustand der gefährdeten Menschen zu verbessern, indem wir den Produkten, die regelmäßig von ihnen verzehrt werden, die entsprechenden Mikronährstoffe zusetzen.

Außerdem können Nutzpflanzen biofortifiziert werden. Dazu werden Pflanzenarten ausgewählt und gezüchtet, die von Natur aus viele Mikronährstoffe enthalten. Auf diese Weise kann die Nährstoffdichte einer hauptsächlich auf Grundnahrungsmitteln beruhenden Ernährung erhöht werden, wovon Menschen profitieren, die keinen Zugang zu angereicherten verarbeiteten Nahrungsmitteln haben.

Unser Ziel für 2016

Bis 2016: 200 Milliarden mit Mikronährstoffen angereicherte Nahrungsmittel- und Getränkeportionen weltweit pro Jahr zur Reduktion des globalen Mikronährstoffmangels, besonders bei Kindern und Frauen im gebärfähigen Alter.

Unser bisheriger Fortschritt

Wir werden das Mikronährstoffprofil unserer Produkte weiter verbessern und ihre Anreicherung an die Ernährungszustände und -mängel in bestimmten Märkten anpassen. Die weltweite Beliebtheit und Marktreichweite unseres Maggi-Sortiments etwa ermöglicht uns, im großen Maßstab zur Bekämpfung des Mikronährstoffmangels beizutragen. Rund 103 Milliarden Einzelportionen Suppen, Streumischungen, Gewürze und Nudeln von Nestlé wurden 2016 angereichert, davon 59 Milliarden mit Eisen. Wir reichern zudem Zerealien und Milch an, um anfällige Bevölkerungsgruppen wie Schulkinder und Schwangere zusätzlich mit Nährstoffen zu versorgen. Insgesamt wurden 83,5 % der erschwinglichen Popularly Positioned Products (PPP) für Konsumenten mit niedrigeren Einkommen mit mindestens einem der «Big 4»-Mikronährstoffe angereichert.

In Zusammenarbeit mit Agrarforschungsinstituten und im Rahmen des HarvestPlus-Programms versuchen wir zudem, Lieferketten für biofortifizierte Nutzpflanzen zu entwickeln und zu etablieren. In Nigeria mischen wir mit Provitamin A angereicherten Mais mit normalem Mais und haben 2016 mehr als 1000 Tonnen Getreide für unseren markengeschützten Getreidebrei reserviert. Unser F&E-Zentrum in Abidjan, Côte d’Ivoire, untersucht mit Partnern in Madagaskar, der Türkei, Brasilien und Indien neue Möglichkeiten für biofortifizierten Maniok, Weizen, Reis und Mais.

Unsere Ziele bis 2020

Bis 2020: Bereitstellung angereicherter Nahrungsmittel und Getränke für Millionen von Kindern und Familien.
Bis 2020: Einleitung kollektiver Maßnahmen zur Reduktion des Mikronährstoffmangels in zehn Ländern.
Bis 2020: Weiterentwicklung der Lieferketten für biofortifizierte Nutzpflanzen und Erweiterung unseres Portfolios angereicherter Produkte.

Angereicherte Maggi-Produkte in Guatemala

Über 30 % der Weltbevölkerung mangelt es an wichtigen Vitaminen und Mineralien, insbesondere den «Big 4»: Eisen, Jod, Vitamin A und Zink. Würzmittel, wie sie in Mittelamerika üblich sind, lassen sich gut mit Mikronährstoffen anreichern. Sie sind gängiger Teil der täglichen Kost und erlauben es, auf den bestehenden Essgewohnheiten aufzubauen. In Guatemala stellt Nestlé im Rahmen der Kampagne «Gemeinsam kochen für eine bessere Zukunft» vor allem für einkommensschwache Familien über ihre beiden beliebten Marken Maggi und Malher zu einem erschwinglichen Preis Produkte bereit, die 15 % des Tagesbedarfs an Eisen decken – entsprechend unserer Richtlinie über die Mikronährstoffanreicherung von Nahrungsmitteln und Getränken.