Wasser sparen auf Vietnams Kaffeefeldern

Nestlé zeigt Kaffeebauern Methoden zu effektivem Wassermanagement

Vietnamesische Kaffeebäuerin auf Kaffeefeld 

Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt: 2,6 Millionen Menschen sind von der Industrie abhängig. Doch das Potenzial zur Verbesserung der Anbaubedingungen ist längst nicht ausgeschöpft. Einfache Mittel können bereits helfen, um Wasser zu sparen.

Eine von Nestlé mitfinanzierte Studie zeigt, dass die vietnamesischen Kaffeebauern in der Trockenzeit zwischen November und April rund 60 Prozent mehr Wasser für den Kaffeeanbau verbrauchen als nötig wäre. Der Klimawandel trägt ebenso dazu bei, dass Wasserknappheit eine immer größere Gefahr für die Menschen wird. Doch wie können die Kaffeebauern ihre Anbaumethoden optimieren?

Nestlé unterstützt die Kaffeebauern

Es stellt bereits eine große Herausforderung dar, die Menschen überhaupt zu erreichen. Denn in Vietnam bauen überwiegend Kleinbauern Kaffee an. „Kaffee in Vietnam wächst auf kleinen Farmen mit zwei bis drei Acre (8.000 bis 12.000 Quadratmeter; Anm. d. Red.)“, weiß Pham Phu Ngoc, Leiter der Agrarprogramme bei Nestlé Vietnam. „Deshalb ist es schwierig, großflächige Technologien einzuführen. Aber innovative Methoden zeigen großes Potenzial.“

Ein vietnamesischer Kaffeebauer bestellt sein Feld 

Es geht um eine Maßnahme, die Ngoc bereits in Nestlés „Farmer Connect“-Netzwerk eingeführt hat, in dem rund 20.000 Kaffeebauern des Landes Mitglied sind. Die Idee ist simpel und effektiv: Wenn man eine Plastikflasche umgekehrt in den Boden steckt und die Kondensation beobachtet, haben die Farmer die Möglichkeit, die Bodenfeuchte zu messen. Wenn die Wassertropfen in der Flasche weniger werden, haben die Menschen ein Indiz dafür, dass es Zeit für die künstliche Bewässerung wird.

Der Einfallsreichtum geht noch weiter: Nach der ersten Bewässerung benutzen die Bauern etwa gebrauchte Milchdosen, um herauszufinden, wie viel Wasser ihre Kaffeepflanzen durch Regen bekommen So können sie besser einschätzen, wie intensiv sie künstlich bewässern müssen. Wenn eine Milchdose zum Beispiel zu einem Sechstel mit Wasser gefüllt ist, wissen sie, dass ihre Kaffeepflanzen rund 100 Liter Regen erhalten haben.

Bewässerung kann um 50 Prozent sinken

„Die Technik mit der Flasche und der Dose funktioniert“, sagt Ngoc. „Sie ist sogar effektiver, als wenn wir kompliziertere Methoden einführen würden. Die könnten in der Umsetzung für die Bauern zu schwierig sein.“

In der Nescafé Fabrik in Vietnam verarbeiten Mitarbeiter den Kaffee 

Vietnams Kaffeebauern nutzen üblicherweise 700 bis 1.000 Liter Wasser pro Baum für künstliche Bewässerung. Durch die einfache Messmethode könnten sie den Verbrauch auf 300 bis 400 Liter reduzieren, berichtet Ngoc.

Als Teil des weltweiten Nescafé Plan hat Nestlé gemeinsam mit der Rainforest Alliance die Nescafé Better Farming Practices erarbeitet, einen Leitfaden für bessere Anbaumethoden im Kaffeeanbau. In Vietnam unterstützt Nestlé unter anderem die Durchsetzung von strengeren Wasserschutz-Anforderungen im Farmer Connect Netzwerk, über das Nestlé Kaffee von Kleinbauern bezieht.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

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