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Frühstücksflocken, Rührei oder Marmeladenbrot? Viele Eltern tun sich schwer damit, was und in welcher Menge sie ihrem Kind zum Frühstück anbieten sollen. Denn sie möchten, dass es ihrem Kind schmeckt und es möglichst optimal mit allen wichtigen Nährstoffen für den Tag gerüstet ist.

Nur in den seltensten Fällen greifen sie auf abstrakte Tabellen aus Nährstoffempfehlungen zurück. Da diese schwer zu interpretieren sind, müssen sie in Speisepläne übersetzt werden, damit sie im Alltag anwendbar sind. Dies ist das Ziel der Optimierten Mischkost (OMK). Seit ihrer ersten Veröffentlichung 1992 hat sich das Konzept der OMK als wissenschaftlich begründete, praktisch formulierte Empfehlung für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland bewährt. Nun wurde sie von Wissenschaftlern des Forschungsdepartments Kinderernährung (FKE) des Universitätsklinikums Bochums überarbeitet und gibt vielfältige lebensmittelbezogene Empfehlungen, die die tatsächlichen Verzehrgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen. Die aktualisierten Speisepläne der OMK dienen als Orientierung, damit Kinder und Jugendliche die altersspezifischen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) möglichst erreichen.

Das „Frühstücks-Zweimal-Eins“

In dem Konzept der OMK deckt das Frühstück 25 Prozent der täglichen Energiemenge ab. Es hat somit den gleichen Anteil wie die anderen beiden Hauptmahlzeiten Mittag- und Abendessen. Das Frühstück spielt so eine gleichwertige Rolle hinsichtlich der Nährstoffversorgung und Vollkornaufnahme. Zudem gibt es noch zwei Zwischenmahlzeiten zu je 12,5 Prozent. Die Abfolge der Mahlzeiten kann dabei je nach Bedürfnis variiert werden: Ob am Frühstückstisch oder auf dem Pausenhof – die OMK lässt Spielraum für ein individuelles „Frühstücks-Zweimal-Eins“, in der das Frühstück zu Hause gegen eine Zwischenmahlzeit am Vormittag in der Schule getauscht werden kann, ohne dass die Nährstoffzufuhr beeinträchtigt wird.

Grafik: Gewichtung der Mahlzeiten

Cerealien für einen höheren Vollkornverzehr

Ein ausgewogenes Frühstück besteht laut OMK aus Getreideprodukten mit hohem Vollkornanteil, Milch oder Milchprodukten, Obst oder Gemüse sowie einem energiearmen Getränk. Die Autoren Kersting, Lücke und Kalhoff haben beliebte Frühstücksvarianten unter anderem im Hinblick auf den Vollkorngehalt geprüft und angepasst. Ein wichtiges Kriterium dabei ist, dass der Vollkornanteil der Getreidekomponente bei mindestens 50 Prozent liegt – eine einfache Maßnahme, um die Zufuhr an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen zu erhöhen.

Beispielmahlzeiten

In der Publikation veranschaulichen die Wissenschaftler dies anhand eines Beispielfrühstücks: frisches Obst, wie z.B. eine Kiwi, ein Cerealien-Mix, Joghurt, Sonnenblumenkerne, ein Becher Milch sowie ein energiearmes Getränk. Milchprodukte werden als teilentrahmte Varianten (1,5% Fett) und über die Mahlzeiten verteilt wird eine altersgemäße Menge an energiearmen Getränken wie Wasser, ungesüßter Früchte- oder Kräutertee gereicht.

Mischungsverhältnisse

Das beschriebene Cerealien-Frühstück geht laut Publikation auch mit der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einher, maximal 10 Prozent der täglichen Energie über freie Zucker aufzunehmen. Um den empfohlenen Vollkornanteil von 50 Prozent im Getreideprodukt zu erreichen, empfehlen die Autoren, Nicht-Vollkornprodukte durch Vollkornprodukte zu ersetzen oder Getreideprodukte mit geringem und hohem Vollkornanteil zu mischen.

Carmen Borsche
Carmen Borsche, Cereal Partners Deutschland C.P.D.

„Die Nestlé Cerealien haben einen hohen Gehalt an Vollkorn und eignen sich, um die Frühstücksempfehlung der OMK umzusetzen“, sagt Carmen Borsche, Geschäftsführerin Cereal Partners Deutschland (C.P.D.). „Einen besonders hohen Anteil an Vollkorn haben unsere Produkte MultiCheerios (81 %), Clusters Mandel (64 %), Nesquik Knusper-Müsli (59 %) und Fitness Flakes (58 %). Unsere beliebten Marken kommen darüber hinaus geschmacklich gut an und sind morgens schnell zubereitet. Wir arbeiten auch in Zukunft daran, den Vollkornabteil unserer Produkte noch weiter zu erhöhen.“

Werden Frühstückscerealien mit dem empfohlenem Vollkornanteil, mit Obst, Milchprodukt und Getränk kombiniert, erfüllt diese Mahlzeit die Vorgaben für ein adäquates Frühstück im Rahmen der OMK.

Quellen:

(1) Kersting M. et al. (2017) Von Nährstoffen zu Lebensmitteln und Mahlzeiten: das Konzept der Optimierten Mischkost für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Aktuel Ernährungsmed, 42: 304-315.
(2) Buyken AW., Alexy U., Kersting M. et al. Die DONALD Kohorte. Bundesgesundheitsbl 2012; 55: 875-884.