Nestlé verwendet Palmöl. Wird dafür Regenwald gerodet?

SDG 15

Die Ölpalme liefert fünf- bis zehnmal so viel Öl je Hektar wie andere Ölpflanzen - würden sie durch andere Ölpflanzen ersetzt, würden diese die zehnfache Fläche zum Wachsen benötigen. Die Ölpalme produziert rund 15 mal im Jahr Früchte – sie ist also sehr effektiv. In Deutschland verarbeitet Nestlé nur Palmöl, das nachhaltig produziert wurde - sprich: für das kein Regenwald mehr gerodet wird. Alles Palmöl, das Nestlé Deutschland verwendet, entspricht unseren eigenen strengen Einkaufsrichtlinien und stammt aus transparenten Lieferketten. Greenpeace hat Nestlé 2016 für die konsequente Umsetzung der Programme zum verantwortungsvollen Einkauf von Palmöl gelobt.

  • Nestlé hat sich dazu verpflichtet, die Zerstörung von Regenwald für den Anbau unserer Rohstoffe zu unterbinden – das gilt für alle Rohstoffe, also auch Palmöl, Papier, Soja usw.
  • Ein vollständiger Verzicht auf Palmöl wäre ökologisch nicht sinnvoll. Die Ölpalme ist eine besonders ertragreiche Pflanze. Im Vergleich zu Raps, Sonnenblume oder Soja liefert die Ölpalme bei gleicher Anbaufläche fünf bis zehn Mal so viel Öl. Außerdem kann sie über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren rund 15 Mal jährlich geerntet werden und ist nicht gentechnisch modifiziert.
  • Nestlé verarbeitet nur Palmöl, das mindestens den Nachhaltigkeitsstandards des runden Tischs für nachhaltiges Palmöl („Round Table on Sustainable Palm Oil“, RSPO) entspricht. Der RSPO wurde 2004 vom WWF gegründet und will erreichen, dass Wälder geschützt und auf Palmölplantagen mehr für Naturschutz und Menschenrechte getan wird. Dazu gehört das Verbot neuer Rodungen, der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, Schutz von Wasser, Boden und Luft, Einhaltung von Landnutzungs- und Eigentumsrechten, Verbot von Kinderarbeit, und die Unterstützung von Bildung und die Auditierung durch unabhängige autorisierte Prüfer.
  • Die Anforderungen von Nestlé sind sogar deutlich strenger als die des RSPO. Nach den Responsible Sourcing Guidelines (RSG) von Nestlé dürfen beispielsweise keine Plantagen in Torfmooren und Waldgebieten mit hohem CO2-Speicherwert angelegt werden. Außerdem verlangt Nestlé von den Lieferanten volle Transparenz bis in den Anbau. Diese Richtlinien werden gemeinsam mit der Nicht-Regierungsorganisation The Forest Trust (TFT) überprüft.
  • In Deutschland verarbeitet Nestlé nur Palmöl, das unseren strengen Einkaufsrichtlinien bzw. dem Zertifizierungsstandard „RSPO Segregated“ entspricht. WWF und Greenpeace lobten Nestlé für das ehrgeizige Programm und die strengen Standards.
SDG 15.2: Bis 2020 die nachhaltige Bewirtschaftung aller Waldarten fördern, die Entwaldung beenden, geschädigte Wälder wiederherstellen und die Aufforstung und Wiederaufforstung weltweit beträchtlich erhöhen.