Klare Trends für 2030

Die Nestlé Zukunftsstudie erkennt Trends der Ernährung der Zukunft 

Die Nestlé Zukunftsstudie im Überblick

Ressourcenschonend und im Einklang mit den eigenen Werten? Oder nur noch Mittel zum Zweck ohne jegliche soziale und genussorientierte Komponente? Die Nestlé Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030?“ mit mehr als 1.000 Teilnehmern zeichnet Szenarien zur Ernährung der Zukunft. Klar ist: Es wird nicht nur die eine Zukunft, sondern mehrere parallel existierende Entwicklungen geben.

Gesund, werteorientiert und die Ressourcen schonend - unsere Ernährung wird sich wandeln. Dies belegt eine repräsentative Studie zur Zukunft des Essens, die das Nestlé Zukunftsforum durchgeführt hat. Ergebnis: 80 Prozent der Menschen in Deutschland beurteilen mindestens eines der fünf Szenarien als positiv. Daraus ergibt sich ein komplexes Bild der Zukunft mit klar erkennbaren Trends.

Statussymbol und Lebensstil

fehlt noch

Mehr als 50 Prozent der Studienteilnehmer stellen sich eine Zukunft vor, in der eine gesunde Ernährungsweise und Ressourcenschonung kombiniert sind. Aus Rücksicht auf Tier und Natur sind 2030 zum Beispiel Produkte aus In-vitro-Fleisch oder Eiweißquellen wie Algen und Insekten denkbar. Insgesamt wird unsere Ernährung im Einklang mit unseren Werten stehen sowohl aus dem Wunsch heraus, Produkte entsprechend unseren Werten einzukaufen als auch aus der Überzeugung, dass Ernährung ein Statussymbol und Ausdruck unseres persönlichen Lebensstils ist. Essen wird zur Weltanschauung. Die Menschen in Deutschland werden sich festlegen auf verschiedene Ernährungsstile, wie Vegetarismus oder sogar einer veganen Ernährung, und sich damit identifizieren, so die Expertenmeinung. Was vorher dem Autofan der PS-starke Sportwagen oder dem Bildungsbürger die Bücherwand war, wird morgen die detaillierte Kenntnis der Vita des Rindersteaks sein.

Gesundheit im Fokus

„Ernährung wird zunehmend zu einer Frage der Weltanschauung. Die Verbraucher wünschen sich daher von der Lebensmittelindustrie und dem Handel Produkte und Services, die den individuellen Bedürfnissen und Wertvorstellungen entsprechend zu einer nachhaltigen und gesunden Ernährung beitragen", sagt Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland.

selbstoptmierende Fitness
Selbstoptimierung durch Ernährung: Auf den individuellen Bedarf abgestimmte Nahrungsmittel werden die Leistungsfähigkeit erhöhen. Die Qualität muss dabei aber stimmen, besagt das zweite Zukunftsszenario. (jpg)

Tatsächlich beeinflusst das Thema Gesundheit in Zukunft maßgeblich unsere Ernährung. Denn der Erhalt unserer Gesundheit wird teurer. Wir versuchen, dem mithilfe einer präventiven Ernährung zu begegnen. Zudem gehen Experten davon aus, dass das menschliche Gen im Jahr 2030 entschlüsselt sein wird. Dann kann jeder analysieren lassen und erfahren, wie hoch das persönliche Risiko für Erkrankungen ist. Die Folgen: personalisierte Produkte und individuelle Services, gefördert durch weitere technische Vernetzung. Gesundheitsarmbänder und Ernährungs-Apps, Rezeptvorschläge und Tipps werden überall üblich sein.

Leistungsfähig durch Ernährung

Selbstoptimierung ist ein Schlagwort, das ebenfalls unsere Zukunft prägen wird. Künftig könnte es eine große Auswahl an personalisierten Lebensmitteln geben, die individuell auf den persönlichen Bedarf abgestimmt sind und so die persönliche Leistung weiter steigern. Produkte, deren Zielsetzung die Leistungssteigerung ist und die damit verbundene gesundheitliche Wirkung, sind besonders für problembewusste Ältere interessant. Menschen mit knapp bemessener Zeit und Leistungsorientierung wiederum schätzen Produkte, die zudem möglichst unkompliziert verfügbar sind. Diese Gruppe folgt auch dem Trend zu Snacks, Power-Riegeln und Fertiggerichten. Diese sollen schnell zuzubereiten und ebenfalls qualitativ hochwertig sein.

Küche als Ort der Versorgung

Viele werden 2030 zu Hause gut schmeckende und gesunde Fertiggerichte und unterwegs hochwertige Snacks zu sich nehmen. Essen wird in der Regel eher geliefert als selbst gekocht, zumal Wohnraum in den Städten teurer und damit die Küchen kleiner werden. Sie dienen meist nur zur schnellen Nahrungsaufbereitung. Dem gegenüber steht der Wunsch nach einem Gemeinschaftserlebnis beim Essen. Die Studie belegt, dass die Menschen seltener zu Hause, sondern eher gemeinsam in großen Küchen in der Nachbarschaft kochen werden, wozu sie sich eigens verabreden. Im Mittelpunkt steht hier das Erlebnis, gemeinsam zu kochen und zu essen.

Roboter hilft Frau beim Einkauf
 
Technik wird uns im Alltag unterstützen. Die Grundversorgung wird vielfach online erfolgen. In den Geschäften geht es um Beratung, Convenience und Genuss (Szenario 3). (jpg)

Genuss im Mittelpunkt

Inspirationen für Rezepte werden die Menschen in Zukunft über Apps und im Einzelhandel bekommen: In den Geschäften werden Verbraucher leckere und gesunde Produkte finden, es wird Berater geben, die Vorschläge zur Zubereitung machen und Verköstigungen anbieten. Die Grundversorgung mit Lebensmitteln hingegen wird überwiegend online erfolgen. Ob einzeln oder in Abonnentengruppen kommen die Produkte so einfach und unkompliziert zum Verbraucher.

Für viele bleibt der Wunsch nach Genuss ein wichtiges Motiv: Essen wird uns wertvoll sein, es soll gesund sein und uns gut tun. Sowohl in Gemeinschaft, allein zu Hause oder bei Restaurantbesuchen steht oft der Genuss im Vordergrund.

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