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Um die verantwortungsvolle Nutzung gemeinsamer Wasserressourcen sicherzustellen, wird Nestlé Waters bis zum Jahr 2025 alle ihre Fabriken nach dem Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) zertifizieren. Bis dato haben bereits ein Werk in Pakistan (Sheikhpura) sowie drei Werke in Kalifornien (Ontario, Sacramento und Livermore) diese Zertifizierung erhalten.

Die Alliance for Water Stewardship (AWS) ist eine globale Initiative, die sich der verantwortungsvollen Nutzung von Wasserressourcen widmet und diese sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und ökonomisch vorteilhaft ausrichten möchte. Sie fördert dazu die Einbeziehung einer Vielzahl von relevanten Akteuren vor Ort und ermutigt kollektives Handeln. Zu den Mitgliedern der Alliance gehören neben Nestlé und weiteren Unternehmen auch NGOs wie The Nature Conservancy und der World Wildlife Fund (WWF).

Das Ziel

Ziel der Initiative ist, dass Nutzer von Wasservorkommen diese verantwortungsvoll verwalten und für Mensch und Natur aufwerten. Mit dem ersten weltweit anwendbaren Standard zum gemeinsamen Management von Wassereinzugsgebieten liefert die AWS zu diesem Zweck ein Werkzeug, mit dem große Wassernutzer ihren Verbrauch und dessen Auswirkungen verstehen und gemeinsames sowie transparentes Wassermanagement vorantreiben können.

In seiner Art ist der Standard der AWS einzigartig, da er erstmals weltweit anwendbare Maßstäbe beschreibt, an denen sich große Wassernutzer messen können. Darüber hinaus stellt das inklusive Element des Standards, nach dem Wasserrisiken als gemeinsame Aufgabe aller Wassernutzer eines Einzugsgebiets gesehen werden, eine elementare Säule dar. Außerdem wird ein proaktiver statt reaktiver Umgang mit Wasserrisiken gefordert. Um die Validität des Standards sicherzustellen, ist dieser in Übereinstimmung mit den Prinzipien der ISEAL Alliance erstellt worden, der globalen Dachorganisation für Standardisierung.

Die Methode

Zur Zertifizierung eines Wassernutzers (bspw. einer Fabrik) gegen den AWS-Standard muss ersterer die Risiken im Zusammenhang mit Wasser beschränken, gemeinsame Herausforderungen im Wassereinzugsgebiet im Dialog mit anderen Wassernutzern ansprechen und dafür sorgen, dass Prozesse für verantwortungsvolles Wassermanagement entstehen. Zu den Gütekriterien der Zertifizierung gehören gute und inklusive Wasser-Governance, nachhaltige Wasserbalance (der Nachfluss muss die Entnahme ausgleichen), gute Wasserqualität, sowie die Funktionsfähigkeit angrenzender Biotope. Die strikte Einhaltung der AWS Kriterien wird durch regelmäßige unabhängige Auditierungen sichergestellt.

Das Werk in Sheikhpura etwa sparte im Jahr 2016 durch die Zertifizierung rund 28 Millionen Liter Wasser ein. Darüber hinaus wurden Projekte verwirklicht, die den umgebenden Gemeinschaften Zugang zu sicherem Trinkwasser ermöglichen, den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft senken und das Management von Abwässern aus anderen Fabriken verbessern. Dies hat nicht nur soziale Auswirkungen, sondern trägt auch zum Schutz der natürlichen Ressource bei.